Nadja, eine junge Englischlehrerin in einer bulgarischen Kleinstadt, hat kaum noch Geld auf ihrem Konto und einen Mann zu Hause, der erst seit kurzem wieder nüchtern ist. Außerdem ist ihre Tochter Dea krank. Um es bis zum Monatsende zu schaffen, arbeitet Nadja neben der Schule noch in einem Übersetzungsbüro. Eines Tages erfährt Nadja, dass ihr Mann sie angelogen hat. Anstatt die Raten für das Haus an die Bank zu überweisen, hat er mit dem gesparten Geld ein neues Getriebe für das Wohnmobil gekauft. Nadja, die klar weiß, was sie will, nimmt die Situation in die Hand. In drei Tagen muss sie das nötige Geld zusammenbekommen, bevor die Bank pfändet und das Haus zwangsversteigert. In einer Spirale aus Unglück, Erpressung und Bedrohung ist die pflichtbewusste Frau schnell mit einer schwierigen Entscheidung konfrontiert: Soll sie ihren Vater nach dem Geld fragen, obwohl er ihre geliebte Mutter immer gedemütigt hat? Oder soll sie ihre Würde verkaufen und sich auf die Erpressungen eines Kredithais einlassen? Nadja versucht mutig, gegen ein System aus Korruption und Ungerechtigkeit zu kämpfen. Doch inwieweit kann man die eigenen Prinzipien in einer gewissenlosen Gesellschaft verteidigen? Kristina Grozeva und Petar Valchanov erteilen mit ihrem Debütfilm eine große Lektion in Sachen menschlicher Würde.