Die Mystik der Derwische

  • Der 19-jährige Kosovo-Albaner Alixhan Basha studiert Informatik in Prizren und hat sich entschieden, Derwisch-Schüler bei der Rufai-Bruderschaft zu werden. Vergrößern
    Der 19-jährige Kosovo-Albaner Alixhan Basha studiert Informatik in Prizren und hat sich entschieden, Derwisch-Schüler bei der Rufai-Bruderschaft zu werden.
    Fotoquelle: ZDF
  • Die Tyrbe, das Grabmal der Rufai-Derwische: Auf dem größten Friedhof von Prizren fanden schon immer Muslime der unterschiedlichen Glaubensrichtungen ihre letzte Ruhestätte. Vergrößern
    Die Tyrbe, das Grabmal der Rufai-Derwische: Auf dem größten Friedhof von Prizren fanden schon immer Muslime der unterschiedlichen Glaubensrichtungen ihre letzte Ruhestätte.
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  • Das Oberhaupt der Bektaschi-Derwische, Baba Edmond Brahimaj. Er ist das Oberhaupt aller Bektaschi-Sufis. Vergrößern
    Das Oberhaupt der Bektaschi-Derwische, Baba Edmond Brahimaj. Er ist das Oberhaupt aller Bektaschi-Sufis.
    Fotoquelle: ZDF
  • Derwisch-Novize Hisen Sulejmani (2.v.r.) und seine Pilgergruppe in Berat, Albanien. Eine Stadt mit hellen Häusern im osmanischen Stil -- etwa hundert Kilometer südlich von Tirana Vergrößern
    Derwisch-Novize Hisen Sulejmani (2.v.r.) und seine Pilgergruppe in Berat, Albanien. Eine Stadt mit hellen Häusern im osmanischen Stil -- etwa hundert Kilometer südlich von Tirana
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  • Die Rufai-Derwische bei der jährlichen Novruz-Feier: Während des Rituals durchstechen sich die Gläubigen die Wangen mit langen Nadeln. Vergrößern
    Die Rufai-Derwische bei der jährlichen Novruz-Feier: Während des Rituals durchstechen sich die Gläubigen die Wangen mit langen Nadeln.
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  • Der 29-jährige Albaner Hisen Sulejmani hat alte osmanische Sprachen studiert und will Bektaschi-Derwisch werden. Er ist ein sogenannter Muhib und steht am Ende seiner dreijährigen Probezeit. Vergrößern
    Der 29-jährige Albaner Hisen Sulejmani hat alte osmanische Sprachen studiert und will Bektaschi-Derwisch werden. Er ist ein sogenannter Muhib und steht am Ende seiner dreijährigen Probezeit.
    Fotoquelle: ZDF
Report, Dokumentation
Die Mystik der Derwische

Infos
Online verfügbar von 12/01 bis 11/02
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
arte
Sa., 12.01.
19:30 - 20:15
Eine vergessene Tradition des Balkans


Derwisch, ein Begriff aus dem Persischen, bedeutet so viel wie "Tür" oder "Tor" und steht in der sufischen Symbolik für die Schwelle zwischen dem Erkennen der diesseitigen irdischen und der jenseitigen göttlichen Welt. Der 19-jährige Kosovo-Albaner Alixhan Basha, eigentlich Informatikstudent, sucht diese Erkenntnis bei den Rufai-Derwischen in Prizren. Der Film begleitet ihn, wie er die mystischen Praktiken des Sufismus kennenlernt - auch archaisch anmutende Rituale wie das rituelle Durchstechen der Wangen. Wird es ihm gelingen, die Zwänge seines modernen Alltagslebens mit seiner spirituellen Ausbildung zu vereinen? Im Gegensatz zu Alixhan lebt der 29-jährige Hisen Sulejmani als Derwisch-Novize wie ein Mönch. Sein Zuhause ist das Zentrum der Bektaschi-Sufis in Tirana und sein Alltag spielt sich zwischen Gebet und dem Studium alter Schriften ab. Doch dann erhält er vom Ordensführer einen ungewöhnlichen Auftrag: Ausgerechnet er soll drei junge Frauen zum Opferfest auf den heiligen Berg Tomorr führen und ihnen die religiösen Traditionen der Bektaschi-Derwische näherbringen. Es beginnt eine spirituelle Reise, bei der traditionelles Rollenverständnis und das neue Selbstbewusstsein moderner Albanerinnen aufeinandertreffen. Die Dokumentation wirft einen detaillierten Blick auf die mystischen Sufi-Traditionen des Balkans. Jahrhundertealte Bräuche zeigen einen Islam, wie ihn der Zuschauer noch nicht kennt.


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