Die Multi-Kulti-Cops

Nadja Poleschikova und Atakan Akdag fahren in Hannover gemeinsam Streife. Vergrößern
Nadja Poleschikova und Atakan Akdag fahren in Hannover gemeinsam Streife.
Fotoquelle: ZDF/Ralf Wilharm
Report, Dokumentation
Die Multi-Kulti-Cops

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2016
ZDFinfo
Do., 11.10.
15:15 - 15:45
Auf Streife mit Atakan und Nadja


Er hat türkische Wurzeln, sie usbekische: Atakan und Nadja gehören zu den wenigen deutschen Polizisten mit Migrationshintergrund. Zu vielen Einsätzen werden die beiden gezielt geschickt. Mit ihren Sprachkenntnissen können sie häufig schnell eine gefährliche Situation beruhigen. Deshalb werden Atakan und Nadja auch in besonders brisanten Gebieten der Polizei in Hannover eingesetzt. Die "ZDF.reportage" begleitet sie im Streifendienst. Bundesweit gibt es rund 250 000 Polizeibeamte. Nur knapp ein Prozent von ihnen hat einen Migrationshintergrund. Solche Beamten sind bei der Polizei deutlich unterrepräsentiert. Ihr Anteil steigt jedoch überall dort, wo um Nachwuchs aus Einwandererfamilien gezielt geworben wird. Mit Erfolg: In Niedersachsen haben von 1000 Polizeischülern inzwischen 160 einen Migrationshintergrund. Solch eine Steigerung gelang im Bundesvergleich sonst nur Berlin. Atakan Akdag (34) und Nadja Poleschikova (28) gehören zu dieser neuen Generation von Beamten. Atakan wuchs im Ruhrpott auf. Seine Eltern kamen als Gastarbeiter in den 70er Jahren nach Deutschland. Atakan ging 2003 nach Hannover. Sein Onkel, den er sehr bewundert, war in der Türkei Polizist - für Atakan schien dieser Beruf auch aus familiärer Tradition die optimale Wahl zu sein. Nadja Poleschikova stammt aus Usbekistan. Mit zwölf kam sie zusammen mit ihrer Mutter nach Deutschland - mit einem klaren Ziel vor Augen: Ihr Traumberuf war Polizistin. Nach dem Abitur schaffte sie die Aufnahmeprüfung und ist jetzt seit gut sieben Jahren im Dienst, drei davon auf Streife im Gebiet der Polizeiinspektion Hannover West. Ihre Mutter war strikt gegen die Polizeilaufbahn, sie hatte sich für ihre Tochter etwas "Besseres" gewünscht, eine Bankkarriere beispielsweise. Und sie hatte auch schlicht Angst um ihr einziges Kind. Denn Nadja wird regelmäßig angefordert, wenn Russischkenntnisse in einer brenzligen Situation erforderlich und hilfreich sind. So muss sie bei einer Schlägerei eingreifen. Ein Russe mit 3,39 Promille im Blut ist auf einen seiner Kumpel losgegangen. Erst als Nadja eingreift und ihn in der russischen Muttersprache zurechtweist, beruhigt sich die Situation. Die "ZDF.reportage" begleitet die beiden Migranten in Uniform bei ihren Streifenfahrten in Hannover und erlebt den alltäglichen Polizeistress - auf Türkisch und Russisch.


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