Die Magie der Mongolei

  • Maralhirsch. Vergrößern
    Maralhirsch.
    Fotoquelle: ZDF/ORF, Heinz Leger
  • Regisseur Heinz Leger, Dolmetscher Erdenechimeg, Kameramann Josef Neuper, Assistent Christian Stolz. Vergrößern
    Regisseur Heinz Leger, Dolmetscher Erdenechimeg, Kameramann Josef Neuper, Assistent Christian Stolz.
    Fotoquelle: ZDF/ORF, Heinz Leger
  • Reiter in der Wüste Gobi. Vergrößern
    Reiter in der Wüste Gobi.
    Fotoquelle: ZDF/ORF, Heinz Leger
  • Wüste Gobi - die höchsten Dünen der Welt. Vergrößern
    Wüste Gobi - die höchsten Dünen der Welt.
    Fotoquelle: ZDF/ORF, Heinz Leger
  • Minus 40 Grad am Fluss. Vergrößern
    Minus 40 Grad am Fluss.
    Fotoquelle: ZDF/ORF, Heinz Leger
  • Moschustier. Vergrößern
    Moschustier.
    Fotoquelle: ZDF/ORF, Heinz Leger
  • Kasachischer  Adlerjäger. Vergrößern
    Kasachischer Adlerjäger.
    Fotoquelle: ZDF/ORF, Heinz Leger
Natur+Reisen, Landschaftsbild
Die Magie der Mongolei

Infos
Produktionsland
Österreich
Produktionsdatum
2006
3sat
Fr., 22.03.
04:20 - 05:05


Isoliert von den Wäldern Sibiriens im Norden und der Chinesischen Mauer im Süden, liegt im Herzen Asiens eine der schönsten und unberührtesten Naturlandschaften der Erde: die Mongolei. Das Land bietet einer Vielzahl selten gewordener Tierarten Platz und Rückzugsmöglichkeit. Der Film unternimmt einen Streifzug durch ein Land der Extreme mit faszinierenden Bildern aus einer der kältesten und gleichzeitig der heißesten Gegenden der Welt. Schneidend peitscht der Wind durch das Altaigebirge im Nordwesten der Mongolei. Es ist Winter. Minus 40 Grad Celsius machen einen Aufenthalt im Freien zur Qual. "Eingepackt wie die Kosmonauten", so witzeln die mongolischen Mitarbeiter, ist das Filmteam in den Bergen unterwegs um Argali-Wildschafe zu drehen. Für die Reise in das kalte Herz Asiens waren umfangreiche Vorbereitungen notwendig. Wie dreht man bei solchen Temperaturen? "Am besten gar nicht", war die lapidare Antwort der konsultierten Techniker. Doch mit dieser Auskunft wollte sich das Team nicht zufrieden geben. Bei aufwendigen Materialtests wurden in der Kältekammer des Wiener Arsenals die Schwachstellen des Equipments aufgespürt und beseitigt. So mussten zum Beispiel Spezialkabel angefertigt werden, da herkömmliche Videokabel bei diesen Temperaturen wie dürres Holz brechen. "Abgesehen von den wirklich widrigen Arbeitsbedingungen im Winter, war die Gastfreundschaft der Menschen in den entlegenen Gebieten im russisch-chinesischen Grenzgebiet die größte Überraschung", erzählt Filmemacher Heinz Leger. "Selbst wenn wir unangemeldet mitten in der Nacht bei einer der wenigen Familien, die im Gebirge überwintern, auftauchten, wurden wir mit offenen Armen empfangen und reich bewirtet." In dieser freundschaftlichen Atmosphäre entstanden atemberaubende Bilder der letzten kasachischen Adlerjäger, die mit ihren Steinadlern auf Beizjagd gehen, von Takhis, den mongolischen Wildpferden, die in den Tälern dem schneidenden Wind trotzen, und Aufnahmen vom Moschustier, einem Verwandten unserer Hirsche, das aussieht wie ein Reh mit Vampirzähnen. Von den eisigen Gipfeln im Norden ging es weiter zu den gewaltigen Sanddünen der Wüste Gobi. Unter der sengenden Sonne recken sich hier mächtige Sandberge in die Höhe. Der ständige Nordwestwind treibt den feinen Sand langsam vor sich her. Sand, der aus längst versiegten Flüssen und Seen stammt, wird hier zu Dünen geformt, die die Einheimischen "singenden Sand" nennen. In keiner Wüste der Welt gibt es so viele Sandberge mit Höhen von mehreren hundert Metern, und am abendlichen Feuer flüstern sich die Einheimischen oft Geschichten über die Dünengeister zu. Doch die Mongolei besteht nicht nur aus Sand und Stein: Der Norden des Landes erinnert an die Alpen. Im dichten Lärchenwald sind Wildschweine auf der Suche nach Futter, und in den Flüssen tummelt sich eine Vielzahl von Fischen, darunter der größte Verwandte aus der Familie der Forellen und Lachse, der Taimen.


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