Verfolgt man die Baugeschichte und das historische Umfeld des Wiener Stephansdoms, dann zeigt sich, dass dieser Dom in vielerlei Hinsicht anders ist als andere Kathedralen in Europa. Erst 1136 wurde das Bauwerk urkundlich erwähnt, also viel später als vergleichbare Dome. Es war die Zeit der Kreuzzüge, Wien war damals ein Fischerdorf an der Donau, und genau dort wurde eine für die damalige Zeit mächtige Kirche gebaut. Warum eigentlich? Ausgehend von dieser Gründungszeit beleuchtet Regisseur und Kameramann Ronald Vaughan den Stephansdom. Erstmals wird die bewegte Geschichte mit vielen Bauphasen in einem Film aufgerollt - mit atemberaubenden Kranperspektiven aus 100 Metern Höhe, Originalplänen, animierten Laserscans, alten "Wochenschau"-Bildern, kurzen Spielszenen und ergreifenden Lichtstimmungen im Dom. Der steinerne Zeuge selbst bleibt stumm, ist aber dennoch beredt: Der Geschichtenerzähler mit der Stimme von Peter Simonischek denkt sich in die Geschichten des Wiener Wahrzeichens hinein und vermittelt seine Bedeutung in der Kaiserstadt und Donaumetropole für das Land und für die Kirche.