Die Lebensreise des Herrn Janosch

Kultur, Künstlerporträt
Die Lebensreise des Herrn Janosch

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D
HR
So., 02.09.
06:25 - 07:55
Da, wo ich bin, ist Panama


Er ist der erfolgreichste Kinderbuchautor Deutschlands, und sein Werk für Erwachsene ist noch umfassender. Sein Name ist zur Marke geworden: Janosch. Als schwierig und als unnahbar gilt er - und zuweilen scheint es ihm eine diebische Freude zu bereiten, alle Welt mit widersprüchlichen Aussagen über sich selbst an der Nase herumzuführen. 1931 kam er im damaligen Hindenburg direkt an der deutsch-polnischen Grenze zur Welt. Horst Eckert wurde er getauft, nach Horst Wessel, das ist schon das erste, was ihm seine Eltern antun. Den Namen will er heute nicht einmal mehr aussprechen. Der Vater trank und prügelte, die bigotte Mutter wollte am liebsten ein Mädchen aus dem kleinen Horst machen. Heimweh hat er heute trotzdem noch, nach den Gerüchen von "Kraut, verfaultem Holz und Urin". Seither hat er über 300 Titel mit einer weltweiten Auflage von zwölf Millionen Exemplaren geschrieben, in vierzig Sprachen wurde er übersetzt. Der Film folgt mit Janosch gemeinsam den Spuren seiner Erinnerung, weit weg und weit zurück, zu seinem Geburtshaus, zu seinem Bruder, den er Jahrzehnte nicht gesehen hat. Vieles, was er in seiner Kindheit erlebt hat, findet sich in Janoschs Werk: seinen Bildern, seinen Romanen und auch in seinen Kinderbüchern. Ende der 1970er Jahre erfand er die Geschichte von einem Teddybären und seinem Freund, einem Tiger, die zusammen eine Reise machen, um das Land ihrer Sehnsucht zu suchen. Tiger und Bär fahren wieder nach Hause, meinen aber, sie hätten Panama gefunden. "Ein schöner Irrtum", sagt Janosch, "ist eben besser als eine schlechte Wahrheit". Man müsse das, was man gefunden hat, zu Panama erklären: Da, wo ich bin, ist Panama.


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