Es waren einmal drei weise Könige, die einem Stern nach Bethlehem folgten, um ein neugeborenes Kind zu ehren. Aber da war noch ein weiterer König, Mazzel, der vierte König. Er lebte in einem winzigen Königreich ganz allein mit seinem treuen Kamel Chamberlin. Es ist Chamberlin, der uns seine Geschichte erzählt. Die Beiden entdecken den Stern am Himmel und machen sich ebenfalls auf den Weg. Aber sie verpassen es, sich den drei Königen anzuschließen und eilen ihnen verzweifelt nach durch die endlose Wüste, die wilden Berge und das öde Flachland. Immer wenn sie das Gefühl haben, die anderen eingeholt zu haben, begegnen sie hilfsbedürftigen Menschen und werden von neuem aufgehalten. Hin- und her gerissen zwischen Pflicht und Gewissen, verschenkt Mazzel alles was er hat, seinen Reichtum, seine Geschenke und seine Zeit. Ihre Reise wird immer länger. Sie retten ein junges Mädchen, das in einem furchtbaren Sandsturm verloren ging; sie geleiten eine verwirrte Karawane, die seit Menschengedenken im Kreis umherirrt, sicher nachhause; sie lassen sich versklaven, um versklavte Kinder zu retten. Als sie schließlich in Bethlehem ankommen, haben sie nichts mehr. Aber das Schlimmste von allem: sie sind zu spät. Dann, inmitten ihrer Verzweiflung geschieht ein Wunder, und sie kommen zur Erkenntnis, dass ihre Reise doch nicht umsonst war. Mazzel, der vierte König, und Chamberlin werden zu Hirten.