Der Fluss, der uns trennt
Info, Gesellschaft + Soziales • 24.11.2022 • 10:30 - 12:05
Lesermeinung
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Originaltitel
Der Fluss, der uns trennt
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2019
Info, Gesellschaft + Soziales

Der Fluss, der uns trennt

Das isolierte Volk der Mashco Piro lebt im peruanischen Amazonasgebiet. Nur der Río Madre de Dios trennt das indigene Volk von den Dörfern und Siedlungen am anderen Flussufer. Bis vor etwa zehn Jahren waren die Mashco Piro nur von Aufnahmen bekannt, die bei Überflügen über Perus Nationalpark Manú gemacht wurden - einem der artenreichsten Regenwaldgebiete der Erde. Dann begannen sie sich zu zeigen. Sie überfielen Siedlungen auf der Suche nach Macheten, Töpfen und Kochbananen, während Missionare und indigene Pioniere, die in den Mashco Piro ein Brudervolk sehen, ebenfalls versuchten, Kontakt aufzunehmen. Perus Regierung entschied sich für ein einzigartiges Projekt zum Schutz eines der letzten unkontaktierten Völker der Erde. Ein Team aus Anthropologen und Indigenen soll herausfinden, ob die Mashco Piro tatsächlich Kontakt wollen, und sie gleichzeitig informieren, dass die Welt auf der anderen Seite des Flusses anderen Regeln folgt. Als die Mashco Piro einen alten Mann ermorden, der unerlaubterweise in ihr Schutzgebiet eingedrungen war, prallen die beiden Welten aufeinander, die der Fluss trennt: die isolierte Welt der Mashco Piro und jene Welt in den Dörfern und Siedlungen, die zwar mitunter Strom oder Internet haben, aber wirtschaftlich abgehängt sind. Während sich manche nach der vermeintlichen Ursprünglichkeit der Mashco Piro sehnen, bereichern sich andere am Drogenschmuggel, der illegalen Holzfällerei oder Goldgräberei. Einfühlsam und allen Beteiligten eine Stimme gebend, dokumentiert der Dokumentarfilmer Carl Gierstorfer die Widersprüchlichkeit, der sich die indigenen Völker des Amazonas tagtäglich stellen müssen. Die Frage nach der Zukunft der letzten isolierten Völker wird somit zur Frage, wie wir unsere eigene Zukunft gestalten wollen.

top stars
Das beste aus dem magazin
Annekathrin Schrödl ist Apothekerin bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD), Berlin.
Gesundheit

So wichtig ist der Beipackzettel

Mit ein paar Tipps ist es gar nicht schwer, die hilfreichen Informationen für eine sichere Anwendung zu finden und sich beispielsweise nicht von den vielen Angaben zu Nebenwirkungen verunsichern zu lassen.
Janina Fautz in "Auris".
HALLO!

Janina Fautz: "Ausgedachte Fälle sind mir lieber"

Ab dem 13. Dezember sind bei RTL+ die Krimis "Auris" und "Auris – Die Frequenz des Todes" zu sehen. Janina Fautz spielt darin eine True-Crime-Podcasterin.
Weihnachtsdorf des Hauses Käthe Wohlfahrt
Nächste Ausfahrt

Weihnachtsdorf in Rothenburg ob der Tauber

Wer noch nicht so richtig in Weihnachtsstimmung ist, sollte über einen Besuch in Rothenburg ob der Tauber nachdenken. Denn hier könnte sich das ganz schnell ändern. Der Grund: Am Marktplatz befindet sich das Weihnachtsdorf des Hauses Käthe Wohlfahrt.
Dr. med. Lutz Lindner, DEAA, ist Facharzt für Anästhesie an der Cambomed Klinik, Kempten.
Gesundheit

Keine Angst vor der Narkose

Die Anästhesie hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Zum einen sind sehr gut verträgliche und kreislaufschonende Medikamente entwickelt worden.
Stefanie Stappenbeck und Wanja Mues spielen die Hauptrollen in der neuen NDR Serie "Retoure".
HALLO!

"Es ist schwieriger, Leute zum Lachen als zum Mitfühlen zu bewegen"

Ein Turbokapitalist aus dem Westen plant ein verschlafenes Retouren-Center in Mecklenburg-Vorpommern zu einem Global Player umzubauen. Er hat dabei nicht mit der taffen Chefin und ihrer Brigade gerechnet. In der neuen Serie "Retoure" spielt Stefanie Stappenbeck die Hauptrolle. Wir haben mit ihr gesprochen.
Prof. Dr. med. Boris Hadaschik ist Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Essen.
Gesundheit

Prostatakrebs: Nicht immer ist eine OP nötig

"Müssen Sie mir jetzt die Prostata rausnehmen?", fragte mich ein 60-Jähriger, bei dem Prostatakrebs neu diagnostiziert wurde. "Da der Tumor bei Ihnen lokal begrenzt ist und ein niedriges Risikoprofil aufweist, kann auf eine solche radikale Therapie verzichtet werden", erklärte ich dem Patienten.