Die Macht der Elemente - mit Dirk Steffens

Dirk Steffens in der berühmten Tempelanlage von Angkor Wat. Um die Anlage herum haben Forscher die größte vorindustrielle Siedlung der Welt entdeckt. Radarmessungen der NASA belegen: Die Besiedlung um Angkor Wat erstreckte sich über gut 3000 Quadratkilometer. Vergrößern
Dirk Steffens in der berühmten Tempelanlage von Angkor Wat. Um die Anlage herum haben Forscher die größte vorindustrielle Siedlung der Welt entdeckt. Radarmessungen der NASA belegen: Die Besiedlung um Angkor Wat erstreckte sich über gut 3000 Quadratkilometer.
Fotoquelle: ZDF/Kerstin Luxenhofer
Report, Wissenschaft
Die Macht der Elemente - mit Dirk Steffens

Infos
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsdatum
2011
ZDFneo
Sa., 29.09.
08:00 - 08:40
Wasser


In dieser Folge ist Dirk Steffens dem Element Wasser auf der Spur. Seine Reise beginnt dort, wo man den Wert des Wassers am höchsten zu schätzen weiß: mitten in der Wüste. Vor rund 6000 Jahren hinterließen Menschen prächtige Felsbilder, die die Sahara als üppige Savannenlandschaft mit Elefanten, Giraffen und Antilopen zeigen. Sogar Krokodile tummelten sich dort, wo heute nur noch trockener Wüstensand zu finden ist. Das Vorhandensein von Wasser legt selbst heute noch fest, wo Menschen leben können und wo nicht. Betrachtet man die Erde vom Weltall aus, so scheint es reichlich Wasser zu geben. Drei Viertel der Erdoberfläche sind von diesem Element bedeckt, es verleiht dem Planeten seine charakteristische blaue Farbe. Die größte Menge ist für den Menschen bislang jedoch völlig nutzlos. Mehr als 97 Prozent der irdischen Wasservorräte sind salziges Meerwasser, das wir weder trinken, noch zum Bewässern von Nutzpflanzen verwenden können. Von dem winzigen Rest Süßwasser hängt bis heute das Überleben der Menschheit ab. Überall auf der Welt stößt Dirk Steffens auf Hinweise, wie das Wasser Zivilisationen entstehen und wieder untergehen ließ. Not macht bekanntlich erfinderisch. Und tatsächlich lassen sich einige wichtige Entdeckungen auf akuten Wassermangel zurückführen. Die Sichel beispielsweise ist eine solche Erfindung. Vermutlich wurde sie entwickelt, als ein Klimawandel in Nordafrika zu Dürreperioden führte. Mit diesem neuen Instrument war es möglich, sich in der Nähe von Flüssen niederzulassen, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben und Vorräte einzulagern. Hochkulturen entstanden zunächst bevorzugt an großen Flussläufen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Ägypten, das allein den Fluten des Nils und dem fruchtbaren Nilschlamm seinen frühen Aufschwung verdankte. Ein umfangreicher Verwaltungsapparat entstand einzig und allein zu dem Zweck, Wasser und Vorräte sinnvoll zu verteilen. Damit wird Wasser zu einem der Hauptfaktoren für die Bildung komplexer gesellschaftlicher Strukturen. Unsere Abhängigkeit vom Wasser hat sich seit den Zeiten der Ägypter kaum geändert. Mittlerweile haben wir jedoch die Möglichkeiten, Süßwasser in großem Stil dort festzuhalten, wo wir es brauchen. Und weil das meiste davon in Sammelbecken auf der dichter bevölkerten Nordhalbkugel aufgestaut ist, wirkt sich das zusätzliche Gewicht sogar auf die Drehung der Erde um ihre Achse aus. Das führt beispielsweise dazu, dass ihre Geschwindigkeit leicht zunimmt und der Erdentag im Verlauf der vergangenen 40 Jahre um den achtmillionsten Teil einer Sekunde verkürzt wurde. Welche Auswirkungen unser massiver Zugriff auf das Element Wasser in Zukunft für den Wasserhaushalt der Erde haben wird, ist noch unklar. Allerdings steht für Experten schon lange fest, dass die Ressource Wasser bei steigenden Weltbevölkerungszahlen immer wichtiger wird. Die Kriege der Zukunft werden nicht mehr um Öl geführt werden, sondern um Wasser. Die ZDF/BBC-Koproduktion "Die Macht der Elemente" zeigt in spektakulären Bildern, wie die Urkräfte der Erde jeden einzelnen Entwicklungsschritt des Menschen von den frühesten Zivilisationsschritten bis heute beeinflussen. Moderator Dirk Steffens bereist den gesamten Globus, um das Wirken von Feuer, Wasser, Erde und Luft zu dokumentieren. Wieso brennt es erst seit 400 Millionen Jahren auf der Erde? Warum siedelt sich der Mensch bevorzugt an den erdbebengefährdeten Rändern von Kontinentalplatten an? Wie kann Wassermangel zu Fortschritt führen? Und warum ist der Wind für den Aufstieg und Fall vieler Kulturen verantwortlich? Die Macht der Elemente wirkt auf unerwartete Weise, und oft ist nur im Rückblick zu erkennen, warum sich in bestimmten Regionen frühe Kulturen entwickeln konnten und in anderen Gegenden nicht. Die in HD produzierte Reihe wirkt vor allem durch großartige Landschaftsaufnahmen, aufwendig gedrehte Luftbilder mit modernster Technologie und extreme Zeitrafferaufnahmen. Dirk Steffens erläutert die Elemente nicht nur, sondern macht sie erlebbar. Ganz gleich, ob er mit dem Drachenflieger einen Regentropfen verfolgt, auf der Suche nach Gold in eine traditionelle afrikanische Goldmine hinabsteigt oder den Vulkanausbruch von Santorini an den Klippen hängend erklärt - immer sind die Zuschauer ganz nah am Geschehen.


Werbepause? Zeit für Spielchen!

Das könnte Sie auch interessieren

ARD Bei vielen Krankheiten werden schnell Antibiotika verschrieben. Doch die helfen immer seltener. Dabei gibt es eine Lösung: Therapieviren. Über das nicht unumstrittene Verfahren berichtet Susanne Holst bei "Wissen vor acht - Mensch".

Wissen vor acht - Mensch

Report | 27.09.2018 | 19:45 - 19:50 Uhr
2.5/502
Lesermeinung
3sat Matthias Euba

Newton

Report | 28.09.2018 | 05:50 - 06:15 Uhr
4/502
Lesermeinung
3sat Felix Prinz zu Löwenstein ist Vorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)
Prinz zu Löwenstein: "Gentechnik wird unsere Probleme nicht lösen."

Crispr - Revolution im Genlabor

Report | 28.09.2018 | 20:15 - 21:00 Uhr
/500
Lesermeinung
News
Gerburg Jahnke war zwölf Jahre lang das Gesicht von "Ladies Night".

Zwölf Jahre lang war Gerburg Jahnke Gastgeberin der Comedy-Sendung "Ladies Night" (WDR und ARD). Nun…  Mehr

27 Jahre lang war Dr. Gabriele Weishäupl als Fremdenverkehrsdirektorin Chefin der Wiesn. In dieser Zeit sorgte sie für etliche Reformen und machte das Dirndl endgültig "wiesntauglich".

27 Jahre lang war Gabriele Weishäupl Tourismusdirektorin und damit die Wiesn-Chefin der Stadt Münche…  Mehr

Nachdem er ihn gefeuert hat, gerät Mike Regan (Pierce Brosnan, rechts) mit seinem Mitarbeiter Ed (James Frecheville) aneinander.

Was passiert, wenn das komplette Eigenheim vernetzt ist und man es sich plötzlich mit einem IT-Spezi…  Mehr

Bettina Schliephake-Burchardt, Enie van de Meiklokjes, Christian Hümbs und die zehn Kandidaten von "Das große Backen" 2018.

Ab dem 9. September messen sich wieder jeden Sonntag zehn Hobbybäcker bei SAT.1 in "Das große Backen…  Mehr

Seltene Aufnahme: Ein Scheibenbauchfisch aus dem Marianengraben hält mit 8178 Metern den Tiefenweltrekord bei den Fischen.

Wie sieht das Meer am tiefsten Punkt der Erde aus und welche Lebewesen schaffen es, dort zu überlebe…  Mehr