Die Ernährungs-Docs

  • Fallkonferenz der Ernährungs-Docs, v.l.n.r.: Matthias Riedl, Jörn Klasen und Anne Fleck und besprechen die Strategien für die Patienten. Vergrößern
    Fallkonferenz der Ernährungs-Docs, v.l.n.r.: Matthias Riedl, Jörn Klasen und Anne Fleck und besprechen die Strategien für die Patienten.
    Fotoquelle: WDR
  • Ernährungs-Doc Jörn Klasen zeigt Martina R. das Ergebnis des Allergietests. Vergrößern
    Ernährungs-Doc Jörn Klasen zeigt Martina R. das Ergebnis des Allergietests.
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  • Christoph F. (48) hat einen zu hohen Body-Mass-Index von 52 und ist damit sehr übergewichtig. Mit Hilfe der Ernährungs-Docs möchte er sein Übergewicht bekämpfen. Vergrößern
    Christoph F. (48) hat einen zu hohen Body-Mass-Index von 52 und ist damit sehr übergewichtig. Mit Hilfe der Ernährungs-Docs möchte er sein Übergewicht bekämpfen.
    Fotoquelle: WDR
Gesundheit, Dokumentation
Die Ernährungs-Docs

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2015
WDR
Mi., 27.06.
21:00 - 21:45
Iss Dich gesund!


In diser Folge der "Ernährungs-Docs" kommt Christoph F. aus dem nordhessischen Guxhagen an Bord. Er wiegt 150 Kilo, hat einen Body-Mass-Index von 52 - ab 25 gilt man als übergewichtig. Adipositas: Jeder fünfte Deutsche hat mittlerweile krankhaftes Übergewicht, Tendenz steigend. Als Folge leidet der 48-Jährige unter einer lebensbedrohlichen Schlafapnoe, trägt nachts eine Atemmaske, die ihn vor Erstickungsanfällen bewahren soll. Christoph F. ist "Stress-Esser". Vor sechs Jahren wurde er zum ersten Mal Vater, das Kind war ein extremes Frühchen mit einem Herz - und Lungenfehler. Drei Jahre wird sein Sohn nur alt, in dieser schweren Zeit nimmt der Schuldnerberater extrem zu. Alle Diätversuche scheitern. Die Ernährungs-Docs zeigen ihm, was er alles falsch macht. Als Starthilfe bekommt er Abnehm-Shakes, auch die hat er schon mal ausprobiert. Wichtig dabei: es müssen ärztlich verordnete sein, denn den Produkten aus der Drogerie fehlt es oft an hochwertigem Eiweiß, und so sättigen sie nicht genug. Während der Dreharbeiten wird Christoph F. erneut Vater. Schafft er durch die Geburt des Kindes und die klare Ernährungs-Strategie den Durchbruch im Kampf gegen die Kilos? Seit zehn Jahren hat Martina R. eine chronische Nasennebenhöhlen-Entzündung. Sie kann nicht durch die Nase atmen und nur schlecht riechen, oft quälen sie Kopfschmerzen. Antibiotika, Cortison, sogar eine operative Entfernung der Polypen - nichts hat geholfen. Ihre Ärzte haben ihr gesagt, sie sei "austherapiert". Jörn Klasen möchte ihr helfen und verordnet entzündungshemmendes Essen: Weg mit Kohlenhydraten und Zucker - dafür Fisch, Gemüse und Hafer. Und der Doc rät zu probiotischen Bakterien. "Wir wissen, dass die Schleimhaut in den Nasennebenhöhlen der des Darms entspricht", erklärt der Internist, "was dem Darm gut tut, tut Ihrer Nase auch gut". Wird die Ernährungs-Umstellung endlich dafür sorgen, dass die Trittauerin die Nase "nicht mehr voll hat"? Tanja W. fühlt sich mit ihrer Krankheit nicht ernst genommen. Die Schilddrüsenunterfunktion sieht man ihr nicht an. Doch sie fühlt sich müde, unausgeglichen - und nimmt zu, obwohl sie eigentlich normal isst. Für die meisten Ärzte ist Ernährung bei dieser Diagnose kein großes Thema. Für Anne Fleck und ihre Kollegen schon: Denn die "Hashimoto-Thyreopathie" ist keine Erkrankung der Schilddrüse, sondern des Immunsystems. Und das wird stark von der Darmflora beeinflusst. Die 38-Jährige soll zunächst 14 Tage Intervallfasten. Und sie soll glutenfrei essen - Studien aus den USA zeigen, dass jeder zweite Hashimoto-Patient eine Gluten-Unverträglichkeit hat. Außerdem empfehlen die Ernährungs-Docs fermentierte Lebensmittel wie Naturjoghurt, Schmand, aber auch Sauerkraut oder Brottrunk. Wird die zweifache Mutter die Umstellung schaffen? Und wird es ihr besser gehen?
In dieser Folge der "Ernährungs-Docs" kommt Thomas N. aus Schwerte an Bord, der seit Jahrzehnten unter permanenten Schmerzen leidet. Der 46-Jährige hat eine besondere Form des Rheumas: Morbus Bechterew ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule und des Beckens. Lange ist er den Schmerzen davongelaufen, im wahrsten Sinne des Wortes: Thomas N. joggt schon früh morgens und hat sogar einen Halbmarathon absolviert. Doch er weiß selbst, dass er es übertrieben hat. "Sie nehmen erst seit anderthalb Jahren stärkere Medikamente", sagt Anne Fleck, "die sind wichtig - Sie dürfen Ihre Krankheit nicht einfach ignorieren!" Die Rheumatologin warnt davor, dass es zu einer dauerhaften Versteifung der Wirbelsäule kommen kann, und setzt auf eine anti-entzündliche Ernährung: Cashew-Milch mit Datteln, Zimt und Kurkuma. Außerdem mehr Gemüse, z.B. Portulak, reich an Omega-3 und Vitamin C. Und zum Braten soll Thomas N. Kokosfett oder Ghee verwenden. Werden die Schmerzen nach ein paar Monaten spezieller Rheuma-Diät weniger?
Maxime ist fünf Jahre alt und hat seit seiner Geburt Neurodermitis. Immer wieder kratzt er sich den Hals, die Kniekehlen oder Armbeugen blutig. Seine Mutter, von der der Junge die Hautkrankheit geerbt hat, ist ratlos: Doreen B. hat ihren Sohn nachts sogar schon mit Binden eingewickelt - nichts hat geholfen. Ernährungs-Doc Jörn Klasen zeigt den beiden mit einer Spezialkamera, wie die Haut schon in Mitleidenschaft gezogen ist. Und rät dazu, die Cortison-Salbe nur im äußersten Notfall anzuwenden. "Wir werden eine Auslassdiät starten", sagt der Internist. "Zitrusfrüchte lassen Sie die nächsten Monate ganz weg, Erdbeeren die nächsten vier Wochen, Himbeeren doppelt so lang." Kein Weizen und möglichst wenig Süßigkeiten, dafür Gemüse - damit Maxime Lust darauf hat, rät Klasen der Mutter, Zucchini, Kohlrabi oder Rote Bete mit einem Spargelschäler in Nudelform zu bringen und Maxime beim Kochen einzubeziehen. Kann ein 5-Jähriger schon eine Ernährungs-Umstellung durchhalten?
Yvonne S. hat eine Krankheit, über die kaum jemand offen spricht - sie schon. Die 52-Jährige leidet an einer chronischen Obstipation: Verstopfung. Manchmal hat sie eine Woche lang keinen Stuhlgang. "Das vegetative Nervensystem steuert die Darmtätigkeit wie ein Schrittmacher", erklärt Matthias Riedl, "und das ist bei Ihnen aus dem Gleichgewicht. Ihr Darm ist träge". Das Ernährungsprotokoll zeigt: Yvonne S. isst viel zu wenig Ballaststoffe: zwölf Gramm pro Tag, ihr Darm braucht aber 35 Gramm. Die Docs empfehlen ihr ballaststoffreiche Ernährung. Doch die wirkt nur, wenn dazu 2,5 Liter pro Tag getrunken werden. Nur so können die Faserstoffe im Darm aufquellen und ihn wieder in Bewegung bringen. Wird die Cuxhavenerin so die Verstopfung überwinden können?


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