Die Macht der Stasi

Der ehemalige Fluchthelfer Wolfgang Welsch in Israel, wo die Stasi vor 34 Jahren einen Giftanschlag auf ihn verübte. Vergrößern
Der ehemalige Fluchthelfer Wolfgang Welsch in Israel, wo die Stasi vor 34 Jahren einen Giftanschlag auf ihn verübte.
Fotoquelle: ZDF/Vita Spieß
Report, Zeitgeschichte
Die Macht der Stasi

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2015
ZDFinfo
Mo., 25.06.
01:10 - 01:55
Jagd auf einen Staatsfeind


Wolfgang Welsch ist 1964 gerade 20 Jahre alt, als er die Flucht aus der DDR versucht. Er wird festgenommen und ins Stasi-Gefängnis nach Schwerin gebracht, von dort aus nach Berlin-Pankow. Vier Monate später wird er zu zwei Jahren Haft verurteilt und ins Gefängnis Rummelsburg überstellt. Ein weiterer Prozess folgt, der Vorwurf lautet "Spionage für die CIA". 1967 soll Welsch freigekauft werden. Er lehnt jedoch ab, denn er will in der DDR Widerstand leisten, einen DDR-kritischen Film drehen. Ende 1967 wird er erneut festgenommen und im Juli 1968 zu fünf Jahren Haft verurteilt. Ein freigekaufter Mitgefangener setzt sich bei Amnesty International für ihn ein, Welsch wird "Gefangener des Jahres", erhält erneut ein Freikauf-Angebot und kann im März 1971 die gehasste DDR verlassen. In der Bundesrepublik betätigt er sich als Fluchthelfer, nun macht die Stasi "Jagd" auf ihn. Der IM Peter Haack wird auf ihn angesetzt. Zwei Mordversuche misslingen, einen dritten überlebt Welsch nur knapp. Er erzählt seine Geschichte weitestgehend an den Original-Orten. Dazu sind ehemalige Stasi-Mitarbeiter zu hören, ein ehemaliger Mithäftling, Gespräche von Wolfgang Welsch mit Roland Jahn und Silke Klewin, Leiterin der Gedenkstätte Bautzen. Außerdem gibt es Archiv-Material, soweit vorhanden. Wolfgang Welsch hat seine Geschichte im Buch "Ich war Staatsfeind Nr. 1" veröffentlicht.


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