Thunderbolt hatte sich den Bankraub gemeinsam mit seinen Partnern Red Leary und Goody ausgedacht. Sie wollten nach dem Diebstahl so lange geduldig warten, bis die Behörden und Bankangestellten aufhörten, nach den notierten Nummern der Dollarnoten Ausschau zu halten. Die Beute versteckten die drei hinter der Wandtafel in einem Schulgebäude. Dann ging jeder seiner Wege. Doch bald argwöhnen Red und Goody, ihr Kumpel habe das Geld beiseitegeschafft. Schon wollen sie Rache an Thunderbolt nehmen. Doch diesem gelingt es, mithilfe des jungen Abenteurers Lightfoot , einem gewitzten Bruder Leichtfuss, ihrem Anschlag zu entkommen. Schliesslich überzeugt Thunderbolt die beiden von seiner Schuldlosigkeit. Das Schulgebäude mit der Wandtafel, hinter der das Geld versteckt ruht, ist verschwunden und durch einen Neubau ersetzt worden. Jetzt wiederholen die drei mit Lightfoot den Coup. Doch beim neuen Bankraub gibt es Schwierigkeiten. Die Polizei verfolgt die vier, und Goody wird erschossen. Red versucht, Thunderbolt und Lightfoot hereinzulegen, fällt dem Verat jedoch selbst zum Opfer. Unschlüssig, wohin sie sich wenden sollen, entdecken Thunderbolt und Lightfoot zu ihrer Verblüffung das Schulhaus wieder, hinter dessen Wandtafel die Dollarbeute unberührt auf sie wartet. Das Schulhaus ist nicht abgebrochen, sondern bloss verschoben worden. Schon wähnen sich Thunderbolt und Lightfoot im Glück, doch da spielt eine Laune des Schicksals dem fröhlichen Bruder Leichtfuss übel mit. Die Geschichte hat Biss und Witz, der Schluss hält eine bösartig-schwarze Pointe bereit. Glanzvoll verkörpern Clint Eastwood und Jeff Bridges das ungleiche Freundespaar Thunderbolt und Lightfoot. Perfekt hat Michael Cimino den Thriller als ironische Gangsterbalade inszeniert. Mit ihr erreichte er noch nicht das Aufsehen wie mit «The Deer Hunter» oder später dem Klassewestern und Megaflop «Heaven's Gate». Doch im Rückblick lässt sich in «Thunderbolt and Lightfoot» bereits ein «ganzer Cimino» erkennen, ein Film mit eigener Moral und Weltanschauung.