Die Memel

Natur+Reisen, Landschaftsbild
Die Memel

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Produktionsland
Deutschland
RBB
Fr., 25.05.
15:15 - 16:00
Stiller Fluss mit bewegter Geschichte


Etwa 40 Kilometer südwestlich der weißrussischen Hauptstadt Minsk vereinigen sich die drei Quellflüsse Uscha, Loscha und Njemenec zur Memel. Dieser Fluss hat in jeder Sprache seinen eigenen Namen. In Weißrussland heißt die Memel Njoman, nachdem sie kurz hinter Grodno Litauen erreicht, ist ihr Name Nemunas. Es gibt sicher größere, wildere, spektakulärere Flüsse in Europa, aber wohl keinen, dessen Name so sehr für eine Region steht, in der die Grenzen häufig wechselten, und die Menschen sehr oft litten. Davon handelt dieser Film. Ein NDR Fernsehteam folgt dem Verlauf des Flusses über fast 1.000 Kilometer von der Quelle in Weißrussland bis zum Memeldelta, wo sich die Mündungsarme in die Ostsee ergießen. Auf der langen Reise kommt es zu Begegnungen mit Menschen links und rechts der Memel. An dem stillen Fluss mit der bewegten Geschichte sind die Grenzen zwischen Gestern und Heute, zwischen Vergangenheit und Gegenwart oft fließend. Menschen lassen Einblicke in ihr Leben zu. Die junge weißrussische Familie, die nahe der Memel in einem kleinen Dorf ihren Traum vom einfachen Leben verwirklicht hat, ebenso wie der alte litauische Partisan, der gegen Ende des Zweiten Weltkrieges gegen die russischen Besatzer kämpfte und zehn Jahre seines Lebens in sowjetischer Lagerhaft verbrachte. Es gibt Begegnungen mit einem Zeidler, einem Waldimker, und in Kaunas mit zwei Tauchern, die Relikte des Krieges vom Grund der Memel bergen. Kaunas war einst ein bedeutendes jüdisches Zentrum. Von ehemals 30 Synagogen ist nur eine einzige übrig geblieben. In Sowjetsk, dem früheren Tilsit, auf der anderen Seite der Memel in der zu Russland gehörenden Oblast Kaliningrad, dem Königsberger Gebiet, gelegen, trifft das Fernsehteam einen jungen Schauspieler. Und es erlebt eine Stadt, in der außer ein paar Gebäuden, die den Krieg überstanden haben, nicht mehr viel an die Jahrhunderte erinnert, in denen Sowjetsk Tilsit hieß und deutsch war. Zurück in Litauen: Es gibt ein Treffen mit einem alten Mann, der einmal ein sogenanntes Wolfskind war, eines von ein paar Tausend deutschen Kindern, die in den letzten Kriegstagen von Ostpreußen, als eine Welt im Bombenhagel unterging, über die Memel nach Litauen flüchteten und nur überlebten, weil sie Aufnahme bei litauischen Familien fanden. Durch das alte Memelland, das einst zu Ostpreußen gehörte, geht die Reise entlang der Memel weiter bis zum Delta. Es ist ein wildes Stück Natur, eine Wasserwildnis wie ein Aderngeflecht mit heimlichen Buchten, Erlenbrüchen, Urwäldern aus Schilf, durch die die Mündungsarme der Memel zur Ostsee fließen.
Etwa 40 Kilometer südwestlich der weißrussischen Hauptstadt Minsk vereinigen sich die drei Quellflüsse Uscha, Loscha und Njemenec zur Memel. Dieser Fluss hat in jeder Sprache seinen eigenen Namen. In Weißrussland heißt die Memel Njoman, nachdem sie kurz hinter Grodno Litauen erreicht, ist ihr Name Nemunas.
Es gibt sicher größere, wildere, spektakulärere Flüsse in Europa, aber wohl keinen, dessen Name so sehr für eine Region steht, in der die Grenzen häufig wechselten, und die Menschen sehr oft litten.
Davon handelt dieser Film. Ein NDR Fernsehteam folgt dem Verlauf des Flusses über fast 1.000 Kilometer von der Quelle in Weißrussland bis zum Memeldelta, wo sich die Mündungsarme in die Ostsee ergießen.
Auf der langen Reise kommt es zu Begegnungen mit Menschen links und rechts der Memel. An dem stillen Fluss mit der bewegten Geschichte sind die Grenzen zwischen Gestern und Heute, zwischen Vergangenheit und Gegenwart oft fließend.
Menschen lassen Einblicke in ihr Leben zu. Die junge weißrussische Familie, die nahe der Memel in einem kleinen Dorf ihren Traum vom einfachen Leben verwirklicht hat, ebenso wie der alte litauische Partisan, der gegen Ende des Zweiten Weltkrieges gegen die russischen Besatzer kämpfte und zehn Jahre seines Lebens in sowjetischer Lagerhaft verbrachte.
Es gibt Begegnungen mit einem Zeidler, einem Waldimker, und in Kaunas mit zwei Tauchern, die Relikte des Krieges vom Grund der Memel bergen. Kaunas war einst ein bedeutendes jüdisches Zentrum. Von ehemals 30 Synagogen ist nur eine einzige übrig geblieben.
In Sowjetsk, dem früheren Tilsit, auf der anderen Seite der Memel in der zu Russland gehörenden Oblast Kaliningrad, dem Königsberger Gebiet, gelegen, trifft das Fernsehteam einen jungen Schauspieler. Und es erlebt eine Stadt, in der außer ein paar Gebäuden, die den Krieg überstanden haben, nicht mehr viel an die Jahrhunderte erinnert, in denen Sowjetsk Tilsit hieß und deutsch war.
Zurück in Litauen: Es gibt ein Treffen mit einem alten Mann, der einmal ein sogenanntes Wolfskind war, eines von ein paar Tausend deutschen Kindern, die in den letzten Kriegstagen von Ostpreußen, als eine Welt im Bombenhagel unterging, über die Memel nach Litauen flüchteten und nur überlebten, weil sie Aufnahme bei litauischen Familien fanden.
Durch das alte Memelland, das einst zu Ostpreußen gehörte, geht die Reise entlang der Memel weiter bis zum Delta. Es ist ein wildes Stück Natur, eine Wasserwildnis wie ein Aderngeflecht mit heimlichen Buchten, Erlenbrüchen, Urwäldern aus Schilf, durch die die Mündungsarme der Memel zur Ostsee fließen.


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