England, im frühen elften Jahrhundert: Der junge Halbwaise Rob Cole muss hilflos mit ansehen, wie seine Mutter an einer unheilbaren Krankheit stirbt. Das Erlebnis prägt ihn nachhaltig: Rob schließt sich einem fahrenden Bader an, der ihn in das medizinische Halbwissen des europäischen Mittelalters einweiht. Da der Wanderheiler allmählich sein Augenlicht verliert, übernimmt sein Lehrling bald die Behandlungen. Von einem jüdischen Medicus, der dem fast Erblindeten durch einen kunstvollen Eingriff das Augenlicht wiedergibt, erfährt Rob, dass es über sein bescheidenes Wissen hinaus im Morgenland eine sehr viel weiter entwickelte Heilkunst geben soll. Er macht sich auf den Weg in die persische Stadt Isfahan, wo der sagenumwobene Ibn Sina Medizin lehrt. Dank seiner Fähigkeiten avanciert Rob bald zum Meisterschüler des Universalgelehrten. Als der Schwarze Tod die Stadt Isfahan heimsucht, findet Rob heraus, dass Flöhe und Ratten den Erreger verbreiten. Dank dieser Entdeckung wird die Epidemie eingedämmt. Ein großer Erfolg, doch der junge Mediziner ist nicht zufrieden: Er will das Geheimnis jener Krankheit lüften, an der auch seine Mutter starb. Trotz ausdrücklichen Verbots seines Lehrmeisters obduziert Rob heimlich eine Leiche und beginnt zu verstehen, dass die berüchtigte "Seitenkrankheit" eine Entzündung des Blinddarms ist. Mit diesem Wissen gelingt es ihm, dem Schah das Leben zu retten. Doch er wird an fanatische Eiferer verraten, in deren Augen Ibn Sina und seine Schüler sich gegen Gott versündigen.