Eigentlich ist Staatsanwältin Agata Szacka auf Wirtschaftsrecht spezialisiert. Jetzt soll sie herausfinden, ob Henryk Telak seinem Leben selbst ein Ende setzte oder ob ihn jemand aus dem Teilnehmerkreis seiner Gruppentherapie in die ewigen Jagdgründe geschickt hat. Ausgerechnet Kommissar Smolar, der Ex-Freund der Staatsanwältin aus Studienzeiten, wurde ebenfalls mit dem Fall betraut. Sowohl die labile psychische Verfassung des Opfers vor seinem Ableben als auch von ihm gefundene Tonbandaufnahmen sprächen für Selbstmord - der Bratspieß in seinen Augen kann jedoch nur von einem Dritten stammen. Für einen Mord kommen genau vier Personen als Täter in Frage: die Teilnehmer, die am Abend des Mordes bei der Familienaufstellung nach Hellinger anwesend waren, und der Psychotherapeut Dr. Rudzki. Dann entdeckt die Staatsanwältin, dass sich auf einem Lottoschein des Opfers ein Datum von 1987 wiederfindet, von dem Tag gegen Ende der kommunistischen Ära, als ein Student in der Wohnung seiner Eltern ermordet aufgefunden wurde. Dies führt Szacka auf eine heiße Spur. Denn Henryk Telak war damals als Inoffizieller Mitarbeiter des polnischen Geheimdienstes für den Mord verantwortlich. Von dem Punkt an beginnen Smolars und Szackas Nachforschungen, für einige ehemalige kommunistische Führungspersonen unangenehm zu werden. Die Situation spitzt sich zu: Szackas kleine Tochter wird bedroht und sie selbst fast von einem Auto überfahren. Wird die Staatsanwältin ihre Ermittlungen aufgrund des massiven Drucks einstellen müssen?