Die Macht der Elemente - mit Dirk Steffens

  • Mit der Kraft des Windes: Um seine Spitzengeschwindigkeiten erreichen zu können, hebt der Hydroptère ab und berührt nur noch auf drei Kufen die Wasseroberfläche. Vergrößern
    Mit der Kraft des Windes: Um seine Spitzengeschwindigkeiten erreichen zu können, hebt der Hydroptère ab und berührt nur noch auf drei Kufen die Wasseroberfläche.
    Fotoquelle: ZDF/Bernard Biancotto
  • Heute kommen nur noch wenige Besucher in die Oasenstadt Chinguetti in Mauretanien. Der Wind hatte die Karawanenstadt einst reich gemacht, indem er dafür sorgte, dass man die Sahara nur über wenige Routen  passieren konnte. Vergrößern
    Heute kommen nur noch wenige Besucher in die Oasenstadt Chinguetti in Mauretanien. Der Wind hatte die Karawanenstadt einst reich gemacht, indem er dafür sorgte, dass man die Sahara nur über wenige Routen passieren konnte.
    Fotoquelle: ZDF/BBC
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  • In Millionen Jahren haben ostwärts wehende Winde den  Sand der Wüsten Taklamakan und Gobi in China zu einem gewaltigen Plateau aufgetürmt. Ein besonderes Geschenk des Windes, denn der fruchtbare Lössboden des Plateaus konnte viele Menschen ernähren und bildete daher eine wichtige Voraussetzung für die Entstehung eines großen Reiches. Vergrößern
    In Millionen Jahren haben ostwärts wehende Winde den Sand der Wüsten Taklamakan und Gobi in China zu einem gewaltigen Plateau aufgetürmt. Ein besonderes Geschenk des Windes, denn der fruchtbare Lössboden des Plateaus konnte viele Menschen ernähren und bildete daher eine wichtige Voraussetzung für die Entstehung eines großen Reiches.
    Fotoquelle: ZDF/Dirk Neil
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  • Mit der Kraft des Windes: 
Um seine Spitzengeschwindigkeiten erreichen zu können, hebt der Hydroptère ab und berührt nur noch auf drei Kufen die Wasseroberfläche. Vergrößern
    Mit der Kraft des Windes: Um seine Spitzengeschwindigkeiten erreichen zu können, hebt der Hydroptère ab und berührt nur noch auf drei Kufen die Wasseroberfläche.
    Fotoquelle: ZDF/Bernard Biancotto
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  • Über dem heißen Herzen Australiens liegt das Zenrum eines gigantischen spiralförmigen Windsystems. Dieses Karussell legt seit Millionen von Jahren die Oberfläche des Kontinents frei und behindert das Pflanzenwachstum. Vergrößern
    Über dem heißen Herzen Australiens liegt das Zenrum eines gigantischen spiralförmigen Windsystems. Dieses Karussell legt seit Millionen von Jahren die Oberfläche des Kontinents frei und behindert das Pflanzenwachstum.
    Fotoquelle: ZDF/Tim Gragg
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Report, Wissenschaft
Die Macht der Elemente - mit Dirk Steffens

Infos
Produktionsland
GB / D
Produktionsdatum
2011
3sat
Mo., 18.06.
01:30 - 02:15
Luft


Die Luft ist das Element, dem wir normalerweise am wenigsten Beachtung schenken. Obwohl wir kaum etwas so dringend benötigen wie die Luft zum Atmen, denken wir kaum über sie nach. Dass die Bewegungen der Luftmassen rund um den Planeten für den Aufstieg und Fall großer Reiche verantwortlich sein könnten, ist eine These, die Wissenschaftler erst seit Kurzem diskutieren. Dirk Steffens geht ihr auf dem schnellsten Segelschiff der Welt nach. Schon gleich zu Beginn der Sendung saust er mit über 100 Stundenkilometern über die Wellen des Ozeans und spürt die Macht dieses Elements. Wind scheint etwas völlig Chaotisches zu sein. Betrachtet man seine Bewegungen jedoch aus einer globalen Perspektive über einen längeren Zeitraum, erkennt man, dass bestimmte Windsysteme konstanten Routen rund um den Globus folgen. Und diese regelmäßigen Luftbewegungen sind für zahlreiche klimatische Besonderheiten unseres Planeten verantwortlich. Beispielsweise lassen bestimmte Windsysteme Wüsten entstehen, indem sie die Feuchtigkeit einer Region kontinuierlich in eine andere Weltgegend transportieren. Über Jahrtausende stellten Wüsten für den Menschen unüberwindbare Barrieren dar. Weder Hitze noch Wassermangel schränkten das Reisen so stark ein wie der Einfluss des Windes. Die Luftmassen verändern die Dünen einer Wüstenlandschaft ohne Pause, sodass eine Orientierung in dem wogenden, sich ständig neu formenden Sandmeer ohne moderne technische Hilfsmittel fast unmöglich ist. Zivilisationen konnten sich in der Wüste nur dort entwickeln, wo neben Wasser auch Orientierungspunkte zur Verfügung standen - entlang der Karawanenwege. Solche Siedlungen profitierten davon, dass jeder Reisende gezwungen war, einen ganz bestimmten Weg durch das Meer aus Sand zu nehmen. Meist kamen die Ressourcen großer Wüsten jedoch anderen Regionen zugute. Beispielsweise verdankt Zentralchina seine erfolgreiche Landwirtschaft ganz und gar dem Wind, der mineralreichen Sand aus den Wüsten Gobi und Taklamakan bringt. Dieses luftige Sand-Förderband ermöglichte es China schon früh, Millionen von Menschen zu ernähren. Die Voraussetzung für die Entstehung einer großen Zivilisation war geschaffen. Für viele Hochkulturen stand am Anfang ihrer Existenz der Wind als Zulieferer von Regen oder fruchtbarem Boden. In anderen Regionen der Welt verhinderte der Wind allerdings Ackerbau und Viehzucht. In Australien beispielsweise verbinden sich alle vorherrschenden Winde zu einer riesigen Spirale, die sich gegen den Uhrzeigersinn rund um den gesamten Kontinent dreht. Feuchtigkeit und Sand werden dem Boden hier fast völlig entzogen und erst im umliegenden Meer wieder freigesetzt. Eine landwirtschaftliche Nutzung war unter diesen Umständen unmöglich, die Ureinwohner Australiens blieben Jäger und Sammler. Mit der Erfindung des Segelschiffs änderte sich die Rolle des Windes für die Entwicklung des Menschen. Nun schufen die um die Erde strömenden Luftmassen nicht länger Barrieren, die den Lebensraum früherer Kulturen eingrenzten, vielmehr ermöglichten die Winde nun die Eroberung des gesamten Planeten.
Dirk Steffens enthüllt die wahre Bedeutung der Luft für die Entwicklung der Menschheit. Zu Beginn der Sendung spürt er die Macht dieses Elementes auf dem schnellsten Segelschiff der Welt auf. Obwohl wir kaum etwas so dringend benötigen wie die Luft zum Atmen, denken wir im Alltag kaum über sie nach. Dass die Bewegungen der Luftmassen rund um den Planeten für den Aufstieg und Fall großer Reiche verantwortlich sein könnten, diskutieren Forscher seit Kurzem. Wind scheint etwas völlig Chaotisches zu sein. Betrachtet man seine Bewegungen jedoch aus einer globalen Perspektive über einen längeren Zeitraum, erkennt man, dass bestimmte Windsysteme konstanten Routen rund um den Globus folgen. Und diese regelmäßigen Luftbewegungen sind für zahlreiche klimatische Besonderheiten unseres Planeten verantwortlich. Beispielsweise lassen bestimmte Windsysteme Wüsten entstehen, indem sie die Feuchtigkeit einer Region kontinuierlich in eine andere Weltgegend transportieren. Über Jahrtausende stellten Wüsten für den Menschen unüberwindbare Barrieren dar. Weder Hitze noch Wassermangel schränkten das Reisen so stark ein wie der Einfluss des Windes. Die Luftmassen verändern die Dünen einer Wüstenlandschaft ohne Pause, so dass eine Orientierung in dem wogenden, sich ständig neu formenden Sandmeer ohne moderne technische Hilfsmittel fast unmöglich ist. Zivilisationen konnten sich in der Wüste nur dort entwickeln, wo neben Wasser auch Orientierungspunkte zur Verfügung standen - entlang der Karawanenwege. Solche Siedlungen profitierten davon, dass jeder Reisende gezwungen war, einen ganz bestimmten Weg durch das Meer aus Sand zu nehmen. Meist kamen die Ressourcen großer Wüsten jedoch anderen Regionen zugute. Beispielsweise verdankt Zentralchina seine erfolgreiche Landwirtschaft ganz und gar dem Wind, der mineralreichen Sand aus den Wüsten Gobi und Taklamakan bringt. Dieses luftige Sand-Förderband ermöglichte es China schon früh, Millionen von Menschen zu ernähren. Die Voraussetzung für die Entstehung einer großen Zivilisation war geschaffen. Für viele Hochkulturen stand am Anfang ihrer Existenz der Wind als Zulieferer von Regen oder fruchtbarem Boden. In anderen Regionen der Welt verhinderte der Wind allerdings Ackerbau und Viehzucht. Beispielsweise in Australien verbinden sich alle vorherrschenden Winde zu einer riesigen Spirale, die sich gegen den Uhrzeigersinn rund um den gesamten Kontinent dreht. Feuchtigkeit und Sand werden dem Boden hier fast völlig entzogen und erst im umliegenden Meer wieder freigesetzt. Eine landwirtschaftliche Nutzung war unter diesen Umständen unmöglich, die Ureinwohner Australiens blieben Jäger und Sammler. Mit der Erfindung des Segelschiffes änderte sich die Rolle des Windes für die Entwicklung des Menschen. Nun schufen die um die Erde strömenden Luftmassen nicht länger Barrieren, die den Lebensraum früher Kulturen eingrenzten, vielmehr ermöglichten die Winde nun die Eroberung des gesamten Planeten. Die ZDF/BBC-Koproduktion "Die Macht der Elemente" zeigt in spektakulären Bildern, wie die Urkräfte der Erde jeden einzelnen Entwicklungsschritt des Menschen von den frühesten Zivilisationsschritten bis heute beeinflussen. Moderator Dirk Steffens bereist den gesamten Globus, um das Wirken von Feuer, Wasser, Erde und Luft zu dokumentieren. Wieso brennt es erst seit 400 Millionen Jahren auf der Erde? Warum siedelt sich der Mensch bevorzugt an den erdbebengefährdeten Rändern von Kontinentalplatten an? Wie kann Wassermangel zu Fortschritt führen? Und warum ist der Wind für den Aufstieg und Fall vieler Kulturen verantwortlich? Die Macht der Elemente wirkt auf unerwartete Weise, und oft ist nur im Rückblick zu erkennen, warum sich in bestimmten Regionen frühe Kulturen entwickeln konnten und in anderen Gegenden nicht. Die in HD produzierte Reihe wirkt vor allem durch großartige Landschaftsaufnahmen, aufwändig gedrehte Luftbilder mit modernster Technologie und extreme Zeitrafferaufnahmen. Dirk Steffens erläutert die Elemente nicht nur, sondern macht sie erlebbar. Ganz gleich, ob er mit dem Drachenflieger einen Regentropfen verfolgt, auf der Suche nach Gold in eine traditionelle afrikanische Goldmine hinabsteigt oder den Vulkanausbruch von Santorini an den Klippen hängend erklärt - immer ist der Zuschauer ganz nah am Geschehen.


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