Nach dem Untergang des zaristischen Russlands und des Deutschen Kaiserreichs kam es 1918 zur Gründung von Litauen, Lettland und Estland. Die Dokumentation erkundet, wie von der europäischen Romantik beeinflusste baltische Musiker, Dichter und Maler im späten 19. Jahrhundert - am Vorabend der Unabhängigkeit - zu den Wurzeln ihrer Völker vordrangen und jene Gründungsmythen schufen, die zum Erwachen des Nationalbewusstseins beitrugen. Anhand einer Auswahl von Werken beleuchten hochrangige Politiker, Kunsthistoriker und Geschichtswissenschaftler dieses wenig bekannte Kapitel der europäischen Geschichte und geben Antworten auf die spannende Frage, wie ein Volk entsteht und welche Rolle die Kunst für die Herausbildung der Identität einer Nation spielt.