Am letzten Schultag im Juli 1961 haben alle Schüler der Klasse 13e der Kepler Schule in Berlin-Neukölln ihre schriftlichen Abitur-Prüfungen abgelegt. Im Herbst sollen die mündlichen Prüfungen folgen. Sie verabschieden sich, wie in jedem Jahr zuvor, mit den Worten: "Bis nach den Ferien!" Doch es sollte anders kommen: Gegen Mitternacht am zweiten Sonntag im August tauchen in der Innenstadt bewaffnete Grenzpolizisten und Kampftruppen auf. Die Grenzstrassen werden aufgerissen, Stacheldraht ausgerollt. Bald sind nur noch einige Straßenübergänge für West-Berliner passierbar; die Ost-Berliner hingegen sind völlig isoliert. Berlin ist geteilt, und die Klasse 13e für immer auseinander gerissen. Später werden einige Schüler versuchen, aus Ost-Berlin zu fliehen, was aber nur wenigen gelingt. Dennoch bleibt der Klassengeist ungebrochen - seit dem Fall der Mauer kommen die ehemaligen Schüler der 13e regelmäßig zu Klassentreffen zusammen. Das ist die Geschichte des Doku-Dramas über eine wahre Begebenheit - eine gemischte Klasse aus Ost- und West-Berlinern im Jahr 1961, die von der Grenzziehung in Berlin auseinander gerissen wird. Zugleich arbeitet der Film die deutsch-deutsche Historie der letzten sechs Jahrzehnte auf. Von Ben von Grafenstein ("Kasimir und Karoline", "Helmut Schmidt - Lebensfragen").