Der Mordanschlag

  • Spannender, wenngleich ziemlich spekulativer ZDF-Zweiteiler "Der Mordanschlag": Die der RAF nahestehende Sandra Wellmann (Petra Schmidt-Schaller) wird Vertraute von Treuhandchef Dahlmann (Ulrich Tukur). Vergrößern
    Spannender, wenngleich ziemlich spekulativer ZDF-Zweiteiler "Der Mordanschlag": Die der RAF nahestehende Sandra Wellmann (Petra Schmidt-Schaller) wird Vertraute von Treuhandchef Dahlmann (Ulrich Tukur).
    Fotoquelle: ZDF / Gordon Muehle
  • RAF-Terroristen, wie sie im (Dreh-)Buche stehen: Bettina Polheim (Jenny Schily) und Klaus Gelfert (Christoph Bach). Vergrößern
    RAF-Terroristen, wie sie im (Dreh-)Buche stehen: Bettina Polheim (Jenny Schily) und Klaus Gelfert (Christoph Bach).
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  • Sind den Terroristen auf der Spur: die Beamten Andreas Kawert (Maximilian Brückner) und Marion Burckhardt (Stefanie Stappenbeck). Vergrößern
    Sind den Terroristen auf der Spur: die Beamten Andreas Kawert (Maximilian Brückner) und Marion Burckhardt (Stefanie Stappenbeck).
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  • Auf eine Zigarette mit dem Chef: Sandra (Petra Schmidt-Schaller) bekommt den Job bei Treuhand-Boss Dahlmann (Ulrich Tukur). Vergrößern
    Auf eine Zigarette mit dem Chef: Sandra (Petra Schmidt-Schaller) bekommt den Job bei Treuhand-Boss Dahlmann (Ulrich Tukur).
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  • Sandra Wellmann (Petra Schmidt-Schaller) wird als neue Mitarbeiterin einer "gefährdeten Person" von Andreas Kawert (Maximilian Brückner) auf Herz und Nieren geprüft. Vergrößern
    Sandra Wellmann (Petra Schmidt-Schaller) wird als neue Mitarbeiterin einer "gefährdeten Person" von Andreas Kawert (Maximilian Brückner) auf Herz und Nieren geprüft.
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  • Der Beamte Kawert (Maximilian Brückner, links) findet die Leiche seines V-Mannes (Julian Weigend) - mit dem RAF-Zeichen auf der Brust. Vergrößern
    Der Beamte Kawert (Maximilian Brückner, links) findet die Leiche seines V-Mannes (Julian Weigend) - mit dem RAF-Zeichen auf der Brust.
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  • Die Ermittler Andreas Kawert (Maximilian Brückner) und seine Noch-Ehefrau Iris (Bernadette Heerwagen) am Tatort des Anschlages auf den "Bankvorsitzenden" Albert Wegner. Hier wurde der Mord an Deutsche Bank-Chef Herrhausen von 1989 fiktional "nachgebaut". Vergrößern
    Die Ermittler Andreas Kawert (Maximilian Brückner) und seine Noch-Ehefrau Iris (Bernadette Heerwagen) am Tatort des Anschlages auf den "Bankvorsitzenden" Albert Wegner. Hier wurde der Mord an Deutsche Bank-Chef Herrhausen von 1989 fiktional "nachgebaut".
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  • Andreas Krawert (Maximilian Brückner) ermittelt am Tatort des Anschlags auf Bankier Albert Wegner. Vergrößern
    Andreas Krawert (Maximilian Brückner) ermittelt am Tatort des Anschlags auf Bankier Albert Wegner.
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Spielfilm, Politthriller
Kühne Annäherung an den Fall Rohwedder
Von Eric Leimann

Infos
Audiodeskription
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDF
Mo., 05.11.
20:15 - 21:45
Folge 1


Der spannende Zweiteiler erzählt die Ermordung des Treuhand-Chefs Detlev Rohwedders 1991 durch die RAF nach. Dies allerdings in einer tollkühnen Mischung aus Fakten und Spekulationen.

Anfang der 90er-Jahre ist Hans-Georg Dahlmann (Ulrich Tukur) einer der meistgehassten Menschen Deutschlands. Als Chef der Treuhandanstalt veräußert er ehemalige DDR-Betriebe und kann es dabei niemandem recht machen: Vor allem im Osten fühlt man sich verscherbelt und abgewickelt. Als sich die junge, alleinerziehende Mutter Sandra Wellmann (Petra Schmidt-Schaller) für den Job als Dahlmanns Assistentin bewirbt, entsteht schnell ein Vertrauensverhältnis zwischen den beiden. Doch Wellmann sympathisiert mit der RAF. Für die Terroristen Bettina Polheim (Jenny Schily) und Klaus Gelfert (Christoph Bach) soll sie Dahlmann ausspionieren, um einen Mordanschlag auf ihn vorzubereiten. "Der Mordanschlag" erzählt in zwei Teilen (Teil zwei am Mittwoch, 7.11., 20.15 Uhr) das tödliche Attentat auf Detlev Karsten Rohwedder vom 1. April 1991 nach. Dies allerdings in einer tollkühnen Mischung aus Fakten und Spekulationen.

Die Ermordung des – echten – ehemaligen Treuhandchefs Rohwedder, der durch das einzige nicht kugelsichere Fenster seines Hauses in Düsseldorf von einem Scharfschützen getötet wurde, gehört zu den mythischen Kriminalgeschichten Deutschlands. Offiziell – und in den Augen einer Mehrheit von Experten – wurde Rohwedder von Terroristen der dritten RAF-Generation ermordet. 2001 konnte dank neuer DNA-Analysen ein Haar des 1993 auf einem Bahnhof in Bad Kleinen zu Tode gekommenen Wolfgang Grams auf einem Handtuch nachgewiesen werden, das am Rohwedder-Tatort zurückgelassen wurde.

Tatsächlich hat sich die RAF zu der Tat bekannt. Es existieren aber auch Theorien, dass die Stasi Rohwedder ermorden ließ. Eben jene These befeuert das Drehbuch André Georgis ("Unter anderen Umständen") ziemlich kräftig.

Einerseits zeichnet der Krimi-erfahrene Autor ziemlich originalgetreu Fakten des echten Treuhandchef-Mordes fiktional nach. In einem Nebenstrang baut er den tödlichen Sprengstoffanschlag auf Deutsche Bank-Chef Alfred Herrhausen vom November 1989 in seinen Stoff ein. Andererseits ist das fiktionale Favorisieren der Stasi-These oder die Hatz der Staatsschützer (gespielt von unter anderem Maximilian Brückner, Stefanie Stappenbeck, Bernadette Heerwagen) auf die Terroristen ziemlich frei erfunden – was einen gefährlichen Genremix aus erdachtem Thriller-TV und Geschichtsfernsehen ergibt.

Dass der Event-erfahrene Regisseur Miguel Alexandre ("Die Frau vom Checkpoint Charlie") den vor Stars strotzenden Zweiteiler tatsächlich spannend und authentisch wirkend inszenierte, macht das Problem nicht besser. Absolutes Pflichtprogramm sollte daher der an Teil zwei anschließende Dokumentarfilm "Der Mordanschlag – Die Dokumentation" (Mittwoch, 7.11., 21.45 Uhr) sein, der die Fakten des echten Rohwedder-Mordes noch einmal sortiert.


Quelle: teleschau – der Mediendienst


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