Die Fremde

  • Die 25-jährige Türkin Umay steht mit ihrem Sohn Cem in Berlin vor der Haustür ihrer Eltern. Sie hat das Leben mit ihrem Ehemann in Istanbul nicht mehr ausgehalten. Zurückhaltend wird sie aufgenommen. Schon bald trifft die Familie die Entscheidung, Cem wieder zum Vater zu schicken. Nur so kann die Ehre wieder hergestellt werden. - Umay (Sibel Kekilli) und Stipe (Florian Lukas) mögen sich auf den ersten Blick. Vergrößern
    Die 25-jährige Türkin Umay steht mit ihrem Sohn Cem in Berlin vor der Haustür ihrer Eltern. Sie hat das Leben mit ihrem Ehemann in Istanbul nicht mehr ausgehalten. Zurückhaltend wird sie aufgenommen. Schon bald trifft die Familie die Entscheidung, Cem wieder zum Vater zu schicken. Nur so kann die Ehre wieder hergestellt werden. - Umay (Sibel Kekilli) und Stipe (Florian Lukas) mögen sich auf den ersten Blick.
    Fotoquelle: rbb/WDR/Majestic
  • Die 25-jährige Türkin Umay steht mit ihrem Sohn Cem in Berlin vor der Haustür ihrer Eltern. Sie hat das Leben mit ihrem Ehemann in Istanbul nicht mehr ausgehalten. Zurückhaltend wird sie aufgenommen. Schon bald trifft die Familie die Entscheidung, Cem wieder zum Vater zu schicken. Nur so kann die Ehre wieder hergestellt werden. - Umay (Sibel Kekilli). Vergrößern
    Die 25-jährige Türkin Umay steht mit ihrem Sohn Cem in Berlin vor der Haustür ihrer Eltern. Sie hat das Leben mit ihrem Ehemann in Istanbul nicht mehr ausgehalten. Zurückhaltend wird sie aufgenommen. Schon bald trifft die Familie die Entscheidung, Cem wieder zum Vater zu schicken. Nur so kann die Ehre wieder hergestellt werden. - Umay (Sibel Kekilli).
    Fotoquelle: rbb/WDR/Majestic
Spielfilm, Drama
Die Fremde

Infos
Foto, Audiodeskription
Originaltitel
Die Fremde
Produktionsland
Deutschland / Türkei
Produktionsdatum
2009
Kinostart
Fr., 12. Mai 2000
RBB
Do., 24.05.
23:45 - 01:35


Umay flieht mit ihrem kleinen Sohn Cem vor ihrem aggressiven Ehemann aus einem Vorort Istanbuls zu ihrer Familie nach Berlin, wo sie aufgewachsen ist. Zurück in ihrer Heimatstadt will sie nun ein freies und selbstbestimmtes Leben führen. Zu Beginn ist die Freude über ihren Besuch groß, doch als Umay ihren Reisepass verbrennt und damit ein Zeichen setzt, dass sie nicht zu ihrem Mann zurückkehren, sondern sich scheiden lassen will, stößt sie anstatt auf die erhoffte Unterstützung auf Unverständnis seitens ihrer Eltern und Geschwister. Das ersehnte Leben muss sie sich alleine erkämpfen. Umays folgenschwerer Entschluss wird zur Belastungsprobe für die gesamte Familie. Die Schmähungen in der türkischen Gemeinde häufen sich, die Familie kann sich nicht von ihren Konventionen lossagen und als schließlich die bevorstehende Hochzeit der jüngeren und bereits schwangeren Schwester Rana zu platzen droht, trifft die Familie die schwerwiegende Entscheidung, die Verbindung zu ihrer ältesten Tochter abzubrechen. Um ihren Ruf wieder herzustellen und ihre Ehre zu retten, plant die Familie schweren Herzens den kleinen Cem zu entführen und zurück zu seinem Vater Kemal in die Türkei zu bringen. Umay flieht erneut und findet Zuflucht in einem Frauenhaus. Sie baut für Cem und sich ein neues Leben auf, verliebt sich in ihren Kollegen Stipe und geht wieder zur Schule, um ihr Abitur nachzuholen. Doch die Sehnsucht nach ihrer Familie ist zu groß und sie sucht immer wieder, trotz Verbot, den Kontakt, zu ihr. Als sie sich mit ihrer Familie versöhnen will, erkennt sie nicht, dass es dafür bereits zu spät ist und die Katastrophe rückt unausweichlich näher. Die Geschichte klingt, als würde sie direkt den Nachrichten entspringen, aber Feo Aladag, die aus dem Schauspielfach kommt, gelingt in ihrem fesselnden Regiedebüt "Die Fremde" ein facettenreiches und tiefgehendes Familienportrait, mit präzisen Figurenzeichnungen, das gänzlich ohne Klischees auskommt. Auch das Drehbuch für "Die Fremde" stammt aus ihrer Feder und so ließ sie es sich nicht nehmen, ihr Kinodebüt auch gleich gemeinsam mit ihrem Ehemann Züli Aladag ("Wut", "Elefantenherz") zu produzieren, um die künstlerische Kontrolle über den eigenen Film zu haben, wie sie sagt. Unterstützt wird sie dabei von herausragenden Schauspielern: Sibel Kekilli ("Gegen die Wand") entwickelt in der Hauptrolle eine Anziehung, die den Zuschauer völlig in seinen Bann zieht. An ihrer Seite spielen Florian Lukas ("Nordwand"), Alwara Höfels ("Keinohrhasen"), Nursel Köse ("Auf der anderen Seite") und die türkischen Leinwandstars Derya Alabora und Settar Tanriögen.

Eine Filmkritik sowie weitere Infos zu "Die Fremde" finden Sie hier.


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