Die Macht der Elemente - mit Dirk Steffens

  • Chand Baori im indischen Bundesstaat  Rajastan ist der größte Stufenbrunnen der Welt. Rund um diese Wasserquelle  fand das gesellschaftliche Leben statt, man traf sich zum Gebet ebenso wie zum Baden oder Wäsche waschen. Vergrößern
    Chand Baori im indischen Bundesstaat Rajastan ist der größte Stufenbrunnen der Welt. Rund um diese Wasserquelle fand das gesellschaftliche Leben statt, man traf sich zum Gebet ebenso wie zum Baden oder Wäsche waschen.
    Fotoquelle: ZDF/Paul Francis Jenkins
  • Morgendreh am Mono Lake: Schon um 6.00 Uhr früh steht die Crew bereit, um See und Moderator im besten Licht aufzunehmen. Vergrößern
    Morgendreh am Mono Lake: Schon um 6.00 Uhr früh steht die Crew bereit, um See und Moderator im besten Licht aufzunehmen.
    Fotoquelle: ZDF/Ruth Omphalius
  • Dirk Steffens unterwegs auf dem Tonle Sap See in Kambodscha. Vergrößern
    Dirk Steffens unterwegs auf dem Tonle Sap See in Kambodscha.
    Fotoquelle: ZDF/Ruth Omphalius
  • Auch der Mono Lake wäre fast dem Durst der Metropole Los Angeles zum Opfer gefallen. 1941 erweiterte man das Aquädukt und leitete wertvolles Oberflächenwasser ab. Proteste in den 1970er und 80er Jahren verhinderten schließlich die weitere Wasserentnahme. Seither steigt der Wasserspiegel langsam wieder an. Vergrößern
    Auch der Mono Lake wäre fast dem Durst der Metropole Los Angeles zum Opfer gefallen. 1941 erweiterte man das Aquädukt und leitete wertvolles Oberflächenwasser ab. Proteste in den 1970er und 80er Jahren verhinderten schließlich die weitere Wasserentnahme. Seither steigt der Wasserspiegel langsam wieder an.
    Fotoquelle: ZDF/Ruth Omphalius
  • Dirk Steffens in der berühmten Tempelanlage von Angkor Wat. Um die Anlage herum haben Forscher die größte vorindustrielle Siedlung der Welt entdeckt. Radarmessungen der Nasa belegen: Die Besiedlung um Angkor Wat erstreckte sich über gut 3000 Quadratkilometer. Vergrößern
    Dirk Steffens in der berühmten Tempelanlage von Angkor Wat. Um die Anlage herum haben Forscher die größte vorindustrielle Siedlung der Welt entdeckt. Radarmessungen der Nasa belegen: Die Besiedlung um Angkor Wat erstreckte sich über gut 3000 Quadratkilometer.
    Fotoquelle: ZDF/Kerstin Luxenhofer
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    Fotoquelle: ZDF
Report, Wissenschaft
Die Macht der Elemente - mit Dirk Steffens

Infos
Produktionsland
GB
3sat
Di., 18.09.
04:40 - 05:20
Wasser


Das Vorhandensein von Wasser legt selbst heute noch fest, wo Menschen leben können und wo nicht. Betrachtet man die Erde vom Weltall aus, so scheint es reichlich Wasser zu geben. Dirk Steffens' zweiter Teil der Reise beginnt dort, wo man den Wert des Wassers am höchsten zu schätzen weiß: mitten in der Wüste. Nirgendwo sonst wird die Abhängigkeit von diesem besonderen Element so deutlich wie dort. Drei Viertel der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt, es verleiht dem Planeten seine charakteristische blaue Farbe. Die größte Menge ist für den Menschen bislang jedoch völlig nutzlos: Mehr als 97 Prozent der Wasservorkommen sind salziges Meerwasser. Meerwasser kann weder als Trinkwasser noch zum Bewässern von Nutzpflanzen verwendet werden. Von dem winzigen Rest Süßwasser hängt auch heute noch das Überleben der Menschheit ab.
In dieser Folge ist Dirk Steffens dem Element Wasser auf der Spur. Seine Reise beginnt dort, wo man den Wert des Wassers am höchsten zu schätzen weiß: mitten in der Wüste. Vor rund 6000 Jahren hinterließen Menschen prächtige Felsbilder, die die Sahara als üppige Savannenlandschaft mit Elefanten, Giraffen und Antilopen zeigen. Sogar Krokodile tummelten sich dort, wo heute nur noch trockener Wüstensand zu finden ist. Das Vorhandensein von Wasser legt selbst heute noch fest, wo Menschen leben können und wo nicht. Betrachtet man die Erde vom Weltall aus, so scheint es reichlich Wasser zu geben. Drei Viertel der Erdoberfläche sind von diesem Element bedeckt, es verleiht dem Planeten seine charakteristische blaue Farbe. Die größte Menge ist für den Menschen bislang jedoch völlig nutzlos. Mehr als 97 Prozent der irdischen Wasservorräte sind salziges Meerwasser, das wir weder trinken, noch zum Bewässern von Nutzpflanzen verwenden können. Von dem winzigen Rest Süßwasser hängt bis heute das Überleben der Menschheit ab. Überall auf der Welt stößt Dirk Steffens auf Hinweise, wie das Wasser Zivilisationen entstehen und wieder untergehen ließ. Not macht bekanntlich erfinderisch. Und tatsächlich lassen sich einige wichtige Entdeckungen auf akuten Wassermangel zurückführen. Die Sichel beispielsweise ist eine solche Erfindung. Vermutlich wurde sie entwickelt, als ein Klimawandel in Nordafrika zu Dürreperioden führte. Mit diesem neuen Instrument war es möglich, sich in der Nähe von Flüssen niederzulassen, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben und Vorräte einzulagern. Hochkulturen entstanden zunächst bevorzugt an großen Flussläufen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Ägypten, das allein den Fluten des Nils und dem fruchtbaren Nilschlamm seinen frühen Aufschwung verdankte. Ein umfangreicher Verwaltungsapparat entstand einzig und allein zu dem Zweck, Wasser und Vorräte sinnvoll zu verteilen. Damit wird Wasser zu einem der Hauptfaktoren für die Bildung komplexer gesellschaftlicher Strukturen. Unsere Abhängigkeit vom Wasser hat sich seit den Zeiten der Ägypter kaum geändert. Mittlerweile haben wir jedoch die Möglichkeiten, Süßwasser in großem Stil dort festzuhalten, wo wir es brauchen. Und weil das meiste davon in Sammelbecken auf der dichter bevölkerten Nordhalbkugel aufgestaut ist, wirkt sich das zusätzliche Gewicht sogar auf die Drehung der Erde um ihre Achse aus. Das führt beispielsweise dazu, dass ihre Geschwindigkeit leicht zunimmt und der Erdentag im Verlauf der vergangenen 40 Jahre um den achtmillionsten Teil einer Sekunde verkürzt wurde. Welche Auswirkungen unser massiver Zugriff auf das Element Wasser in Zukunft für den Wasserhaushalt der Erde haben wird, ist noch unklar. Allerdings steht für Experten schon lange fest, dass die Ressource Wasser bei steigenden Weltbevölkerungszahlen immer wichtiger wird. Die Kriege der Zukunft werden nicht mehr um Öl geführt werden, sondern um Wasser. Die ZDF/BBC-Koproduktion "Die Macht der Elemente" zeigt in spektakulären Bildern, wie die Urkräfte der Erde jeden einzelnen Entwicklungsschritt des Menschen von den frühesten Zivilisationsschritten bis heute beeinflussen. Moderator Dirk Steffens bereist den gesamten Globus, um das Wirken von Feuer, Wasser, Erde und Luft zu dokumentieren. Wieso brennt es erst seit 400 Millionen Jahren auf der Erde? Warum siedelt sich der Mensch bevorzugt an den erdbebengefährdeten Rändern von Kontinentalplatten an? Wie kann Wassermangel zu Fortschritt führen? Und warum ist der Wind für den Aufstieg und Fall vieler Kulturen verantwortlich? Die Macht der Elemente wirkt auf unerwartete Weise, und oft ist nur im Rückblick zu erkennen, warum sich in bestimmten Regionen frühe Kulturen entwickeln konnten und in anderen Gegenden nicht. Die in HD produzierte Reihe wirkt vor allem durch großartige Landschaftsaufnahmen, aufwendig gedrehte Luftbilder mit modernster Technologie und extreme Zeitrafferaufnahmen. Dirk Steffens erläutert die Elemente nicht nur, sondern macht sie erlebbar. Ganz gleich, ob er mit dem Drachenflieger einen Regentropfen verfolgt, auf der Suche nach Gold in eine traditionelle afrikanische Goldmine hinabsteigt oder den Vulkanausbruch von Santorini an den Klippen hängend erklärt - immer sind die Zuschauer ganz nah am Geschehen.


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