Es wird sich wieder beharkt in den Schrebergärten: die Suche nach dem schönsten Kleingarten des Nordens geht in die dritte Runde. Vier Laubenpieper aus vier norddeutschen Bundesländern treten gegeneinander an. Für den Wettbewerb öffnen sie die Pforte ihres Idylls für die Konkurrenz, die es dann ganz nach gärtnerischem Gusto bewerten wird. Und blumige Höflichkeiten werden auch diesmal nicht vergeben. In dieser Folge tritt Daniel Reich für Mecklenburg-Vorpommern an. Sein Garten ist, wie er selbst sagt, ein Garten der Vielfalt. Er wird ökologisch bewirtschaftet und ist ein Refugium für Insekten und Vögel. Seine Parzelle liegt mitten in der Natur am Fuße des Tollensesees und ist dabei nur zwei Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Daniel Reich lebt und liebt das "Urban gardening". Er versucht sich in Permakultur und legt Wert auf eine Kreislaufwirtschaft. Die alte Laube hat er kernsaniert und ausschließlich mit ökologisch nachhaltigen Baustoffen erneuert, unter anderem Holz und Hanf aus der Region, keine giftigen Kleb- und -Baustoffe verwendet. Das Besondere an seinem Kleingartenverein ist, dass die einzelnen Gärten und Parzellen nicht durch Zäune oder Hecken voneinander abgegrenzt, sondern komplett offen gestaltet sind. Die gesamte Anlage ist lediglich außen von einer Vogelhecke umgeben. In diesem offenen Miteinander mit seinen Gartennachbarn fühlt sich Daniel Reich sehr wohl. Er sieht in der Zusammensetzung der Mitglieder des Vereins einen Spiegel der Gesellschaft: junge und alte Menschen, Familien, Singles, Kranke und Frührentner gehen hier, wie er selbst auch, ihrer Leidenschaft nach.