Der Dreißigjährige Krieg

  • Peter Hagendorfs Tagebuch über seine Zeit als Söldner im Dreißigjährigen Krieg gehört zu den wichtigsten Augenzeugenberichten aus jener Zeit. Vergrößern
    Peter Hagendorfs Tagebuch über seine Zeit als Söldner im Dreißigjährigen Krieg gehört zu den wichtigsten Augenzeugenberichten aus jener Zeit.
    Fotoquelle: ZDF/Ralf Gemmecke
  • Der Schwedenkönig Gustav Adolf wird in der Schlacht von Lützen am 6. November 1632 tödlich getroffen. Dennoch gelingt es dem schwedischen Heer, die kaiserliche Armee aus Sachsen zu verdrängen. Vergrößern
    Der Schwedenkönig Gustav Adolf wird in der Schlacht von Lützen am 6. November 1632 tödlich getroffen. Dennoch gelingt es dem schwedischen Heer, die kaiserliche Armee aus Sachsen zu verdrängen.
    Fotoquelle: ZDF/Volker Schmidt
  • Eine der größten Schlachten des Krieges wird bei Lützen ausgefochten. Dabei stehen sich etwa 40 000 Mann gegenüber, 10 000 lassen ihr Leben auf dem Schlachtfeld. Vergrößern
    Eine der größten Schlachten des Krieges wird bei Lützen ausgefochten. Dabei stehen sich etwa 40 000 Mann gegenüber, 10 000 lassen ihr Leben auf dem Schlachtfeld.
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  • Mit dem Westfälischen Frieden von Münster gilt der Dreißigjährige Krieg offiziell als beendet. Das Vertragswerk vom 24. Oktober 1648 regelt die Grundrechte der europäischen Staaten. Der Friedensvertrag gilt noch heute als Grundlage des modernen Völkerrechts. Vergrößern
    Mit dem Westfälischen Frieden von Münster gilt der Dreißigjährige Krieg offiziell als beendet. Das Vertragswerk vom 24. Oktober 1648 regelt die Grundrechte der europäischen Staaten. Der Friedensvertrag gilt noch heute als Grundlage des modernen Völkerrechts.
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  • Peter Wörner ist Survival-Experte und erklärt im Film, wie Kriegsflüchtlinge im Dreißigjährigen Krieg im Wald überleben konnten. Vergrößern
    Peter Wörner ist Survival-Experte und erklärt im Film, wie Kriegsflüchtlinge im Dreißigjährigen Krieg im Wald überleben konnten.
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  • Nach jeder Schlacht beginnt die Plünderung der Städte und Dörfer. Die Soldaten plündern selbst die Toten, da die Beute oft der einzige Sold ist, den sie erhalten. Vergrößern
    Nach jeder Schlacht beginnt die Plünderung der Städte und Dörfer. Die Soldaten plündern selbst die Toten, da die Beute oft der einzige Sold ist, den sie erhalten.
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  • Der Schuhmacher Hans Heberle (Darsteller unbekannt) mit seiner Familie auf der Flucht durch die dichten Wälder auf der Schwäbischen Alb. In sein Tagebuch schreibt er, dass sie fast verhungert wären. Vergrößern
    Der Schuhmacher Hans Heberle (Darsteller unbekannt) mit seiner Familie auf der Flucht durch die dichten Wälder auf der Schwäbischen Alb. In sein Tagebuch schreibt er, dass sie fast verhungert wären.
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  • Der Schuhmacher Hans Heberle mit seiner Familie auf der Flucht durch die dichten Wälder auf der Schwäbischen Alb. In sein Tagebuch schreibt er, dass sie fast verhungert wären. Vergrößern
    Der Schuhmacher Hans Heberle mit seiner Familie auf der Flucht durch die dichten Wälder auf der Schwäbischen Alb. In sein Tagebuch schreibt er, dass sie fast verhungert wären.
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  • Der Söldner Peter Hagendorf hat im Dreißigjährigen Krieg 22 400 Kilometer zurückgelegt - von Norditalien bis an die Ostküste, vom heutigen Polen bis kurz vor Paris. Vergrößern
    Der Söldner Peter Hagendorf hat im Dreißigjährigen Krieg 22 400 Kilometer zurückgelegt - von Norditalien bis an die Ostküste, vom heutigen Polen bis kurz vor Paris.
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  • Der erste große europäische Krieg wurde überwiegend auf deutschem Boden ausgetragen. Wien und Madrid kämpften gegen die Herrscher aus Schweden, Frankreich, Dänemark und den Niederlanden. Vergrößern
    Der erste große europäische Krieg wurde überwiegend auf deutschem Boden ausgetragen. Wien und Madrid kämpften gegen die Herrscher aus Schweden, Frankreich, Dänemark und den Niederlanden.
    Fotoquelle: ZDF/Volker Schmidt
Report, Geschichte
Der Dreißigjährige Krieg

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDFneo
Sa., 03.11.
15:20 - 16:05
Folge 2, Verwüstung und Versöhnung


Der Dreißigjährige Krieg ist als Urkatastrophe in die Geschichte eingegangen. In einem Zweiteiler beleuchtet "Terra X" den Krieg aus der Sicht der einfachen Soldaten und Zivilisten. Der Dreißigjährige Krieg erfasst das gesamte Heilige Römische Reich deutscher Nation und seine europäischen Nachbarstaaten. Ein Krieg, der den Menschen Verderben und Tod bringt. Am Ende steht der "Westfälische Frieden", das größte Friedenswerk der Neuzeit. Hans Heberle, der schwäbische Schuster, steht mit seiner Familie am Anfang des zweiten Teils. Er flieht in den Wald, und ein Experiment zeigt, ob und wie man im Wald überleben kann. Später wird die Familie hinter die vermeintlich sicheren Mauern der Stadt Ulm fliehen. Dort erlebt sie die schrecklichen Auswirkungen der Pest aus nächster Nähe. Die damaligen "Schutzmaßnahmen" gegen die Seuche reichen von Quarantäne bis zu Hexenverbrennungen. Bei Lützen treffen die Schweden und die Kaiserlichen in einer großen Schlacht aufeinander. Gustav Adolf, der schwedische König, wird dort tödlich getroffen. Anhand eines Massengrabes, das von Archäologen geborgen wurde, wird die Kriegswirklichkeit lebendig. Wissenschaftler können aus den Befunden sogar einzelne Lebensläufe rekonstruieren. In der Schlacht bei Nördlingen werden die Schweden vernichtend geschlagen. Doch durch das Eingreifen Frankreichs wird der Krieg noch verheerende 14 Jahre lang weitergehen. Das Beispiel der Elisabeth Gemmeroth, verheiratete Gneupel, zeigt, was es für eine Soldatenfrau bedeutet, ihren Mann im Tross des Heeres jahrelang zu begleiten. Mit ihm, einem sächsischen Rittmeister, bildet sie eine zeittypische Überlebensgemeinschaft. Bis sie 1636 während der Schlacht von Wittstock an der Dosse auf der Flucht von einer verirrten Kugel getroffen wird. Nur ihr jüngster Sohn bleibt am Leben. Der Söldner Peter Hagendorf entwickelt währenddessen eine einfache, aber wirkungsvolle Überlebenstechnik: Er hält sich immer möglichst nah bei seinen Vorgesetzten auf. Auch er hat im Tross seine Frau bei sich. Als sie krank wird, ist er rührend um sie bemüht und opfert für ihre Versorgung sogar sein Pferd - er, ein rauer Söldner und Haudegen. Seine endlosen Märsche führen ihn auch nach Amöneburg bei Marburg. Dort lebt der Bauer Caspar Preis, der wie Millionen seiner Zeitgenossen von Plünderungen schwer gebeutelt ist. Als ihm sein letztes Pferd im Stall geraubt wird, spannt er sich mit seinem Sohn und seinem Knecht selbst vor die Egge, um ein Feld bestellen zu können. Am Ende stehen die Friedensverhandlungen von Münster und Osnabrück. Daniel Friese, der als Kind die Einnahme von Magdeburg miterleben musste, ist als Mitglied einer kleinen Delegation dabei. 1648 sind die jahrelangen Verhandlungen erfolgreich: Endlich wird Frieden geschlossen. Aber dem Söldner Peter Hagendorf ist nicht zum Feiern zumute. Zu viel Schreckliches hat er erlebt. In dem verwüsteten Land kann er froh sein, mit dem Leben davongekommen zu sein.


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