Der Dreißigjährige Krieg

  • Albrecht von Wallenstein ist der bekannteste Kriegsunternehmer im Dreißigjährigen Krieg - ein Warlord, der auf eigene Rechnung Krieg führt. Er wird von einem seiner eigenen Offiziere ermordet. Vergrößern
    Albrecht von Wallenstein ist der bekannteste Kriegsunternehmer im Dreißigjährigen Krieg - ein Warlord, der auf eigene Rechnung Krieg führt. Er wird von einem seiner eigenen Offiziere ermordet.
    Fotoquelle: ZDF/Volker Schmidt
  • Der Schuhmacher Hans Heberle (Darsteller unbekannt) aus Ulm nennt sein Tagebuch "Zeitregister". Mehr als einmal gelingt es ihm und seiner Familie, rechtzeitig zu fliehen. Vergrößern
    Der Schuhmacher Hans Heberle (Darsteller unbekannt) aus Ulm nennt sein Tagebuch "Zeitregister". Mehr als einmal gelingt es ihm und seiner Familie, rechtzeitig zu fliehen.
    Fotoquelle: ZDF/Ralf Gemmecke
  • Die Müllerin Anna Wolf gilt noch heute als die "Heldin von Schwabach". Sie rettet sich, andere junge Frauen und den Bürgermeister vor dem Zugriff der Soldaten. Fünf Tage lang halten sie sich versteckt. Vergrößern
    Die Müllerin Anna Wolf gilt noch heute als die "Heldin von Schwabach". Sie rettet sich, andere junge Frauen und den Bürgermeister vor dem Zugriff der Soldaten. Fünf Tage lang halten sie sich versteckt.
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  • Plünderungen, Schändungen und öffentliche Hinrichtungen. Im Dreißigjährigen Krieg zeigen die Soldaten kein Erbarmen. Vergrößern
    Plünderungen, Schändungen und öffentliche Hinrichtungen. Im Dreißigjährigen Krieg zeigen die Soldaten kein Erbarmen.
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  • Die Einnahme Magdeburgs durch die kaiserlichen Truppen läuft völlig aus dem Ruder: Die Stadt wird ohne Gnade geplündert und in Brand gesetzt. Nur der Dom wird verschont. Vergrößern
    Die Einnahme Magdeburgs durch die kaiserlichen Truppen läuft völlig aus dem Ruder: Die Stadt wird ohne Gnade geplündert und in Brand gesetzt. Nur der Dom wird verschont.
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  • Der Dreißigjährige Krieg ist der längste Krieg in der deutschen Geschichte. Historiker nennen ihn eine Urkatastrophe, die sich tief ins Gedächtnis der Deutschen eingegraben hat. Vergrößern
    Der Dreißigjährige Krieg ist der längste Krieg in der deutschen Geschichte. Historiker nennen ihn eine Urkatastrophe, die sich tief ins Gedächtnis der Deutschen eingegraben hat.
    Fotoquelle: ZDF/Volker Schmidt
  • Anna Wolf hat sich ihre Angst vor Vergewaltigung und Tod von der Seele geschrieben. In ihrem Tagebuch aus dem Dreißigjährigen Krieg beschreibt sie, wie sie sich vor den marodierenden Soldaten des Kaisers versteckt. Vergrößern
    Anna Wolf hat sich ihre Angst vor Vergewaltigung und Tod von der Seele geschrieben. In ihrem Tagebuch aus dem Dreißigjährigen Krieg beschreibt sie, wie sie sich vor den marodierenden Soldaten des Kaisers versteckt.
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  • Peter Hagendorf ist der berühmteste Augenzeuge des Krieges. Der Söldner hinterlässt ein Kriegstagebuch, das er über 22 Jahre geführt hat. Vergrößern
    Peter Hagendorf ist der berühmteste Augenzeuge des Krieges. Der Söldner hinterlässt ein Kriegstagebuch, das er über 22 Jahre geführt hat.
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  • Dem Söldner Peter Hagendorf ist es egal, für welche Seite er kämpft - ob für die katholisch-kaiserliche Armee von Kaiser Ferdinand aus Österreich oder die evangelischen Gegner aus Dänemark und Schweden. Vergrößern
    Dem Söldner Peter Hagendorf ist es egal, für welche Seite er kämpft - ob für die katholisch-kaiserliche Armee von Kaiser Ferdinand aus Österreich oder die evangelischen Gegner aus Dänemark und Schweden.
    Fotoquelle: ZDF/Ralf Gemmecke
  • Der erste große europäische Krieg wurde überwiegend auf deutschem Boden ausgetragen. Wien und Madrid kämpften gegen die Herrscher aus Schweden, Frankreich, Dänemark und den Niederlanden. Vergrößern
    Der erste große europäische Krieg wurde überwiegend auf deutschem Boden ausgetragen. Wien und Madrid kämpften gegen die Herrscher aus Schweden, Frankreich, Dänemark und den Niederlanden.
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  • Der Söldner Peter Hagendorf hat im Dreißigjährigen Krieg 22 400 Kilometer zurückgelegt - von Norditalien bis an die Ostküste, vom heutigen Polen bis kurz vor Paris. Vergrößern
    Der Söldner Peter Hagendorf hat im Dreißigjährigen Krieg 22 400 Kilometer zurückgelegt - von Norditalien bis an die Ostküste, vom heutigen Polen bis kurz vor Paris.
    Fotoquelle: ZDF/Volker Schmidt
Report, Geschichte
Der Dreißigjährige Krieg

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDFneo
Sa., 03.11.
14:40 - 15:25
Folge 1, Tagebücher des Überlebens


Der Dreißigjährige Krieg ist als Urkatastrophe in die Geschichte eingegangen. In einem Zweiteiler beleuchtet "Terra X" den Krieg aus der Sicht der einfachen Soldaten und Zivilisten. In den letzten Jahren wurden immer mehr Ego-Dokumente aus dem Dreißigjährigen Krieg entdeckt. Einfache Menschen berichten darin von ihrem Leben in Deutschland. Das Besondere an der "Terra X"-Reihe ist, dass der Krieg zum ersten Mal "von unten" gezeigt wird. Der Schuster Hans Heberle sieht bei Ulm einen Kometen - ein Vorzeichen schrecklichen Unheils. Etwa gleichzeitig im Jahr 1618 war der Prager Fenstersturz die Initialzündung zum großen Krieg. Wenig später erlebt Heberle die wohl erste galoppierende Inflation der mitteleuropäischen Geschichte, die "Kipper- und Wipperzeit". Und er erlebt, wie überall Söldner angeworben werden. Unter ihnen ist Peter Hagendorf, ein Söldner, der wie Heberle Tagebuch geführt hat. Seine Erlebnisse werden in beiden Teilen immer wieder erzählt: etwa in Stade, wo er endlose Zeiten mit Warten im Lager verbringt und zeitweise hungern muss. Mit dem Eingreifen des schwedischen Königs Gustav II. Adolf tritt der Krieg in eine neue Phase. In Magdeburg erlebt der zwölfjährige Daniel Friese 1631 die Einnahme der Stadt durch die Kaiserlichen - ein erster, trauriger Höhepunkt der Kriegsgräuel. "Magdeburgisieren" war noch bis ins letzte Jahrhundert ein geläufiger Ausdruck für plündern, brandschatzen und morden ohne Gnade. Ein weiterer Zeitzeuge, der Pater Caspar Wiltheim, ist bemüht, die entfesselte Gewalt der Söldner in Magdeburg zu bremsen. Einer Frau, die bei ihm Schutz vor Vergewaltigung sucht, hilft er erst, nachdem sie sich mit einem "Ave Maria" zum katholischen Glauben bekennt. Der Söldner Peter Hagendorf wird beim Kampf um Magdeburg verwundet. Ein Feldscher entfernt die Kugel aus der Wunde, Hagendorf überlebt den Schuss - ein Anlass, um den Fähigkeiten und Möglichkeiten der Chirurgie im 17. Jahrhundert nachzugehen. In Schwabach bei Nürnberg erlebt die 30-jährige Müllerin Anna Wolf den Angriff der kaiserlichen Streitmacht. Aus Angst vor Vergewaltigung versteckt sie sich auf dem Dachboden ihrer Mühle. Von dort aus beobachtet sie das Wüten der Soldaten bei der Einnahme der Stadt. Und sie rettet sogar den Bürgermeister vor der Todesdrohung der Kaiserlichen. Deren Befehlshaber ist der berühmt-berüchtigte Wallenstein, ein zeitweise äußerst erfolgreicher Kriegsunternehmer, gewissermaßen der Urvater aller Warlords. Doch Wallenstein wird Opfer einer Verschwörung. 1634 ermordet ihn einer seiner Offiziere. Und der schwäbische Schuster Hans Heberle muss mit seiner Familie immer wieder vor der plündernden und mordenden Soldateska fliehen.


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