Aller Anfang ist schwer, denkt sich die englische Witwe Anna , als sie mit ihrem kleinen Sohn 1862 im chaotischen Hafen von Bangkok ankommt. Anna wurde vom König von Siam als Englischlehrerin für seine zahlreichen Kinder engagiert. Doch statt König Mongkut empfängt sie der unsympathische Premierminister. Zudem soll die junge Britin im Königspalast und nicht in einer Privatwohnung unterkommen. Auch Annas Lehrtätigkeit gestaltet sich problematisch. Immer wieder sieht sich die energische Frau mit den strengen Ritualen und Bräuchen am königlichen Hof konfrontiert. Annas Forderungen an den asiatischen Machthaber nach mehr Toleranz und Offenheit bleiben ergebnislos. Als Gesandte des englischen Hofes dem König von Siam einen Besuch abstatten wollen, steckt der dickköpfige Herrscher in der Zwickmühle. Die Engländer betrachten Siam als ein Reich regiert von Barbaren, und gegen diese Vorurteile will König Mongkut unbedingt ankämpfen. Dazu braucht er aber die Hilfe Annas, denn nur sie kann seiner Gefolgschaft auf die Schnelle europäische Sitten beibringen. Bereits viermal wurden die auf wahren Begebenheiten basierenden tragikomischen Erlebnisse der britischen Lehrerin Anna Leonowens am Hof des Königs von Siam für die Leinwand verfilmt: Als rührselige Hollywood-Romanze, als witziger Zeichentrickfilm und schließlich als exotischer Kostümfilm mit politischem Unterton ("Anna und der König", mit Jodie Foster). Der US-Regisseur Walter Lang wählte für seine Version von "Der König und ich" die Form des Film-Musicals, und erhielt dafür insgesamt vier Oscars. Einen davon bekam Yul Brynner für seine Schauspieler-Leistung als sturer König Mongkut. Deborah Kerr stellt die unternehmungslustige Anna dar. (OT: The King and I)