Der Fall Jesus

  • Unter den Armen und sozial Geächteten fand Jesus begeisterte Anhänger. Vergrößern
    Unter den Armen und sozial Geächteten fand Jesus begeisterte Anhänger.
    Fotoquelle: ZDF/Jan Prillwitz
  • Wanderte Jesus nach seinem Auftritt im Tempel von Jerusalem nach Ägypten oder gar nach Indien? Vergrößern
    Wanderte Jesus nach seinem Auftritt im Tempel von Jerusalem nach Ägypten oder gar nach Indien?
    Fotoquelle: ZDF/Jan Prillwitz
  • Wer war der Mann aus Nazareth, der laut Bibel am Kreuz starb? Vergrößern
    Wer war der Mann aus Nazareth, der laut Bibel am Kreuz starb?
    Fotoquelle: ZDF/Jan Prillwitz
  • Am See Genezareth warb Jesus Fischer an, die ihm als Jünger nachfolgten. Vergrößern
    Am See Genezareth warb Jesus Fischer an, die ihm als Jünger nachfolgten.
    Fotoquelle: ZDF/Jan Prillwitz
Report, Kirche und Religion
Der Fall Jesus

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2005
ZDFneo
So., 20.05.
07:35 - 08:20
Der Galiläer im Visier der Forschung


Die Bibel schreibt, er sei am Kreuz gestorben, um die Menschheit zu erlösen: Jesus von Nazareth. Die Dokumentation geht den Thesen und Legenden über das geheimnisvolle Leben Jesu nach. Begleitet werden Archäologen bei der Grabung im biblischen Tiberias, die den Hinweisen antiker Schriften nach Ägypten sowie ins nordindische Kaschmir und zu den schneebedeckten Bergen von Ladakh folgen. Wir begeben uns auf eine spannende Suche nach den Spuren Jesu. Vermutlich wurde Jesus im Jahr vier vor unserer Zeit geboren. Im Alter von zwölf war der Wunderknabe schon weiser als die Gelehrten im Tempel. Seine Rede an die Hohepriester gleicht einer Abschiedsvorstellung, denn danach verliert sich seine Spur. Erst zwei Jahrzehnte später taucht er als Wanderprediger und Wundertäter am See Genezareth wieder auf und sorgt schnell für Aufsehen in seinem von den Römern besetzten Heimatland. Im April des Jahres 30 wird Jesus wegen Volksverhetzung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt zum Tode verurteilt und ans Kreuz geschlagen. Seine Anhänger legen ihn in ein Grab und verschließen es mit einem schweren Rollstein. Doch nur wenige Tage später steht es leer. In der Bibel heißt es später, Jesus sei auferstanden und in den Himmel aufgefahren, wo er zur Rechten Gottes sitze. Erstaunlich jedoch, dass die offizielle Geschichtsschreibung jener Zeit die herausragende Figur weitgehend ignoriert. Lediglich der jüdische Historienschreiber Flavius Josephus sowie die römischen Historiker Suetonius und Tacitus erwähnen ihn. Die anderen wenigen Quellen entstanden posthum und stammen aus der Feder der Evangelisten, die den klugen Religionsstifter nicht einmal persönlich gekannt haben. Ihnen ging es auch nicht um die Darstellung harter Fakten, sondern um die Verkündung der Heilslehre Jesu. Fast alle Angaben zu seinem kurzen Leben diskutieren Experten kontrovers. Wo verbrachte der junge Jesus die zwanzig Jahre zwischen seiner Rede im Tempel von Jerusalem und seinem ersten öffentlichen Auftritt in Galiläa, ohne dass er irgendein Zeugnis seiner Existenz hinterließ? Bereits in der Antike kamen Spekulationen auf, die den jüdischen Wunderheiler mit Ägypten in Verbindung brachten. Im Land am Nil habe er seine magischen Künste gelernt, heißt es. Eine nicht biblische Schrift aus dem 3. Jahrhundert konzentriert sich auf die Region Kaschmir. Demnach sei er - vermutlich mit einer Handelskarawane - über die Seidenstraße dorthin gewandert, um in Abgeschiedenheit die Lehren buddhistischer Mönche zu studieren, bevor er als spiritueller Meister nach Palästina zurückkehrte. Eine andere These gibt vor, Jesus habe seine Heimat nie verlassen, sondern wie jeder gute Jude eine Familie mit Kindern gegründet, die Gesetze Moses' befolgt und als Zimmermann auf den Großbaustellen der Region gearbeitet. Tausende von Tagelöhnern verdienten damals ihr tägliches Brot als Arbeitnehmer von Herodes Antipas, der zahlreiche prunkvolle Projekte in Auftrag gab. Bis heute erregt die Gemüter auch der Bericht des russischen Forschers Nicholas Notovitch, der im Himalaja einen spektakulären Fund gemacht haben will. Der Schriftsteller, Historiker und Abenteurer kam 1887 von Kaschmir aus über die 4000 Meter hohen Pässe nach Ladakh - damals auch Kleintibet genannt. Im Hemis-Kloster soll ihm der Klostervorsteher aus einem heiligen tibetischen Buch vorgelesen haben. Demzufolge studierte Jesus bei Brahmanen und anderen Gelehrten, bevor er nach Palästina zurückkehrte und dort seine eigene Lehre verkündete. Notovitch verfasste 1894 einen Bericht über seine Erlebnisse, ein Jahr später wurde er ohne Begründung nach Sibirien verbannt. Die buddhistische Schrift, die der umstrittene Wissenschaftler angeblich entdeckte, ist verschollen. Die Geschichte bleibt ein Rätsel, ohne Aussicht auf Entschlüsselung.


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