Der Waggonbau Ammendorf - Das stählerne Herz von Halle
Info, Technik • 21.11.2020 • 11:45 - 12:15
Lesermeinung
Leistungscheck bei Sportarzt Dr. Herrmann (Zahna)
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Marion Schneider (Toskanaworld Bad Sulza) relaxt mit Liquid Bodywork.
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Florian Schumacher, Gründer der Quantified Self-Bewegung, vermisst seinen Tag.
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Originaltitel
Der Waggonbau Ammendorf - Das stählerne Herz von Halle
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2018
Info, Technik

Der Waggonbau Ammendorf - Das stählerne Herz von Halle

Er ist der älteste noch produzierende Waggonbaubetrieb Deutschlands - der Waggonbau Ammendorf. Bereits 1823 als Gottfried-Lindner-AG gegründet stellte das Unternehmen zunächst Kutschen her, später PKW-Karossen. Seine Blütezeit erlangte das Werk aber nach dem zweiten Weltkrieg, als man in Ammendorf vor allem Weitstrecken-Personenwagen für die Sowjetischen Eisenbahnen produzierte. Der Großkunde aus "Freundesland" machte das hallesche Waggonbauwerk zu einem der größten DDR-Export-Betriebe und zeitweise sogar zum größten Schienenfahrzeughersteller der Welt! Jahr für Jahr verließen mehr als 700 Waggons die Werkhallen; in den frühen 90er Jahren sogar bis zu 1.000 pro Jahr - einsamer Rekord! Millionen von Menschen waren zwischen Brest und Wladiwostok damit unterwegs - und sind es zum Teil bis heute. Denn die Ammendorfer Waggons laufen und laufen und laufen. Mit bis zu 4.000 Mitarbeitern war der VEB Waggonbau Ammendorf einer der größten Arbeitgeber der Region. Ein Traditionsbetrieb, auf den man stolz war in der Stadt und in der ganzen DDR, ein Betrieb mit eigenen Werkswohnungen, Betriebskindergärten, Sportvereinen, einem großen Klubhaus. "Wer Waggonbauer war, gehörte zum Arbeiter-Adel", sagt Sven Frotscher, ein hallescher Historiker, der seit Jahren die Geschichte des Standortes in einer Werkschronik aufarbeitet. Söhne folgten ihren Vätern in den Betrieb - und nicht selten gingen auch die Enkel später denselben Weg. Mit der Wende kam der erste große Bruch in der jüngeren Werksgeschichte: Der Waggonbau wurde privatisiert, das Russland-Geschäft lief aus. Viele Arbeitsplätze gingen verloren, doch das Werk produzierte weiter, als eines der modernsten in Europa. Nun baute man Züge für die Deutsche Bahn, für die S-Bahn Berlin und die Metro in Helsinki. 2005 kam dann - fast - das endgültige Aus für den Traditionsbetrieb. Zumindest war es so geplant. Denn 32 Waggonbauer wagten den Neuanfang in den alten Hallen - und sind bis heute erfolgreich im Geschäft. Wie sie das geschafft haben und was die lange hallesche Waggonbautradition damit zu tun hat, das zeigt die Reportage "Der Waggonbau Ammendorf - das stählerne Herz von Halle". Für die Reihe "Der Osten - Entdecke wo du lebst" erzählen Waggonbauer ihre Geschichte(n), greift der MDR ins Fernseharchiv und blickt sowohl auf die Blütezeit der legendären Produktion für die Sowjetischen Eisenbahnen als auch auf die Umbrüche der Wendezeit und die Dramatik der Arbeitskämpfe vor gut einem Jahrzehnt.
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