Die Ernährungs-Docs

Ihre Haut benimmt sich wie in der Pubertät: Die 38-Jährige Astrid M. hat Akne. Vergrößern
Ihre Haut benimmt sich wie in der Pubertät: Die 38-Jährige Astrid M. hat Akne.
Fotoquelle: SWR/NDR/nonfitctionplanet
Gesundheit, Dokumentation
Die Ernährungs-Docs

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D
SWR
Mo., 14.01.
21:00 - 21:45


In dieser neuen Folge von "Die Ernährungs-Docs" kommt Astrid M. an Bord. Seit ihrer Pubertät plagt sie eine nie richtig ausgeheilte Akne und die Pubertät ist fast 25 Jahre her! Die Hautärzte konnten nicht helfen, Antibiotika-Kuren, Fruchtsäure-Peeling - nichts hat angeschlagen. Wenn die Haut besonders schlimm aussieht, verkriecht sich die Busfahrerin in ihrem Zuhause im niedersächsischen Twistringen. "Es gibt keine spezielle Akne-Diät", sagt die Internistin Anne Fleck, "aber z. B. Milchprodukte und einfache Kohlenhydrate können den Hautzustand verschlechtern." Astrid M. macht viel falsch bei der Ernährung, entsprechend radikal wird die Umstellung für die 38-Jährige: Chiabrei statt Fruchtjoghurt, gedünstetes Gemüse mit magerem Fisch statt Knäckebrot mit Käse, kompletter Verzicht auf Alkohol und den geliebten Kaffee, dennoch viel trinken, denn so werden Giftstoffe über den Urin ausgeschieden und nicht über die Haut. Wird die dreifache Mutter die Strategie der Ernährungs-Docs durchhalten? Ein junger Mann aus Hannover ist der Nächste: Leon K. (18) leidet seit zwei Jahren unter Morbus Crohn. Bei Schüben plagen ihn Magenkrämpfe und Durchfall, dauernd fühlt sich er sich schlapp. Der Magen-Darm-Spezialist Jörn Klasen besucht Leon K. zuhause, möchte die Mutter bei der Ernährungsberatung mit einbeziehen. "Sie sollten ganz konsequent auf Lebensmittel mit bestimmten Emulgatoren verzichten", rät der Doc, "die können Entzündungen fördern und die Schleimbarriere im Darm schädigen." Auch bei glutenfreien Lebensmitteln soll der Schüler auf Zusatzstoffe achten. Auf Weizen soll er verzichten, stattdessen vor allem auf Hafer setzen, gegen die Entzündungen. Die können die Kalzium-Bilanz aus dem Lot bringen und bei Entzündungsschüben muss Leon K. daher ca. 1.200 Milligramm Kalzium pro Tag zu sich nehmen. Der Arzt listet auf, welche Lebensmittel besonders viel Kalzium liefern. Werden die Beschwerden durch die Ernährungsumstellung nachlassen? Etwa jeder vierte Erwachsene in Deutschland ist von dem Krankheitsbild von Lutz W. betroffen: Metabolisches Syndrom. Dahinter verbirgt sich ein Bündel aus Risikofaktoren: zu viel Bauchfett, zu hohe Blutzucker- und Blutfettwerte, Bluthochdruck. "Wenn Sie so weiter machen, haben Sie spätestens in einem Jahr Diabetes", warnt Matthias Riedl. Der Diabetologe erklärt ihm, dass jeder dieser Faktoren das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöht. Schon mit 13 Jahren wog Lutz W. 75 Kilo. Heute betreut der Hittfelder als Außendienstler für einen Obst- und Gemüsehändler u. a. Sterne-Restaurants, isst selber aber unterwegs Currywurst mit Pommes oder anderes Fast Food. Die Ernährungs-Docs setzen bei dem 54-Jährigen auf das LOGI-Prinzip und auf eine strenge Struktur. Dazu gehören regelmäßige Mahlzeiten mit ausreichend Pausen und langsames Essen, damit ein Sättigungsgefühl entsteht. Wird Lutz W. so den drohenden Diabetes verhindern?
In dieser neuen Folge "Die Ernährungs-Docs" kommt ein Mann an Bord, der offen über sein Leiden sprechen möchte, obwohl es ein Tabuthema ist. Sven P. hat vergrößerte Hämorrhoiden, wie etwa jeder Zweite über 50. Schon mehrfach wurde er operiert. Internist Matthias Riedl warnt, dass im Alter eine Inkontinenz droht, wenn die Hämorrhoiden immer nur weggeschnitten werden. Es liegt an der Verstopfung, unter der Sven P. leidet, dass die Hämorrhoiden immer wiederkommen. Die Strategie der "Ernährungs-Docs": mehr Ballaststoffe! Bisher isst der 52-jährige Architekt nur 20 Gramm pro Tag von den unverdaulichen Fasern, die vor allem in Vollkornprodukten, Gemüse und Obst stecken. Sein Darm braucht aber mindestens 30 Gramm. Ein Glas Wasser mit Flohsamen am Morgen soll helfen. Und der Kieler muss grundsätzlich mehr trinken. Kann er so vermeiden, dass sich neue Hämorrhoiden bilden?
Cornelia K. leidet darunter, dass ihre Krankheit für jeden sichtbar ist. Sie hat Rosacea, eine chronische Entzündung im Gesicht. Die Haut ist oft gerötet, es bilden sich Eiterpickel und Knötchen. Nachts kratzt sie sich die Nase blutig. Von ihrem Arzt hat sie eine Antibiotikacreme verschrieben bekommen, geholfen hat sie nicht. "Ernährungs-Doc" Jörn Klasen sagt, dass ihr Problem das Bauchfett ist. Denn das sendet Botenstoffe aus, die die Entzündung fördern, auch im Gesicht. Gemeinsam mit seiner Kollegin Anne Fleck entwickelt der Internist eine Strategie für die 55-Jährige: Sie soll jetzt beim Essen von Vollzeit in Teilzeit gehen, sagt die Internistin. Das heißt: An fünf Tagen in der Woche soll Cornelia K. normal essen, an zwei Tagen nur jeweils 800 Kalorien zu sich nehmen. Bei diesem Fasten verzehrt der Körper sich selbst und auch die geschädigten Zellen im Gesicht. Und das Ernährungsprotokoll zeigt, dass sie bisher zu viele falsche Lebensmittel isst. Auch hier muss sie sich umstellen. Wird sie bald wieder fröhlich aus dem Haus gehen können?
Schließlich kommt Kirstin J. auf das Hausboot, sie kann sich immer schlechter bewegen. Sie hat Gicht, eine Krankheit, die oft am großen Zeh auftritt, bei ihr aber starke Schmerzen in Handgelenk und Ellenbogen verursacht. Sechs Attacken hatte sie in den vergangenen eineinhalb Jahren, ausgelöst durch zu viel Harnsäure im Blut. Auch wenn ihr Harnsäurewert eigentlich nur leicht erhöht ist, hat das bei ihr leider schon diese Folgen, meint Matthias Riedl. Klassisch wird Gicht vor allem durch Purine in Fleisch und fleischhaltigen Lebensmitteln gefördert, doch bei der 49-Jährigen aus dem schleswig-holsteinischen Timmaspe ist Fruktose der Übeltäter. Und die steckt, wie sie lernen muss, längst nicht nur im Obst, sondern wird von der Lebensmittelindustrie auch als Stabilisator, Geschmacksverstärker und Süßungsmittel eingesetzt. Außerdem muss Kirstin J. abnehmen und ihre Essattacken bekämpfen. Wird sie es schaffen, ihren Lebensstil umzustellen, um neue Gichtanfälle zu verhindern?


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