Der Bärenmann

  • Reno Sommerhalder mit Tochter Ara an einer Demonstration für den Nationalpark von Banff: Das überbordende Geschäft mit den Touristen droht den ältesten Nationalpark von Kanada zu beschädigen. Vergrößern
    Reno Sommerhalder mit Tochter Ara an einer Demonstration für den Nationalpark von Banff: Das überbordende Geschäft mit den Touristen droht den ältesten Nationalpark von Kanada zu beschädigen.
    Fotoquelle: SRF
  • Seit 30 Jahren kommt Reno Sommerhalder nach Alaska: eine der bärenreichsten Gegenden der Welt. Vergrößern
    Seit 30 Jahren kommt Reno Sommerhalder nach Alaska: eine der bärenreichsten Gegenden der Welt.
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  • Hier in Alaska hatte Reno Sommerhalder vor 30 Jahren seine erste Begegnung mit einem Bären Vergrößern
    Hier in Alaska hatte Reno Sommerhalder vor 30 Jahren seine erste Begegnung mit einem Bären
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  • Einige Bären in Alaska kennt Reno Sommerhalder schon seit Jahren : und gab ihnen Namen: Das ist Bärenmutter «Blueface» Vergrößern
    Einige Bären in Alaska kennt Reno Sommerhalder schon seit Jahren : und gab ihnen Namen: Das ist Bärenmutter «Blueface»
    Fotoquelle: SRF
Natur+Reisen, Tiere
Der Bärenmann

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2016
SF1
Fr., 22.06.
02:00 - 03:35
Reno Sommerhalders Leben unter Bären


Seit 30 Jahren lebt Sommerhalder unter Bären und hat dabei erkannt, dass mit diesen Grossraubtieren eine friedliche Koexistenz möglich ist, wenn man den Respekt vor den eindrücklichen Tieren nicht verliert. In Banff, im ältesten Nationalpark Kanadas, wohnt Sommerhalder mit seiner Familie mitten im Bärenland. Und von hier aus macht er sich als Bärenforscher und -guide auf zu seinen weltweiten Exkursionen zu den Pelztieren. In all den Jahren hatte Reno Sommerhalder Tausende von Begegnungen mit Bären. Ganze fünf Mal musste er dabei seinen Pfefferspray einsetzen, um eine potenziell gefährliche Situation abzuwenden. Doch eigentliche Ernstfälle waren auch das nicht. Wenn man die Grenzen dieser Tiere respektiere, seien Bären extrem tolerante Wesen, sagt Sommerhalder. Er glaubt denn auch, dass die Schweiz - vor allem das Tessin - durchaus Lebensraum bieten könnte für einige Bären, wie er in diesem Film ausführt. Der Bär symbolisiert für Reno Sommerhalder in erster Linie ein intaktes Ökosystem. Und deshalb versteht er seinen weltweiten Einsatz für dieses Tier als Kampf auch für eine gesunde Umwelt. Diese sieht er selbst im grossflächigen Nationalpark von Banff gefährdet: Millionen von Besucherinnen und Besuchern strömen jährlich in diese grandiose Landschaft der kanadischen Rocky Mountains - und es werden immer mehr. Selbst im Nationalpark sollen Skigebiete vergrössert werden. Dagegen kämpft der Kanadaschweizer an vorderster Front, denn der touristische Erfolg droht den Lebensraum von Bären, Wölfen und Kojoten zu beschädigen. Und damit schliesslich ebenso die Grundlage des Tourismusgeschäftes. Auch in Russland versucht Reno Sommerhalder die negativen Einflüsse des Menschen auf Tier und Umwelt zu begrenzen: In Sibirien und auf der Halbinsel Kamtschatka wirkte er als «Ersatzmutter» für verwaiste Jungbären, deren Mütter von Jägern getötet worden waren. In der ussurischen Taiga, an der Grenze zu China, war Sommerhalder mit den jungen Schwarzbären durch das Tigerland unterwegs. Sommerhalder findet sein Auskommen als Vortragsreisender, als Buchautor - und auch als Bärenguide vor allem in Alaska. Dort, in der bärenreichen Küstengegend, führt er seit Jahren Besucherinnen und Besucher nahe zu den Grossraubtieren. Viele der Bären kennt er von früheren Aufenthalten, gab ihnen sogar Namen - und die Tiere scheinen auch Sommerhalder zu kennen, ihm gar zu vertrauen. Ansonsten sehr misstrauische, vorsichtige Bärenmütter mit Jungen suchen die Nähe zu Sommerhalder. Womöglich gibt ihnen dies etwas Sicherheit vor aggressiven Bärenmännchen. Gewiss, Bärentouren sind nicht unproblematisch, weshalb Sommerhalder nur kleine Gruppen in die Wildnis führt und darauf achtet, so wenig Störung wie möglich zu verursachen.


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