Der Schriftsteller und Journalist Moritz von Uslar hat einen naheliegenden und doch spektakulären Schritt getan: raus aus der Großstadt, rein in den Alltag einer ostdeutschen Kleinstadt. Drei Monate hat er in Zehdenick verbracht und mit "Deutschboden" eine große Gegenwartserzählung geschrieben. Nah dran an der Tristesse und Eintönigkeit der Kleinstadt, durchdringt er die Ost-Klischees Arbeitslosigkeit, Abwanderung und latenten Rechtsradikalismus - das, was die Bundesrepublik zwei Jahrzehnte nach dem Mauerfall immer noch beschäftigt. Der Alltag junger Männer, die vielleicht keine großartige Zukunft haben, aber einen ziemlich guten Humor. Der Film ist eine Mentalitätsgeschichte, eine teilnehmende Beobachtung, eine große Gegenwartsgeschichte, die Deutschland zwei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung zum Teil drastisch, aber immer liebevoll und völlig anders als je zuvor beschreibt.