Guang, Jürgen und Vitali sind zu Gefängnisstrafen verurteilt. Sie stehen kurz vor ihrem Haftantritt. Was sie in den letzten Tagen in Freiheit tun, tun sie für lange Zeit zum letzten Mal. Für die Buddhistin, den früheren Rotlichtkönig und den Familienvater läuft der Countdown. Was passiert mit der Wohnung? Wem sagen sie die Wahrheit? Von wem verabschieden sie sich? Und wer bringt sie am letzten Tag vor das Gefängnistor? Während Vitali versucht, dem Gefängnis mannhaft entgegenzutreten, obwohl er weiß, dass er am Ende seine Familie aufgeben muss, bleibt der knasterfahrene Jürgen renitent: Bis zur letzten Sekunde wehrt er sich gegen den Zugriff des Staats. Zu angeschlagen fühlt er sich, und zu gut weiß er, was Haft bedeutet. Guang hingegen sucht in den letzten Tagen immer wieder den Beistand ihres buddhistischen Meisters in Taiwan. Das Gefängnis könnte Teil eines göttlichen Plans sein. Doch erweist sich Guangs Glaube im Angesicht der Gefängnisstrafe wirklich als tragfähig? Je näher der Antritt der Haftstrafe für die drei Verurteilten rückt, umso realer tritt das Gefängnis als Institution in ihr Leben, als Ort der erbarmungslosen Bürokratie. Gemeinsam ist den dreien das Bewusstsein: Was sie jetzt tun, tun sie für lange Zeit zum letzten Mal.