Die Grauen der Shoah, dokumentiert von sowjetischen Kameramännern

  • Ein Bild, wie wir es aus der Zeit der Shoah kennen: ausgemergelte Kšrper und zerlumpte Menschen mit leerem Blick. Aufnahme sowjetischer KameramŠnner von einem Ghetto. Vergrößern
    Ein Bild, wie wir es aus der Zeit der Shoah kennen: ausgemergelte Kšrper und zerlumpte Menschen mit leerem Blick. Aufnahme sowjetischer KameramŠnner von einem Ghetto.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Die Russin Otilia Reizman filmt aus der Ruine einer zerstšrten, aber befreiten, tschechischen Stadt. Vergrößern
    Die Russin Otilia Reizman filmt aus der Ruine einer zerstšrten, aber befreiten, tschechischen Stadt.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Der russische Kameramann Roman Karmen filmt mit seiner Eyemo-Kamera die Auflšsung des Vernichtungslagers ãKZ MajdanekÒ, in dem viele sowjetische Kriegsgefangene untergebracht waren. Vergrößern
    Der russische Kameramann Roman Karmen filmt mit seiner Eyemo-Kamera die Auflšsung des Vernichtungslagers ãKZ MajdanekÒ, in dem viele sowjetische Kriegsgefangene untergebracht waren.
    Fotoquelle: ARTE France
Report, Geschichte
Die Grauen der Shoah, dokumentiert von sowjetischen Kameramännern

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 28/11 bis 06/12
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2014
arte
Do., 29.11.
00:40 - 01:35


Die weltbekannten Filmaufnahmen von der Befreiung der Konzentrationslager waren lange die einzigen Dokumente, die der Shoah im kollektiven Gedächtnis ein Gesicht gaben und den Horror ansatzweise greifbar machten. Doch was wissen wir von den drei Millionen Juden, die auf sowjetischem Boden ums Leben kamen? Nach Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Paktes 1939 hatte die UdSSR die baltischen Länder und den östlichen Teil Polens annektiert. In diesen Ländern und in der Ukraine werden sich die größten Massaker abspielen: Millionen sowjetischer Zivilisten werden ermordet und mit ihnen die ganze jüdische Bevölkerung. In den von der Wehrmacht eroberten Gebieten betreiben sogenannte Einsatzgruppen aus Polizei und Waffen-SS eine mörderische Jagd ohnegleichen. Die Bilder, die bei der Öffnung der sowjetischen Archive rund 60 Jahre nach Kriegsende ans Licht kamen, enthüllen nun das ganze Ausmaß dieses Dramas. Zusammen mit deutschen, litauischen und ukrainischen Aufnahmen erzählen sie vom Holocaust jenseits der offiziellen Geschichtsschreibung und von diesem vergessenen Massenmord am jüdischen Volk. Ab 1941 wurden sowjetische Kameramänner an die Front geschickt, um das festzuhalten, was Stalin den "Großen Vaterländischen Krieg" nannte. Ihre Bilder sollten das sowjetische Volk davon überzeugen, gemeinsam gegen den Nationalsozialismus zu kämpfen. Ununterbrochen und bis zum Kriegsende filmten diese Männer die Gräueltaten des Feindes - zur Bewahrung der nationalen Einheit wurde jedoch verschwiegen, dass die jüdische Bevölkerung zu den ersten Opfern der Besatzer gehörte.


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