Der gelernte Maschinist Thierry Taugourdeau wird mit über 50 Jahren arbeitslos. Die Suche nach einer neuen Anstellung gestaltet sich schwierig. Vom Arbeitsamt erhält er die Auflage eine Umschulung zu besuchen. Doch auch die Zusatzausbildung hilft ihm nicht weiter, wie er nach zahllosen Bewerbungsgesprächen, die er teilweise über Skype führt, frustriert feststellen muss. Thierry erkennt, dass Arbeitslosigkeit vor allem eines bedeutet: ständig von professionellen Beratern belehrt zu werden und als Bittsteller auftreten zu müssen. Zudem findet er sich ständig in Situationen wieder, in denen er freundlich und interessiert wirken muss, während seine Gegenüber stottern und ungeordnet reden dürfen. Von der Bank einen Kredit erhalten: Unmöglich! Stattdessen empfiehlt man ihm seine Eigentumswohnung zu verkaufen und dann eine Sterbeversicherung abzuschliessen, damit wenigstens seine Frau und der behinderte Sohn abgesichert sind. Trotz all der Tiefschläge versucht Thierry dennoch seine Würde zu bewahren. Irgendwann findet er dann doch wieder eine Anstellung. Diesmal als schlecht bezahlter Kaufhausdetektiv in einem grossen Supermarkt. Immer wieder erwischt Thierry Kunden und Angestellte beim Ladendiebstahl. Die Vernehmung empfindet er als enorm entwürdigend und schliesslich muss er resigniert feststellen, dass er nun selbst Teil des Überwachungsapparates geworden ist; Teil jenes Bevormundungssystem, das ihn zuvor selbst endlos erniedrigt hatte.