Die Jagd

  • Verstehen sich gut: Lucas (Mads Mikkelsen, r.) und Sohn Marcus (Lasse Fogelstrøm, l.). Vergrößern
    Verstehen sich gut: Lucas (Mads Mikkelsen, r.) und Sohn Marcus (Lasse Fogelstrøm, l.).
    Fotoquelle: ZDF/Per Arnesen
  • Männerrituale: Theo (Thomas Bo Larsen, 2.v.r.) und seine Freunde brauchen eine Abkühlung. Vergrößern
    Männerrituale: Theo (Thomas Bo Larsen, 2.v.r.) und seine Freunde brauchen eine Abkühlung.
    Fotoquelle: ZDF/Per Arnesen
  • Lucas (Mads Mikkelsen) ist fassungslos angesichts der Anschuldigungen. Vergrößern
    Lucas (Mads Mikkelsen) ist fassungslos angesichts der Anschuldigungen.
    Fotoquelle: ZDF/Per Arnesen
  • Nadja (Alexandra Rapaport) weiß nicht, was sie von den Anschuldigungen gegen ihren Freund Lucas halten soll. Vergrößern
    Nadja (Alexandra Rapaport) weiß nicht, was sie von den Anschuldigungen gegen ihren Freund Lucas halten soll.
    Fotoquelle: ZDF/Per Arnesen
  • Lucas (Mads Mikkelsen, M.) wird von erbosten Angestellten aus dem Supermarkt geworfen. Vergrößern
    Lucas (Mads Mikkelsen, M.) wird von erbosten Angestellten aus dem Supermarkt geworfen.
    Fotoquelle: ZDF/Per Arnesen
  • Gibt es eine Zukunft für Lucas (Mads Mikkelsen) und seine neue Freundin Nadja (Alexandra Rapaport)? Vergrößern
    Gibt es eine Zukunft für Lucas (Mads Mikkelsen) und seine neue Freundin Nadja (Alexandra Rapaport)?
    Fotoquelle: ZDF/Per Arnesen
  • Nadja (Alexandra Rapaport) stellt Lucas (Mads Mikkelsen) zur Rede. Vergrößern
    Nadja (Alexandra Rapaport) stellt Lucas (Mads Mikkelsen) zur Rede.
    Fotoquelle: ZDF/Per Arnesen
  • Klara (Annika Wedderkopp) ist traurig über Lucas Zurückweisung. Vergrößern
    Klara (Annika Wedderkopp) ist traurig über Lucas Zurückweisung.
    Fotoquelle: ZDF/Charlotte Bruus Christen
  • Marcus (Lasse Fogelstrøm) hält zu seinem Vater. Vergrößern
    Marcus (Lasse Fogelstrøm) hält zu seinem Vater.
    Fotoquelle: ZDF/Charlotte Bruus Christen
  • Mutter Agnes (Anne Louise Hassing, r.) macht sich große Sorgen um Töchterchen Klara (Annika Wedderkopp, l.). Vergrößern
    Mutter Agnes (Anne Louise Hassing, r.) macht sich große Sorgen um Töchterchen Klara (Annika Wedderkopp, l.).
    Fotoquelle: ZDF/Charlotte Bruus Christen
  • Verletzt und gedemütigt: Lucas (Mads Mikkelsen) weiß, dass er beim Weihnachtsgottesdienst nicht gern gesehen ist. Vergrößern
    Verletzt und gedemütigt: Lucas (Mads Mikkelsen) weiß, dass er beim Weihnachtsgottesdienst nicht gern gesehen ist.
    Fotoquelle: ZDF/Charlotte Bruus Christen
  • Lucas (Mads Mikkelsen) beginnt eine Affäre mit der Kindergarten-Aushilfe Nadja (Alexandra Rapaport). Vergrößern
    Lucas (Mads Mikkelsen) beginnt eine Affäre mit der Kindergarten-Aushilfe Nadja (Alexandra Rapaport).
    Fotoquelle: ZDF/Per Arnesen
  • Lucas (Mads Mikkelsen) findet Halt bei Sohn Marcus (Lasse Fogelstrøm). Vergrößern
    Lucas (Mads Mikkelsen) findet Halt bei Sohn Marcus (Lasse Fogelstrøm).
    Fotoquelle: ZDF/Per Arnesen
  • Noch einmal versucht Lucas (Mads Mikkelsen, l.) Freund Theo (Thomas Bo Larsen, 2.v.r.) von seiner Unschuld zu überzeugen. Vergrößern
    Noch einmal versucht Lucas (Mads Mikkelsen, l.) Freund Theo (Thomas Bo Larsen, 2.v.r.) von seiner Unschuld zu überzeugen.
    Fotoquelle: ZDF/Per Arnesen
  • Das Verhängnis nimmt seinen Lauf: Kindergarten-Leiterin Grethe (Susse Wold, l.) befragt die kleine Klara (Annika Wedderkopp, r.). Vergrößern
    Das Verhängnis nimmt seinen Lauf: Kindergarten-Leiterin Grethe (Susse Wold, l.) befragt die kleine Klara (Annika Wedderkopp, r.).
    Fotoquelle: ZDF/Charlotte Bruus Christen
Spielfilm, Drama
Die Jagd

Infos
Originaltitel
Jagten
Produktionsland
Dänemark
Produktionsdatum
2012
Kinostart
Do., 28. März 2013
DVD-Start
Do., 22. August 2013
ZDFneo
Mi., 20.03.
02:30 - 04:20


Als ein vierjähriges Mädchen ihren Erzieher der sexuellen Nötigung beschuldigt, sind der Schock und das Entsetzen im Kindergarten groß. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht im Ort. Misstrauen, Argwohn und Verdächtigungen greifen um sich. Eltern kommen mit immer neuen Anschuldigungen, Kollegen wenden sich ab, und Freunde reagieren mit Hass und Unverständnis. Der Beginn einer fatalen Hexenjagd, die einen Unschuldigen fast das Leben kostet. Das Leben meint es nicht gut mit ihm: Nach der Scheidung darf Lucas seinen 14-jährigen Sohn Marcus (Lasse Fogelstrøm) nur noch alle zwei Wochen sehen. Auch seinen Beruf als Lehrer hat er aufgeben müssen, da die Schule der kleinen Stadt schließen musste. Weggehen möchte Lucas nicht; tiefe Freundschaften und Kindheitserinnerungen binden ihn an seine Heimat. Die Stelle im örtlichen Kindergarten scheint zunächst eine gute Option zu sein, doch damit soll sich sein Leben grundlegend ändern. Ausgerechnet Klara , die kleine Tochter seines besten Freundes Theo , frisst einen Narren an ihm und wirbt um seine Zuneigung. Lucas reagiert reserviert darauf, ohne zu merken, wie sehr er das Mädchen damit kränkt. Als die Kindergarten-Leiterin die traurige Klara Tage später befragt, gibt ein Wort das andere, und schließlich steht eine ungeheure Anschuldigung im Raum: Lucas hätte sich vor dem kleinen Mädchen entblößt und mehr. Vergeblich versichert Lucas seine Unschuld. Immer mehr Eltern wenden sich an die Kindergarten-Leitung mit immer neuen Vorwürfen. Theo kündigt Lucas entsetzt seine Freundschaft, und Mitbewohner werfen mit Steinen nach ihm. Lucas' neue Freundin Nadja ist verunsichert. Was soll sie von den schweren Vorwürfen gegen ihren Liebhaber halten? In der ganzen Auseinandersetzung droht Lucas nun auch noch seinen eigenen Sohn zu verlieren, zu dem er gerade wieder ein gutes Verhältnis aufgebaut hatte. Die Dinge eskalieren immer mehr, und schließlich löst sich während der Jagd ein Schuss. "Die Jagd" ist bereits der siebte Kinofilm des erfolgreichen dänischen Regisseurs Thomas Vinterberg, der unter anderem mit Lars von Trier und Susanne Bier Mitte der 90er Jahre das Dogma-Kino erfand. Ein Regiestil, der bewusst auf die Reduktion filmkünstlerischer Mittel wie Musik, Schnitt, Beleuchtung setzte. Mit seinem vielgelobten Drama "Das Fest" wurde er 1998 international bekannt. Hier ging es um das Thema Missbrauch in der eigenen Familie: wie dieses Verbrechen über Jahrzehnte totgeschwiegen wurde und anlässlich der Festrede während einer Geburtstagsfeier den familiären Scheinfrieden explodieren lässt. Mit "Die Jagd" hat Vinterberg das Thema fast 14 Jahre später von einer anderen Seite beleuchtet. Was passiert mit einem Menschen, der zu Unrecht des Kindesmissbrauchs beschuldigt wird? Wie kann man kindliche Opfer bei derartigen Verdachtsfällen verhören, ohne mit suggestiven Fragen bestimmte Antworten zu provozieren? Wo endet die Wahrheit, und wo beginnt die Unterstellung? Vinterberg gelang mit seinem ebenso klug reflektierten wie emotional packenden Film ein Meisterwerk, das beim Filmfestival in Cannes den Preis der Ökumenischen Jury erhielt. Die Drehbuchautoren Thomas Vinterberg und Tobias Lindholm wurden außerdem mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet. Und ihr Werk vertrat Dänemark mit einer Oscar-Nominierung für den Besten fremdsprachigen Film in Los Angeles. Emotionales Zentrum des Dramas ist der Ausnahme-Schauspieler Mads Mikkelsen, der für seine eindrucksvolle Performance eine Goldene Palme in Cannes gewann. International bekannt wurde der Däne mit den markanten Gesichtszügen mit dem Beziehungsdrama "Für immer und ewig" im Jahr 2002. Kinogängern dürfte er vor allem als charismatischer Bösewicht in dem Bond-Abenteuer "Casino Royale" (2006) bekannt sein. Zuletzt war der vielbeschäftigte Darsteller mit der spektakulären Marvel-Verfilmung "Doctor Strange" in unseren Kinos zu sehen. Heiß ersehnt wurde von Kinofans auf der ganzen Welt außerdem sein nächster Film: Am 15. Dezember 2016 startete ein neues Kapitel der legendären Sternenkrieger-Saga, "Rogue One: A Star Wars Story", in der er den skrupellosen Wissenschaftler Galen spielt, Vater der neuen Heldin Jyn. Zitate: "Mikkelsen meistert die Herausforderung, das Publikum über fast zwei Stunden zu fesseln, scheinbar mühelos." Der Spiegel "Mikkelsen ist einmal mehr fantastisch." Frankfurter Rundschau "Eine kindliche Täterin, die selbst zum Opfer einer paranoiden Erwachsenenwelt wird - Thomas Vinterberg zeigt eine perfide Dialektik als Folge eines Gruppenwahns auf. Getragen wird sein Meisterwerk von großartigen darstellerischen Leistungen." Süddeutsche.de

Eine Filmkritik sowie weitere Infos zu "Die Jagd" finden Sie hier.


Werbepause? Zeit für Spielchen!

Der Trailer zu "Die Jagd"

Darsteller

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