Der Hund begraben

  • Freund oder Feind? Mike (Georg Friedrich, links) ist ein ungeladener Gast. Hans (Justus von Dohnányi) kocht - sicherlich auch vor Wut. Vergrößern
    Freund oder Feind? Mike (Georg Friedrich, links) ist ein ungeladener Gast. Hans (Justus von Dohnányi) kocht - sicherlich auch vor Wut.
    Fotoquelle: ARTE / Glory Film / Hendrik Heiden
  • Stiller Beobachter: Hans (Justus von Dohnányi) ist mit der Gesamtsituation unzufrieden. Vergrößern
    Stiller Beobachter: Hans (Justus von Dohnányi) ist mit der Gesamtsituation unzufrieden.
    Fotoquelle: ARTE / Glory Film / Hendrik Heiden
  • Yvonne (Juliane Köhler) in einer nicht ganz alltäglichen Situation: Was hofft sie auf dem Waldboden zu hören? Vergrößern
    Yvonne (Juliane Köhler) in einer nicht ganz alltäglichen Situation: Was hofft sie auf dem Waldboden zu hören?
    Fotoquelle: ARTE / Glory Film / Hendrik Heiden
  • Mann statt Hund. Die Mama (Juliane Köhler) verwöhnt den Streuner und vergisst darüber ihren Mann. Vergrößern
    Mann statt Hund. Die Mama (Juliane Köhler) verwöhnt den Streuner und vergisst darüber ihren Mann.
    Fotoquelle: ARTE / Glory Film / Hendrik Heiden
  • Streuner Curt hat sich sofort ins Herz der Mama (Juliane Köhler, links) gebellt. Als der Hund verschwindet, macht sich Yvonne sofort auf die Suche nach ihm - allerdings mit tatkräftiger Unterstützung. Vergrößern
    Streuner Curt hat sich sofort ins Herz der Mama (Juliane Köhler, links) gebellt. Als der Hund verschwindet, macht sich Yvonne sofort auf die Suche nach ihm - allerdings mit tatkräftiger Unterstützung.
    Fotoquelle: ARTE / Glory Film / Hendrik Heiden
Spielfilm, Komödie
Der Hund oder ich
Von Claudia Nitsche

Infos
Produktion: Glory Film Produktion, BR, ARTE, Roxy Film, Schubert International
Originaltitel
Der Hund begraben
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2016
Altersfreigabe
12+
Kinostart
Do., 23. März 2017
arte
Fr., 18.05.
20:15 - 21:35


Ein Mann in der Midlife-Crisis: Viele vergnügliche Verwicklungen bringen Justus von Dohnányi zum stillen Verzweifeln und den Zuschauer anhaltend zum Lachen.

Dem blassen Hans (Justus von Dohnányi) ging es schon länger schlecht, schon vor seiner Kündigung. Doch der Arzt hat ihm nur ins Gesicht gelacht, alles in Ordnung. Familienvater Hans bleibt dabei: Es stimmt was nicht! Er macht sich auf die Suche, doch weit kommt er nicht – immer geht es um andere. Als kurz nach seiner Entlassung ein streunender Köter auf der Terrasse sitzt und um Einlass bittet, fällt der Startschuss für ein bizarres Abenteuer. In der schwarzen Komödie "Der Hund begraben" (2016), die ARTE nun als Free-TV-Premiere zeigt, verfilmt Regisseur Sebastian Stern sein eigenes, großartiges Drehbuch.

Hans, der zuverlässige, unauffällige Mann hinter dem Schreibtisch, wird ohne Vorwarnung von einem Finnen ersetzt. Was heißt: sofortige Freistellung, raus aus dem Berufsleben. Und nun? Was tun gegen die Leere? Das Schlimmste ist, dass dieser traurige Tropf zu Hause noch nicht einmal dazu kommt, seine Geschichte überhaupt zu erzählen. Denn eigentlich beachten ihn weder seine langjährige Ehefrau Yvonne (Juliane Köhler) noch die Tochter (Irina Sulaver), die mitten im Abenteuer Pubertät steckt. "Der Hund begraben" erzählt die Geschichte eines Mannes, der drinnen wie draußen überflüssig wird. Der Film mit seinem unaufhaltsam rabenschwarzen Humor ist es nicht.

Als nach der Entlassung der dahergelaufene Hund sofort die Herzen von Frau und Tochter erobert und zum Mittelpunkt der Familie wird, schwillt Hans langsam der Kamm. Er braucht mal wieder was, das perlt. Zum Beispiel eine junge Autoverkäuferin, die ihm mit einem Glas Crémant davon überzeugt, wie gut dieses hochpreisige Cabrio zu ihm passt. Man gönnt sich ja sonst nichts, denkt der Mann und kauft sich heimlich den Schlitten, der ihm – Überraschung – wenig Glück bringt. Dann tritt auch noch ein zwielichtiger Kerl in Hans' Leben, Mike (Georg Friedrich), der zur Verschärfung der innerfamiliären Konflikte beiträgt ...

Sebastian Stern schickt seinen verzweifelten Protagonisten auf eine Reise, die einfach so verlaufen muss, wie sie eben verläuft. Die Situationen sind brillant gewählt, und über allem schwebt nur der Wunsch, dass mal jemand zuhört. Niemand verkommt hier zum Statisten, und doch wird der Familienvater immer unsichtbarer.

Die erstaunlichen Wendungen sorgen für beste Unterhaltung, werden aber noch vom Finale getoppt, das in Erinnerung bleibt. Wer etwas über Film lernen möchte, sehen will, was der im besten Fall schafft, sollte Sterns Werk sehen. Ganz ehrlich, da wird der Hund in der Pfanne verrückt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Eine Filmkritik sowie weitere Infos zu "Der Hund begraben" finden Sie hier.


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Der Trailer zu "Der Hund begraben"

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