Er kümmert sich um die verrückten Ideen und Materialien der Künstler: der New Yorker Star-Restaurator Christian Scheidemann. Der Film begleitet den "Kunstflüsterer" bei der Arbeit. Wer sich um die Haltbarkeit seiner Skulptur aus Eierschalen und seines Gemäldes aus Elefantendung oder Kaugummi sorgt, landet automatisch in seinem Studio. Hier stehen Kunstwerke der namhaftesten Künstler Schlange und warten auf ihre Behandlung. Heute sind es Arbeiten von Andy Warhol und Joseph Beuys, morgen von Paul McCarthy und Robert Gober. Wie ein geschickter, einfühlsamer Arzt behandelt Scheidemann sie bei Unfällen - er begleitet sie ihr Leben lang, von der Schöpfung bis zum Totalschaden - und ist so zentrale Anlaufstelle für Künstler, Sammler und Museen. Der Film führt in die faszinierende Materialwelt der zeitgenössischen Kunst, in der mit seltenen Schmetterlingen, verwesender Schokolade oder spektakulären Betonkonstruktionen gearbeitet wird. Der Zuschauer erlebt, wie Scheidemann Wüstenstaub auf einer Skulptur des amerikanischen Post-Pop-Künstlers Paul McCarthy unter dessen Augen in seinem Studio in Los Angeles konserviert. Scheidemanns Expertenblick erforscht die aufregende Materialsprache eines jungen aufstrebenden Künstlers in Brooklyn, berät die Performance-Künstlerin Carolee Schneemann, die gerade den Goldenen Löwen der Biennale in Venedig erhalten hat, oder besichtigt das einzigartige Schaulager in Basel, das für den Film seine Ausstellungsräume mit Kunst von Matthew Barney, Katharina Fritsch und Robert Gober öffnet. Der Film lässt an den sensiblen Momente im Leben eines Kunstwerks teilhaben: beim Transport, in der Galerie, in einer privaten Sammlung, bei der Vorbereitung zu einer Ausstellung, aber auch, wenn ein Bild nach einem Schaden für unrettbar verloren erklärt wird.