Der Schneider der Präsidenten

Report, Porträt
Der Schneider der Präsidenten

MDR
Do., 08.11.
23:05 - 23:35
Die lange Reise des Maxmilian Grünfeld


Max Grünfelds idyllische Kindheit endet abrupt im April 1944. Während des Pessach-Festes wird er mit seiner Familie von deutschen Soldaten im slowakischen Dorf Pavlovo abgeholt und ins Ghetto von Mukatschevo gebracht. Von hier werden die Grünfelds direkt nach Auschwitz deportiert. Fast alle werden dort in den Gaskammern ermordet - nur Max und sein Vater kommen in Arbeitskommandos. Im Januar 1945 muss Max auf den Todesmarsch nach Buchenwald. Auch dieses Konzentrationslager überlebt er. Nach dem Krieg irrt er noch zwei Jahre durch Osteuropa - auf der Suche nach seinem Vater. In einem Budapester Flüchtlingslager erfährt er, dass sein Vater, eine Woche vor der Befreiung, in Thüringen erschossen wurde. Im Wissen, dass er der letzte Überlebende seiner Familie ist, beschließt er, in die USA auszuwandern. Als 19-Jähriger kommt er nach New York. Aus Maximilian Grünfeld wird Martin Greenfield. Er beginnt als Laufbursche in einer Schneiderei in Brooklyn und arbeitet sich dort zu einem der begehrtesten Herrenmaßschneider der USA hoch. Als "Doktor der Anzüge" kleidet er fortan die politische und kulturelle Elite Amerikas in feines Tuch - von Eisenhower bis Obama, von Paul Newman bis Leonardo DiCaprio. Inzwischen haben seine Söhne Jay und Tod die Geschäftsführung der "factory" übernommen. Martin Greenfield ist auch mit 90 Jahren noch täglich vor Ort. Seine prägenden Lebenserinnerungen hat er aufgeschrieben, weil "die jungen Leute davon erfahren müssen".


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