Seine «Wahnsinnsfamilie» hat John längst in der Provinz zurückgelassen, doch nachdem ihm seine Freundin Rebecca schlechte Nachrichten überbracht hat, findet sich der New Yorker Comiczeichner urplötzlich in der Provinz wieder, konfrontiert mit all den Krämpfen und Kämpfen der Hollars. Die Matriarchin der Hollars, Sally , ist nach einem Krampfanfall hospitalisiert worden. Ihre Lähmung stellt sich als Folge eines Hirntumors heraus, dessen Symptome Sally und der Familienvater Don seit einem Jahrzehnt verschweigen. Über diesen Umstand gerät der angereiste John ebenso in Aufregung wie über ein Treffen mit seiner verflossenen Jugendliebe, was wiederum seine hochschwangere Freundin veranlasst, John nachzureisen. Nicht, dass er seinem Bruder nacheifert, der wieder bei seinen Eltern eingezogen ist und seine Familie mit dem Feldstecher beobachtet. «Die Hollars» ist nicht weniger als prototypisch für das Genre der Sundance-Independentfilme um das gemeinsame Streiten, Lachen und Weinen auf den ersten Blick zerstrittener, letztlich aber durch unsichtbare Fäden zusammengehaltene Familien. Ursprünglich einzig als Hauptdarsteller vorgesehen, machte John Krasinski diesen Film zu seiner zweiten Regiearbeit («Brief Interviews with Hideous Men» nach David Foster Wallace folgend). Seinen tatsächlichen Durchbruch als Regisseur feierte der als Darsteller in der US-Version der Comedyserie «The Office» bekanntgewordene Amerikaner mit dem Horrorfilm «A Quiet Place», der im Frühjahr 2018 auch in der Schweiz in die Kinos kam. Auch die für 2020 angekündigte Fortsetzung wird John Krasinski als Regisseur betreuen - noch ist freilich ungewiss, ob er erneut auch vor der Kamera stehen wird.