Die Hannibal-Expedition

  • Der riesige Tross von Hannibals Heer muss 3000 Meter Höhenunterschied auf engen Pfaden, teilweise am Rand von Abgründen bei eisigen Temperaturen bewältigen. Vergrößern
    Der riesige Tross von Hannibals Heer muss 3000 Meter Höhenunterschied auf engen Pfaden, teilweise am Rand von Abgründen bei eisigen Temperaturen bewältigen.
    Fotoquelle: ZDF/Jana Blajeva
  • Hannibals Alpenüberquerung - eine der kühnsten und größten militärischen Operationen der Weltgeschichte. Laut Überlieferung zieht der Karthager mit 30 000 Soldaten, mehr als 15 000 Pferden und Maultieren sowie 37 Elefanten über die Alpen. Vergrößern
    Hannibals Alpenüberquerung - eine der kühnsten und größten militärischen Operationen der Weltgeschichte. Laut Überlieferung zieht der Karthager mit 30 000 Soldaten, mehr als 15 000 Pferden und Maultieren sowie 37 Elefanten über die Alpen.
    Fotoquelle: ZDF/Jana Blajeva
  • Mit etwa 26 Jahren wird Hannibal Oberbefehlshaber der Karthager. Er hat geschworen, dem Erzrivalen Rom die Stirn zu bieten. Vergrößern
    Mit etwa 26 Jahren wird Hannibal Oberbefehlshaber der Karthager. Er hat geschworen, dem Erzrivalen Rom die Stirn zu bieten.
    Fotoquelle: ZDF/Jana Blajeva
  • Welche Route hat Hannibal über die Alpen genommen? Das untersucht Prof. William Mahaney  zusammen mit anderen Forschern anhand von Bodenproben in den Alpen. Vergrößern
    Welche Route hat Hannibal über die Alpen genommen? Das untersucht Prof. William Mahaney zusammen mit anderen Forschern anhand von Bodenproben in den Alpen.
    Fotoquelle: ZDF/Magdalene Schüßler
  • Hannibal (Aleksander Georgiev) schwört seine Männer auf die Strapazen der Alpenüberquerung ein. Vergrößern
    Hannibal (Aleksander Georgiev) schwört seine Männer auf die Strapazen der Alpenüberquerung ein.
    Fotoquelle: ZDF/Jana Blajeva
  • Prof. William Mahaney (l.) und Prof. Chris Allen (r.) glauben,  dass Hannibal den Weg über den Col de la Traversette genommen hat. Das wichtigste Indiz für die Theorie der Forscher: Pferdemist. Vergrößern
    Prof. William Mahaney (l.) und Prof. Chris Allen (r.) glauben, dass Hannibal den Weg über den Col de la Traversette genommen hat. Das wichtigste Indiz für die Theorie der Forscher: Pferdemist.
    Fotoquelle: ZDF/Magdalena Schüßler
  • Hannibals Alpenüberquerung mit einem gigantischen Heer war eine taktische und logistische Meisterleistung. Vergrößern
    Hannibals Alpenüberquerung mit einem gigantischen Heer war eine taktische und logistische Meisterleistung.
    Fotoquelle: ZDF/Magdalena Schüßler
  • Elefanten sind sehr beweglich. Auch extreme Steigungen wie einen Alpenpass können sie mühelos meistern. Vergrößern
    Elefanten sind sehr beweglich. Auch extreme Steigungen wie einen Alpenpass können sie mühelos meistern.
    Fotoquelle: ZDF/Ralf Wenning
  • Mit so einem Floß hat Hannibal laut Überlieferung seine Elefanten über die Rhone transportiert. Vergrößern
    Mit so einem Floß hat Hannibal laut Überlieferung seine Elefanten über die Rhone transportiert.
    Fotoquelle: ZDF/Ralf Wennig
  • Von den sieben Büchern, die Sosylos über die Taten Hannibals geschrieben hat, gibt es nur noch das Würzburger Fragment, das Papyrologe Holger Essler in den Händen. Vergrößern
    Von den sieben Büchern, die Sosylos über die Taten Hannibals geschrieben hat, gibt es nur noch das Würzburger Fragment, das Papyrologe Holger Essler in den Händen.
    Fotoquelle: ZDF/Simone Schillinger
Report, Dokumentation
Die Hannibal-Expedition

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDFneo
So., 14.10.
11:50 - 12:35


Hannibals Alpenüberquerung ist legendär, über welchen Pass er sein gigantisches Heer führte, ein Rätsel. Jetzt glauben Forscher, die Route anhand von Pferdemist beweisen zu können. Der Geomorphologe William Mahaney von der Universität Toronto und sein Team sind davon überzeugt, dass der Karthager sein Heer über den 3000 Meter hohen Col de la Traversette geführt hat. Bodenanalysen weisen darauf hin. Die Leistung Hannibals war schon zu seinen Lebzeiten Legende. Immerhin marschierten 218 vor Christus laut Überlieferung Zigtausende Soldaten, mehrere Tausend Pferde und Maultiere sowie 37 Elefanten in fünf Monaten rund 1500 Kilometer zu Fuß von der Iberischen Halbinsel über die Alpen bis nach Italien, um die Weltmacht Rom anzugreifen. Aufsehen erregten vor allem die Kriegselefanten - solche Tiere hatte man in dieser Gegend noch nicht gesehen. Die Karthager - damals eine der Supermächte am Mittelmeer - nutzten die Tiere allerdings schon länger für den Kriegseinsatz. In einem aufwendigen Experiment wird im Film mithilfe von Flößen nachgestellt, wie Hannibal seine Elefanten auf dem Weg ins Gebirge über die Rhone schaffen konnte. Experten erklären, wie gelenkig Elefanten sind und wie sie mit unwegsamem Gelände und Kälte umgehen. Die Frage, welche Route Hannibal durch die Alpen nahm, fasziniert Abenteurer und Wissenschaftler seit Jahrhunderten. Eine Forschergruppe glaubt, jetzt beweisen zu können, dass Hannibal den Weg über den fast 3000 Meter hohen Col de la Traversette nahm. "Nur von hier aus konnte Hannibal in die Po-Ebene blicken", sagt der Geomorphologe William Mahaney, und in den Quellen sei dieser Blick beschrieben. Der Kanadier und sein Team, darunter der Mikrobiologe Chris Allen von der Universität Belfast, haben Bodenproben von der französischen Seite des Passes ausgewertet. Die darin gefundenen Darmbakterien haben ergeben, dass zahlreiche Pferde zu Hannibals Zeiten hier durchgezogen sein müssen. Auf einer Expedition im Sommer 2017 haben sie nun auch Proben von der italienischen Seite des Passes genommen. Sie hoffen, dass die Ergebnisse ihre These untermauern. Welchen Weg der Karthager auch genommen hat - der Marsch auf Rom war eine taktische und logistische Meisterleistung. Um die kühnste militärische Operation der Weltgeschichte ins Bild zu setzen, wurden die dokumentarischen Sequenzen unter anderem in den Alpen, an der Donau und in Mecklenburg-Vorpommern gedreht, während die Spielszenen von Regisseur Carsten Gutschmidt in Bulgarien in Szene gesetzt wurden.


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