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Die Höhle der Löwen
Info, Wirtschaft + Konsum • 19.10.2020 • 20:15 - 23:00
Lesermeinung
Investor Carsten Maschmeyer nimmt das Verbindungselement für die Industrie "FAUSST von Hyconnect" genau unter die Lupe.Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf TVNOW gestattet.
Dr. Lars Molter aus Hamburg  präsentiert mit "FAUSST von Hyconnect" ein Verbindungselement für die Industrie. Er erhofft sich ein Investment von 500.000 Euro für 12,5  Prozent der Anteile an seinem Unternehmen.  Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf TVNOW gestattet.
Dr. Lars Molter aus Hamburg  präsentiert mit "FAUSST von Hyconnect" ein Verbindungselement für die Industrie. Er erhofft sich ein Investment von 500.000 Euro für 12,5  Prozent der Anteile an seinem Unternehmen.  Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf TVNOW gestattet.
Die "Löwen" Nils Glagau (l.), Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel nehmen die rohveganen Cracker aus Urgetreidesprossen von "AHO BIO" genau unter die Lupe.  Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf TVNOW gestattet.
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2020
Info, Wirtschaft + Konsum

Die Höhle der Löwen

Yucona aus Paderborn/Bielefeld/Berlin Richard Birich (29, aus Paderborn) präsentiert gemeinsam mit seiner Cousine Inga Plochow (29, aus Bielefeld) den Löwen die erste wiederverwendbare Wasserfilterkartusche. Leitungswasser zu trinken, erspart nicht nur das Kistenschleppen, sondern ist auch nachhaltig. Doch manchmal ist es unumgänglich, das Wasser aufgrund von Schwermetallen, Schadstoffen wie Blei und Chlor oder des Geschmacks zu filtern. Mit einer Tischwasserkanne ist das kinderleicht, aber der regelmäßige Austausch der Filterkartuschen produziert eine Menge Müll und macht aus Umweltschutzgründen keinen Sinn. Innerhalb von zwei Jahren werden so 24 Kartuschen verbraucht. "So landen jährlich über zwölf Millionen Kartuschen im Restmüll. Dabei ist die Filterkartusche einwandfrei, es ist lediglich das Filtermedium erschöpft", erklärt der Gründer. Da es keine Alternative zu den üblichen Produkten auf dem Markt gab, hat Richard Birich Yucona entwickelt. Das Trinkwasserfilter-System besteht aus der wiederverwendbaren Kartusche und den Filtertaschen aus Vlies mit natürlicher Aktivkohle aus Kokosnussschalen. Nur diese müssen dann zukünftig gewechselt werden und dadurch kann bis zu 96 Prozent des Kartuschenmülls eingespart werden. Die ersten Packages konnten bereits online verkauft werden. Doch um richtig groß zu werden, benötigen die Gründer ein Investment von 250.000 Euro und bieten 20 Prozent der Firmenanteile an. AHO.BIO aus Bad Münder Lokales Superfood - das ist die Grundidee von Jannis Birth (29) und Alexander Wies (30). Während einer gemeinsamen knapp dreijährigen Reise verbrachten die zwei Freunde zwei Jahre auf einer Vulkaninsel inmitten eines Süßwassersees in Lateinamerika und arbeiteten dort auf einer biologischen Plantage. Durch sein Fernstudium der Philosophie ist Jannis zufällig auf ein 2000 Jahre altes Rezept gestoßen - ein sonnengetrocknetes Flachbrot aus Getreidesprossen. Schon vor Ort haben sie dieses Rezept ausprobiert und die Rezeptur immer weiter verbessert. Zurück in Deutschland gründeten sie ihr eigenes Unternehmen AHO.BIO - mit lokalen Zutaten für ein lokales Superfood. Die Grundlage für ihre Cracker ist immer eine alte Getreidesorte sowie Leinsamen und Sonnenblumenkerne aus Deutschland und je nach Geschmacksrichtung mit Gewürzen verfeinert. Für zwei Tage wird der Getreidebrei schonend bei 42 Grad gedörrt, so bleiben alle Nährstoffe und Enzyme erhalten. AHO.BIO ist zu 100 Prozent bio und vegan, ist reich an Eiweiß, Vitaminen, Mineralstoffen, Omega 3-Fettsäuren und die Verpackung ist kompostierbar. Für den Ausbau ihres Unternehmens benötigen Alexander und Jannis 75.000 Euro und bieten den Löwen 15 Prozent der Firmenanteile. NUI Cosmetics aus Berlin Mit NUI Cosmetics hat Swantje van Uehm (32) eine Produktwelt mit natürlichen und veganen - aber auch stylischen - Kosmetikprodukten erschaffen. Begonnen hat alles mit dem roten Lippenstift. Denn in den vielen herkömmlichen Produkten ist Karmin, das Blut der Schildläuse, enthalten. Alternativen aus der Naturkosmetik hatten aber nicht die gewünschten modernen Farben in ihrem Angebot. Also kreierte Swantje ihren eigenen Lippenstift ohne synthetische Inhaltsstoffe und ohne Karmin. Mittlerweile umfasst ihr Sortiment 13 Kategorien, darunter Produkte für die Augen oder den perfekten Teint. Eine weitere Innovation ist ihr besonderes Packaging: Fu¨r Produkte wie Eyeshadow, Bronzer und andere hat Swantje eine patentierte Verpackung entwickelt, die aus recyceltem Material besteht und in Deutschland hergestellt wird. NUI Cosmetics ist bereits erfolgreich am Markt und war von Beginn an profitabel. Swantje erhofft sich durch einen Deal mit den Lo¨wen vor allem einen strategischen Partner, mit dem sie ihre Produkte weiterentwickeln und die Marketing- und Vertriebsmaßnahmen ausbauen kann. Das Angebot der Gründerin an die Löwen: 250.000 Euro für 20 Prozent ihrer Firmenanteile. Twentyless aus Bückeburg Inspiriert von seinen beiden Kindern, machte sich Eike Meyer (37) auf die Suche nach einer Möglichkeit Plastik zu sparen und nachhaltiger zu leben. Seitdem wird Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt und ohne Verpackung gekauft oder Wasser wird aus dem Wasserhahn bzw. aus Mehrwegflaschen getrunken. "Doch bei einer Sache haben wir nichts für uns finden können, und das waren Reinigungsmittel", erinnert sich der Familienvater. Das sollte sich ändern! Mit Twentyless stellt Eike den Löwen seine umweltfreundliche Reinigungskonzentrate in Glasflaschen vor und sagt: "Ich möchte das Reinigen zu einer sauberen Sache machen." Das Reinigungskonzentrat aus natürlichen Stoffen wie Milchsäure, Zitronensäure oder Zuckertensiden wird mit Wasser gemischt und in die mitgelieferte Sprühflasche umgefüllt, sodass man mit dem Inhalt einer Glasflasche 20 Plastikflaschen mit Reinigungsmitteln ersetzen kann. Mit seinem Glasreiniger, Allzweckreiniger und Sanitärreiniger bietet der 37-Jährige drei Produkte in seinem Online-Shop an. Damit sein Unternehmen wachsen kann, benötigt der gelernte Einzelhandelskaufmann 70.000 Euro und bietet dafür 15 Prozent Firmenanteile. HYCONNECT aus Hamburg Dr. Lars Molter (39) hat mit FAUSST ein spezielles Verbindungselement entwickelt, das Metall und Faserverbundelemente sicher miteinander fügt. Dies setzt dabei vor allem auf die Reduktion von Materialgewicht, denn gerade im Schiffbau oder auch in der Automobilindustrie kann mit leichteren Baumaterialien das Gewicht und somit der CO2-Verbrauch gesenkt werden. Denn 25 Prozent der globalen CO2-Emissionen entstehen im Verkehr. "Je schwerer ein Transportmittel ist, desto mehr Energie wird auch benötigt. Das bedeutet: Mehr Treibstoff, mehr Emission und damit sehr viel schädlicher für die Umwelt", weiß der promovierte Schiffbauingenieur und erklärt seine Idee: "Wir verbinden Metall und Leichtbauwerkstoffe mit einem Textil. Dieses Textil wird wie ein Schal aus Metall- und Glasfaserfaden gestrickt und dann verbauen wir es zu Verbindungselementen, die wiederum in die Faserverbundbauteile integriert werden." Der Clou: "Wir verzichten also auf das bisher komplexe Klebeverfahren und können Leichtbau-Bauteile schweißbar machen." Mit diesem Verfahren soll der Industrie ermöglicht werden, mehr Leichtbau einzusetzen. Das fördert leichtere Designs, weniger Gewicht und dadurch auch mehr Nachhaltigkeit. Dementsprechend großes Potenzial sieht der 39-Jährige in seiner Erfindung, die er mit einem Löwen weiterentwickeln möchte. Dafür benötigt der Hanseat 500.000 Euro und würde 12,5 Prozent seiner Firmenanteile abgeben. Wiederbesuche: Ein Wiedersehen gibt es mit Ankerkraut aus Jesteburg. Anne und Stefan Lemke schlossen in Staffel 3 erfolgreich einen Deal mit Frank Thelen ab. Die Gründer erzählen, wie sich ihr Unternehmen in den letzten Jahren entwickelt hat, warum sie Firmenanteile verkauft haben und über die Motivation, eine Schule in Afrika zu bauen. 2017 machten Caroline Steingruber und Tim Nichols mit ihrem Porridge 3 Bears einen Deal in der "Höhle der Löwen". Die Münchner konnten ihr Unternehmen weiter erfolgreich ausbauen. Von ihrem Löwen Dr. Georg Kofler erhalten die Gründer nach wie vor viel Input, Ideen und Denkanstöße - vor allem im Social Media Bereich.
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