Die Jesuiten und die chinesische Astronomie

  • Die Jesuiten Pater Pantoja (li.) und Matteo Ricci (re.) gehen mit Riccis erstem chinesischen Schüler Xu Guangqi (Mi.) den Geheimnissen der Zeit auf den Grund. Vergrößern
    Die Jesuiten Pater Pantoja (li.) und Matteo Ricci (re.) gehen mit Riccis erstem chinesischen Schüler Xu Guangqi (Mi.) den Geheimnissen der Zeit auf den Grund.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Xu Guangqi war der erste Schüler von Matteo Ricci. Er schrieb das, was Ricci ihm an Geometrie beibrachte, auf Chinesisch nieder. Vergrößern
    Xu Guangqi war der erste Schüler von Matteo Ricci. Er schrieb das, was Ricci ihm an Geometrie beibrachte, auf Chinesisch nieder.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Matteo Ricci war der erste christliche Missionar in China. Er wollte die Begeisterung der Chinesen für die Zeitmessung nutzen, um sie zum Christentum zu bekehren. Vergrößern
    Matteo Ricci war der erste christliche Missionar in China. Er wollte die Begeisterung der Chinesen für die Zeitmessung nutzen, um sie zum Christentum zu bekehren.
    Fotoquelle: ARTE France
  • In China galt Kaiser Chongzhen als "Sohn des Himmels", er repräsentierte für das Volk den Himmel und wiederum vor dem Himmel das Volk; demnach war er der Mittler zwischen beidem. Vergrößern
    In China galt Kaiser Chongzhen als "Sohn des Himmels", er repräsentierte für das Volk den Himmel und wiederum vor dem Himmel das Volk; demnach war er der Mittler zwischen beidem.
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  • In der Tang-Dynastie arbeiteten im staatlichen Büro für Astronomie bis zu tausend Personen in den drei Abteilungen zur Beobachtung des Himmels, zur Erstellung des offiziellen Kalenders sowie zur Bestimmung der Zeit. Vergrößern
    In der Tang-Dynastie arbeiteten im staatlichen Büro für Astronomie bis zu tausend Personen in den drei Abteilungen zur Beobachtung des Himmels, zur Erstellung des offiziellen Kalenders sowie zur Bestimmung der Zeit.
    Fotoquelle: ARTE France
Report, Geschichte
Die Jesuiten und die chinesische Astronomie

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 28/07 bis 05/08
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2017
arte
Sa., 28.07.
20:15 - 21:05
Die Verbotene Stadt


Ende des 16. Jahrhunderts kommt während der Ming-Dynastie mit dem jungen italienischen Priester Matteo Ricci zum ersten Mal ein Jesuit nach China, um das Land zu missionieren. Im Alter von 18 Jahren war er in den Jesuitenorden eingetreten und hatte am Jesuitenkolleg in Rom Philosophie, Mathematik, Astronomie und Kosmografie studiert. In Asien entdeckte der in Geometrie und Algebra bewanderte Mönch die chinesische Astronomie, ihre Kalender und ihre weit entwickelten Instrumente. Schon bald wurde ihm klar, dass die Kunst der Zeitmessung und der Vorhersage von Himmelsereignissen die Grundlage der kaiserlichen Autorität bildet. 1601 kam Ricci schließlich nach Peking und dort auch in die Verbotene Stadt; er erhielt die Erlaubnis, sich in der Hauptstadt niederzulassen. Bald konnten ihm weitere Jesuiten aus Europa folgen. Wegen seiner mathematischen, geografischen und astronomischen Fähigkeiten wurde dann auch Kaiser Wanli auf ihn aufmerksam. Schließlich fand Ricci Verbündete in den Zirkeln der Macht. Er fand große Anerkennung bei den Chinesen, da er die erste Weltkarte herausbrachte, auf der China, gemäß chinesischer Vorstellungen, genau in der Mitte der bekannten Welt dargestellt wird. Drei Generationen von Jesuiten wurden von ihm ausgebildet, um den Machtkampf im Inneren der Verbotenen Stadt für sich zu entscheiden. Ihr Ziel war es, den Kaiser und mit ihm ganz China zum Christentum zu bekehren. Geführt werden sollte der Kampf mit den Mitteln der Mathematik auf dem Feld der Astronomie, die im Okzident gerade von der kopernikanischen Revolution erschüttert wurde.


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