Acht Jahre nach der ersten Staffel der "Knochen-Docs " hat SWR-Autor Harold Woetzel die Patientinnen und Patienten von damals noch einmal besucht. Sein Film erzählt bewegende Geschichten von Hoffnung und Heilung, von Menschen, die mit Mut und Optimismus ihr Schicksal annehmen. Und von denen, die ihnen geholfen haben. In Heidelberg und anderswo. Zum Beispiel die kleine Johanna, die auf dem Reiterhof ihrer Eltern durch einen tragischen Unfall ein Bein verlor. Den Tag im Sommer 2010 wird die Familie, die einen Reiterhof in der Nähe von Aachen betreibt, niemals vergessen - als die damals Fünfjährige in eine Heupresse geriet und schwer verletzt wurde. Johannas Bein war nicht zu retten. "Erst hatte sie gedacht, das wächst wieder nach", erinnert sich Johannas Mutter. Erst später habe sie begriffen, dass das Bein für immer verloren sei. Wie sollte es nun weitergehen mit ihrer Leidenschaft für Pferde und für das Dressurreiten? Durch die SWR-Serie "Die Knochen-Docs" waren Johanna und ihre Eltern auf die Uniklinik in Heidelberg aufmerksam geworden, in der ihr endlich engagierte Ärztinnen und Ärzte und Orthopädietechniker zu einer passenden Prothese verhalfen. Und heute? Da sitzt Johanna, inzwischen Teenager, längst wieder fest im Sattel, im wahrsten Sinne. Wird es ihr gelingen, ihr Traumziel zu erreichen: die Teilnahme bei den Paralympics mit den deutschen Dressurreitern? Ein schlimmer Unfall hat auch Felixs Leben für immer verändert. Ein Sturz brachte den begeisterten Mountainbiker in den Rollstuhl. 28 war er damals, als ein achtloser Moment während einer Abfahrt im Wald ihn aus seinem bisherigen Leben riss. Es waren bittere Tage und Monate, in denen sich Felix ein neues Leben aufbauen musste. Würde seine Freundin Chrissie zu ihm stehen? Auch dies ist eine bange Frage, die Felix damals beschäftigte. Was ist aus ihm geworden?