Ostberlin 1988: zwei Männer, zwei Leben und eine Stadt, die ihre Schicksale für immer miteinander verbindet. Obwohl sie sich nicht kennen. Eine ganz besondere Berliner Mauergeschichte. Die Schicksale von Michael Schneider aus Ostberlin und Morten Bank Mikkelsen aus Dänemark werden untrennbar miteinander verbunden, als der eine von beiden entscheidet, mit der unfreiwilligen Hilfe des anderen die Flucht aus der DDR zu wagen. Der 19-jährige Michael Schneider trifft 1988 in Ostberlin eine folgenschwere Entscheidung. Nach mehreren gescheiterten Anträgen, aus der DDR ausreisen zu dürfen, hat er nur noch einen Gedanken: die Flucht. Er will frei sein. An einem Samstagabend im März bietet sich ihm eine einzigartige Gelegenheit, seinen Traum von der Freiheit in die Tat umzusetzen. Zu dieser Zeit arbeitet Michael an der Rezeption des Hotels Stadt Berlin, einer der wenigen Orte, an dem man in der DDR auf Ausländer treffen kann. Routinemäßig kontrolliert er die Pässe der Hotelgäste. Als er den Pass des damals 16-jährigen Morten Bank Mikkelsen aufschlägt, glaubt er, auf sein eigenes Passfoto zu schauen. Der junge Däne, der wegen eines Tanzturniers in Ostberlin zu Besuch ist, gleicht Michael wie ein Bruder. In Michaels Gedanken entspinnt sich ein Plan. In emotionalen Worten erzählt Michael Schneider die unglaubliche Geschichte seiner Flucht vor mehr als 30 Jahren. Sie gelang - dank seines unfreiwilligen Helfers Morten Bank Mikkelsen. Getroffen haben sich die beiden nie - bis heute. An eben jenem Ort, an dem diese Geschichte damals ihren Lauf nahm, reden die beiden 30 Jahre später über das, was damals passiert ist. "Der Doppelgänger von Ost-Berlin" ist eine Reise in die Vergangenheit - in die ganz persönliche der beiden Männer, aber auch in die des geteilten Deutschland. Eine wahre Geschichte über Fügung und Freiheit, eine Geschichte, die man sich besser nicht hätte ausdenken können.