Der Bärenmann

  • Reno Sommerhalder mit Tochter Ara an einer Demonstration für den Nationalpark von Banff Vergrößern
    Reno Sommerhalder mit Tochter Ara an einer Demonstration für den Nationalpark von Banff
    Fotoquelle: ZDF/SRF
  • Einige Bären in Alaska kennt Reno Sommerhalder schon seit Jahren Vergrößern
    Einige Bären in Alaska kennt Reno Sommerhalder schon seit Jahren
    Fotoquelle: ZDF/SRF
  • Einige Bären in Alaska kennt Reno Sommerhalder schon seit Jahren Vergrößern
    Einige Bären in Alaska kennt Reno Sommerhalder schon seit Jahren
    Fotoquelle: ZDF/SRF
  • Seit 30 Jahren kommt Reno Sommerhalder nach Alaska Vergrößern
    Seit 30 Jahren kommt Reno Sommerhalder nach Alaska
    Fotoquelle: ZDF/SRF
  • Hier in Alaska hatte Reno Sommerhalder vor 30 Jahren seine erste Begegnung mit einem Bären Vergrößern
    Hier in Alaska hatte Reno Sommerhalder vor 30 Jahren seine erste Begegnung mit einem Bären
    Fotoquelle: ZDF/SRF
  • Reno Sommerhalder mit Tochter Ara an einer Demonstration für den Nationalpark von Banff Vergrößern
    Reno Sommerhalder mit Tochter Ara an einer Demonstration für den Nationalpark von Banff
    Fotoquelle: ZDF/SRF
  • Seit 30 Jahren kommt Reno Sommerhalder nach Alaska Vergrößern
    Seit 30 Jahren kommt Reno Sommerhalder nach Alaska
    Fotoquelle: ZDF/SRF
Natur+Reisen, Tiere
Der Bärenmann

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2016
3sat
Do., 27.12.
05:45 - 07:20
Reno Sommerhalders Leben unter Bären


Seit 30 Jahren lebt Reno Sommerhalder unter Bären. Dabei hat er erkannt, dass mit diesen Großraubtieren eine friedliche Koexistenz möglich ist, wenn man Respekt vor ihnen hat. Als der junge Schweizer nach der Kochlehre in die Welt zog, war er auf der Suche nach sich selbst - gefunden hat er dabei die Bären und seine neue Heimat Kanada. In Banff, im ältesten Nationalpark Kanadas, wohnt Sommerhalder mit seiner Familie mitten im Bärenland. In all den Jahren hatte Reno Sommerhalder Tausende von Begegnungen mit Bären. Ganze fünf Mal musste er dabei sein Pfefferspray einsetzen, um eine potenziell gefährliche Situation abzuwenden. Doch eigentliche Ernstfälle waren auch das nicht. Wenn man die Grenzen dieser Tiere respektiere, seien Bären extrem tolerante Wesen, sagt Sommerhalder. Er glaubt auch, dass die Schweiz - vor allem das Tessin - durchaus Lebensraum bieten könnte für einige Bären. Der Bär symbolisiert für Reno Sommerhalder in erster Linie ein intaktes Ökosystem. Und deshalb versteht er seinen weltweiten Einsatz für dieses Tier auch als Kampf auch für eine gesunde Umwelt. Diese sieht er selbst im großflächigen Nationalpark von Banff gefährdet: Millionen von Besuchern strömen jährlich in diese grandiose Landschaft der kanadischen Rocky Mountains - und es werden immer mehr. Selbst im Nationalpark sollen Skigebiete vergrößert werden. Dagegen kämpft der Kanadaschweizer an vorderster Front, denn der touristische Erfolg droht den Lebensraum von Bären, Wölfen und Kojoten zu beschädigen. Und damit schließlich ebenso die Grundlage des Tourismusgeschäftes. Auch in Russland versucht Reno Sommerhalder, die negativen Einflüsse des Menschen auf Tier und Umwelt zu begrenzen: In Sibirien und auf der Halbinsel Kamtschatka wirkte er als "Ersatzmutter" für verwaiste Jungbären, deren Mütter von Jägern getötet worden waren. In der Ussurischen Taiga, an der Grenze zu China, war Sommerhalder mit den jungen Schwarzbären durch das Tigerland unterwegs. Sommerhalder findet sein Auskommen als Vortragsreisender, als Buchautor - und auch als Bärenführer, vor allem in Alaska. Dort, in der bärenreichen Küstengegend, führt er seit Jahren Besucher in die Nähe der beeindruckenden Tiere. Viele der Bären kennt er von früheren Aufenthalten, gab ihnen sogar Namen - und die Tiere scheinen auch Sommerhalder zu kennen, ihm gar zu vertrauen. Ansonsten sehr misstrauische, vorsichtige Bärenmütter mit Jungen suchen die Nähe zu Sommerhalder. Womöglich gibt ihnen dies etwas Sicherheit vor aggressiven Bärenmännchen. Gewiss, Bären-Touren sind nicht unproblematisch, weshalb Sommerhalder nur kleine Gruppen in die Wildnis führt und darauf achtet, so wenig Störung wie möglich zu verursachen.
Seit 30 Jahren lebt Reno Sommerhalder unter Bären. Dabei hat er erkannt, dass mit diesen Großraubtieren eine friedliche Koexistenz möglich ist, wenn man Respekt vor ihnen hat.
Als der junge Schweizer nach der Kochlehre in die Welt zog, war er auf der Suche nach sich selbst - gefunden hat er dabei die Bären und seine neue Heimat Kanada. In Banff, im ältesten Nationalpark Kanadas, wohnt Sommerhalder mit seiner Familie mitten im Bärenland.
In all den Jahren hatte Reno Sommerhalder Tausende von Begegnungen mit Bären. Ganze fünf Mal musste er dabei sein Pfefferspray einsetzen, um eine potenziell gefährliche Situation abzuwenden. Doch eigentliche Ernstfälle waren auch das nicht. Wenn man die Grenzen dieser Tiere respektiere, seien Bären extrem tolerante Wesen, sagt Sommerhalder. Er glaubt auch, dass die Schweiz - vor allem das Tessin - durchaus Lebensraum bieten könnte für einige Bären.
Der Bär symbolisiert für Reno Sommerhalder in erster Linie ein intaktes Ökosystem. Und deshalb versteht er seinen weltweiten Einsatz für dieses Tier auch als Kampf für eine gesunde Umwelt. Diese sieht er selbst im großflächigen Nationalpark von Banff gefährdet: Millionen von Besuchern strömen jährlich in diese grandiose Landschaft der kanadischen Rocky Mountains - und es werden immer mehr. Selbst im Nationalpark sollen Skigebiete vergrößert werden. Dagegen kämpft der Kanadaschweizer an vorderster Front, denn der touristische Erfolg droht den Lebensraum von Bären, Wölfen und Kojoten zu beschädigen. Und damit schließlich ebenso die Grundlage des Tourismusgeschäftes.
Auch in Russland versucht Reno Sommerhalder, die negativen Einflüsse des Menschen auf Tier und Umwelt zu begrenzen: In Sibirien und auf der Halbinsel Kamtschatka wirkte er als "Ersatzmutter" für verwaiste Jungbären, deren Mütter von Jägern getötet worden waren. In der Ussurischen Taiga, an der Grenze zu China, war Sommerhalder mit den jungen Schwarzbären durch das Tigerland unterwegs.
Sommerhalder findet sein Auskommen als Vortragsreisender, als Buchautor - und auch als Bärenführer, vor allem in Alaska. Dort, in der bärenreichen Küstengegend, führt er seit Jahren Besucher in die Nähe der beeindruckenden Tiere. Viele der Bären kennt er von früheren Aufenthalten, gab ihnen sogar Namen - und die Tiere scheinen auch Sommerhalder zu kennen, ihm gar zu vertrauen. Ansonsten sehr misstrauische, vorsichtige Bärenmütter mit Jungen suchen die Nähe zu Sommerhalder. Womöglich gibt ihnen dies etwas Sicherheit vor aggressiven Bärenmännchen. Gewiss, Bären-Touren sind nicht unproblematisch, weshalb Sommerhalder nur kleine Gruppen in die Wildnis führt und darauf achtet, so wenig Störung wie möglich zu verursachen.


Werbepause? Zeit für Spielchen!

Das könnte Sie auch interessieren

3sat Insektenpanzer sind aus Chitin aufgebaut, das so hart und leicht ist wie Plastik, aber kompostiert werden kann. Vielleicht können wir eines Tages unsere Kunststoffe durch Chitin-Produkte ersetzen

Wilde Überlebenskünstler - Wie erfinderisch Tiere sind

Natur+Reisen | 27.12.2018 | 02:20 - 03:00 Uhr
5/501
Lesermeinung
3sat Luchs in der Schweiz

Die Rückkehr der großen Raubtiere - Unterwegs mit drei Wildtierfotografen

Natur+Reisen | 27.12.2018 | 09:40 - 10:30 Uhr
/500
Lesermeinung
NDR Martin Eigentler mit einem seiner 30 Huskys.

ANIMALISCH Das Tier und wir - Der Hund

Natur+Reisen | 27.12.2018 | 11:25 - 11:55 Uhr
/500
Lesermeinung
News
Wie sieht es hinter den Kulissen einer Stripper-Agentur aus? RTL II zeigt eine ganz eigene Vorstellung davon.

Eine WG zwischen "Strippen, Liebe und Freundschaft": RTL II startet mit einer neuen Doku-Soap ziemli…  Mehr

Zwei Köche, die abnehmen wollen, sind die Kapitäne der beiden Abnehmteams von "Rosins Fettkampf": Sebastian Lege (links) und Frank Rosin stellen sich mit jeweils fünfköpfiges Abnehmteams dem Wettstreit. Wer verliert am meisten Pfunde?

Diagnose Fettleber: Weil Frank Rosin privat zu viel Junk Food in sich hineinstopfte, litt seine Gesu…  Mehr

Kelly Clarkson singt zusammen mit dem Mozarteumorchester Salzburg und den Wiener Sängerknaben eine imposante Version des Weihnachtsklassikers "Stille Nacht, heilige Nacht".

Ein Musikfilm auf die Entstehung und Geschichte des Liedes zurück und nimmt auch die aktuelle Wahrne…  Mehr

Jan Josef Liefers spielt in "Arthurs Gesetz" in seiner erst zweiten Serie überhaupt.

Jan Josef Liefers ist bei TNT Serie mit "Arthurs Gesetz" zu sehen. Im Interview spricht er über den …  Mehr

Der Dokumentarist und seine Hundertjährigen (von links): Anny Hamm, Ilse Karsch, Presenter Kai Pflaume, Lilo Bredthauer, Hedwig Slomp und Willi Passmann. Ein Protagonist fehlte krankheitsbedingt beim Fototermin.

In der dritten Staffel von "Zeig mir deine Welt" trifft Kai Pflaume sechs Menschen, die 100 Jahre od…  Mehr