Deutschland von oben 2

Vor 150 Jahren waren Steinböcke überall in den Alpen fast ausgestorben. Heute sind sie wieder da und die Hälfte der 300 deutschen Steinböcke trotzt im Allgäu den Minusgraden. Steinbockkitze folgen ihren Müttern schon wenige Stunden nach der Geburt über Stock und Stein. Sie leben in regelrechten Kindergärten mit ihren Müttern zusammen. Während die Böcke eine friedliche Männer-WG bevorzugen. Vergrößern
Vor 150 Jahren waren Steinböcke überall in den Alpen fast ausgestorben. Heute sind sie wieder da und die Hälfte der 300 deutschen Steinböcke trotzt im Allgäu den Minusgraden. Steinbockkitze folgen ihren Müttern schon wenige Stunden nach der Geburt über Stock und Stein. Sie leben in regelrechten Kindergärten mit ihren Müttern zusammen. Während die Böcke eine friedliche Männer-WG bevorzugen.
Fotoquelle: ZDF/Peter Thompson
Report, Dokumentation
Deutschland von oben 2

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2004
ZDFneo
Sa., 19.01.
07:10 - 07:55
Land


Die Kamera schwebt für die zweite Folge der Reihe "Deutschland von oben 2" über den Wipfeln von Eichen und Tannen, dem Inbegriff der deutschen Version von Romantik. Oberhalb der Baumgrenze schaut der Film hinab in das Revier der Steinböcke und Gämsen auf 2500 Metern, auf halsbrecherisch steile Gebirgskämme und Abgründe an Geißhorn und Nebelhorn in den Oberstdorfer Alpen. Und im abgelegenen Nationalpark Berchtesgadener Land begleitet das "Deutschland von oben 2"-Team Spezial-Hubschrauber, die von Borkenkäfern befallene Bäume durch die Luft aus Steilhängen bergen. Ein Streitfall, denn im Nationalpark möchte man eigentlich alles den Naturprozessen überlassen - muss dann aber doch helfen. Auch den letzten 500 Wildpferden Deutschlands, die im Merfelder Bruch leben, wird indirekt geholfen, wenn einmal im Jahr die jungen Hengste aus der Herde gefangen werden - um Inzucht zu vermeiden. Der Zusammenprall von Natur und Schwerindustrien, von Wildnis und Hightech ist typisch für die Industrienation Deutschland: Vier Fünftel unseres Landes sind Wälder, Heide oder Agrarflächen. Doch gänzlich unberührte Natur findet man nur noch selten - entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze oder in den unzugänglichen Gebirgsregionen. Wir leben in einem Land, dessen Gegensätze auf engem Raum erstaunlich sind: von den Mondlandschaftskratern des Braunkohletagebaus in der Lausitz, deren unendliche Abraumhalden per Laserscan aus dem Heli vermessen werden, über die Weinernte auf den bizarren Terrassen des erloschenen Vulkans Kaiserstuhl tief in Südbaden bis hin zum größten Heavy-Metal-Festival der Welt auf den Weiden des schleswig-holsteinischen Kuhdorfs Wacken. Auf 1800 Einwohner kommen dort jedes Jahr 75 000 Konzertgäste. Das Verkehrschaos an Ab- und Anreisetagen wird aus dem Helikopter ebenso überwacht wie die größte Zeltstadt Deutschlands, die dort jedes Jahr für drei laute Tage entsteht. Im scharfen Kontrast dazu stehen andere Ereignisse, die sich über unseren Köpfen abspielen: Wenn die Kraniche über der Elbtalaue einschweben oder sich 100 000 Wildgänse an der Ems-Mündung und am Niederrhein einfinden, wenn die Jungstörche der Saison sich zu ihrer ersten Abreise in den Süden versammeln oder die Fohlen der Wildpferde in Dülmen ihre ersten Schritte ins Leben machen, ist das ein Spektakel, das man so noch nie aus der Luft gesehen hat. "Deutschland von oben 2" zeigt es, ebenso wie heimische Wildtiere, die so unsichtbar sind, dass man sie nur per Satellit aus dem Weltraum verfolgen kann - wie die Luchse im Harz oder im Bayerischen Wald. "Deutschland von oben 2" begleitet auch das Team des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen beim Start eines der Satelliten, die unser komplexes Leben am Boden etwas einfacher gestalten: Ohne Satelliten gäbe es keine GPS-Navigation, keine Hightech-Spionage, kein Satelliten-Fernsehen. Und keine der Animationen in "Deutschland von oben 2". Und es gäbe auch nicht jene Vorhersagen, unter denen wir Deutschen am liebsten leiden: das Wetter. Über 2000 Messstationen gibt es in Deutschland - allerdings auch auf dem Boden. Die zweithöchste von ihnen liegt auf dem Wendelstein, einem der höchsten Arbeitsplätze in Deutschland. Strahlenden Sonnenschein findet Claudia Hinz, die Wetterfrau vom Wendelstein, todlangweilig.


Werbepause? Zeit für Spielchen!

Das könnte Sie auch interessieren

DMAX Ausgesetzt in der Wildnis

Ausgesetzt in der Wildnis - Im anatolischen Gebirge(Turkey)

Report | 24.01.2019 | 14:15 - 15:15 Uhr
4.2/505
Lesermeinung
NDR Immo Ortlepp ist Deutscher Meister im Hirschrufen.

die nordstory - Der Hirschrufer

Report | 24.01.2019 | 14:15 - 15:15 Uhr
3.43/5095
Lesermeinung
News
Sandra Bullocks Netflix-Film "Bird Box" haben sich bereits über 80 Millionen Menschen angeschaut.

Der Netflix-Film "Bird Box" mit Sandra Bullock in der Hauptrolle wurde zum weltweiten Erfolg. Nun wi…  Mehr

Er ist das Siegen gewohnt: Tom Brady, Star-Quarterback der New England Patriots.

Die Entscheidung, sich die Rechte für NFL und Super Bowl zu sichern, zahlt sich für ProSieben voll a…  Mehr

Alfonso Cuarón wurde für "Roma" für einen Oscar als bester Regisseur geehrt - zusammen mit vier weiteren Männern.

Während Hollywood über die Oscar-Nominierungen debattiert, beziehen die Vereinten Nationen Stellung:…  Mehr

Billy McFarland (rechts) und der Rapper Ja Rule wissen, wie Hochglanz-Hochstapelei in den sozialen Medien von heute aussehen muss.

Bei Instagram wird ein Festival angekündigt. Tausende Menschen kaufen sich Tickets und fliegen auf d…  Mehr

Mary-Louise Parker überzeugte schon im ersten Teil als überdrehte, aber selbstbewusste Sarah an der Seite von Frank (Bruce Willis). In "R.E.D. 2" ist sie noch witziger, sympathischer - und süßer.

In der Fortsetzung des Überraschungserfolgs wird nicht nur um die Welt gejettet, sondern an den aufr…  Mehr