Die Geschichte der Schönheit

Senta Berger. Vergrößern
Senta Berger.
Fotoquelle: ZDF/Jens Hartmann
Report, Dokumentation
Die Geschichte der Schönheit

Infos
Produktionsland
Deutschland
ZDFneo
Do., 26.07.
06:10 - 06:55
Folge 1


"Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?" Die wohl bekannteste Frage aus einem deutschen Märchen bildet den Auftakt der ersten Folge der "Terra X"-Reihe. Senta Berger begibt sich auf die Suche nach den Geheimnissen der Schönheit. Die Reise beginnt in Ägypten, wo deutsche Archäologen vor 100 Jahren das vielleicht schönste Gesicht der Weltgeschichte aus dem Schutt der Geschichte bergen: die Büste der Nofretete. Der Name bedeutet übersetzt: "Die Schöne ist gekommen". Tatsächlich sind die Gesichtszüge der ägyptischen Prinzessin bis heute ein ästhetisches Ideal, dem selbst moderne Schönheitschirurgen nacheifern. Sind es Symmetrie und Perfektion, die Nofretetes Schönheit ausmachen? Modeschöpfer Wolfgang Joop behauptet das Gegenteil: Die kleine Beschädigung der Büste und die feine Asymmetrie machten erst die eigentliche Schönheit perfekt. Schönheit brauche den Makel. Andere historische Epochen bestätigen diese Auffassung, etwa der Barock oder das Rokoko: Als besonders schön gilt dort das Schönheitspflästerchen, das die Symmetrie des Gesichts durchbricht. Madame Pompadour, Marie Antoinette oder auch der Sonnenkönig Ludwig XIV. haben die Kunst des schönen Makels zur höchsten Blüte erhoben. Schönheit braucht Individualität. Das beweisen Wissenschaftler in einem aufsehenerregenden Experiment. In der Geschichte hat das vielleicht keiner besser gewusst als Napoleon, dessen auffällige Stirnlocke zum modischen Markenzeichen wurde, selbst heute noch bewundert von Charlie Le Mindu, dem Friseur von Lady Gaga. Trotz seiner eher schmächtigen und untersetzten Gestalt wusste Napoleon: "Macht macht schön." Senta Berger erfährt von Experten, dass Schönheit tatsächlich eine der wirkungsmächtigsten Kräfte der Weltgeschichte ist. Kein Wunder, dass schon die Philosophen der Antike das Schöne für das Abbild alles Göttlichen hielten. "Das Gute, das Wahre, das Schöne" - für die Antike waren das untrennbare Größen. Leonardo da Vinci versuchte, diesem tiefen Geheimnis der Schönheit noch näher zu kommen - und fand die Antwort im Lächeln seiner Mona Lisa, einem der berühmtesten Gemälde der Welt. Worin besteht die geheimnisvolle Schönheit dieser Darstellung? Hat Leonardo damit das Schönheitsrätsel gelöst? Oder hält vielmehr die Natur in ihrer unüberschaubaren Vielfalt die Antwort bereit auf die Frage, was eigentlich wahre Schönheit ist, warum es überhaupt Schönheit gibt? Gibt es eine allgemeine "Schönheitsformel", die sich aus den vielfältigen Naturerscheinungen herauslesen lässt? Tatsächlich gibt es diese Formel, nämlich eine mathematisch exakt definierte Proportion, die viele Dinge erfüllen, die wir als schön empfinden.


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