Die Reise der Menschheit

  • Prof. Jochen Oltmer und Dirk Steffens in Berlin. Nationalismus ist ein Phänomen des 19. Jahrhunderts. Nationen werden gemacht. Vergrößern
    Prof. Jochen Oltmer und Dirk Steffens in Berlin. Nationalismus ist ein Phänomen des 19. Jahrhunderts. Nationen werden gemacht.
    Fotoquelle: ZDF/Martin Christ
  • Lost in Translation: Dirk Steffens versucht den Weg zum Edo Museum in Tokio zu finden, wo er Prof. Ichikawa treffen will.  Von ihm will er in Erfahrung bringen, welche Folgen die lange Isolation Japans auf das Land hatte. Vergrößern
    Lost in Translation: Dirk Steffens versucht den Weg zum Edo Museum in Tokio zu finden, wo er Prof. Ichikawa treffen will. Von ihm will er in Erfahrung bringen, welche Folgen die lange Isolation Japans auf das Land hatte.
    Fotoquelle: ZDF/Martin Christ
  • Dirk Steffens im Edo Museum in Tokio. Dort erläutert ihm Prof. Ichikawa anhand eines Rollengemäldes die Bedeutung und die Folgen der Jahrhunderte andauernden Isolation Japans. Vergrößern
    Dirk Steffens im Edo Museum in Tokio. Dort erläutert ihm Prof. Ichikawa anhand eines Rollengemäldes die Bedeutung und die Folgen der Jahrhunderte andauernden Isolation Japans.
    Fotoquelle: ZDF/Martin Christ
  • Prof. Jochen Oltmer und Dirk Steffens treffen sich am Bahnhof in Berlin. Nationalismus ist ein Phänomen des 19. Jahrhunderts. Nationen werden gemacht. Vergrößern
    Prof. Jochen Oltmer und Dirk Steffens treffen sich am Bahnhof in Berlin. Nationalismus ist ein Phänomen des 19. Jahrhunderts. Nationen werden gemacht.
    Fotoquelle: ZDF/Martin Christ
  • Die Massenmigration der Europäer nach Amerika erfolgt oft gewaltsam. Die überlebenden Ureinwohner werden in Reservate gezwängt. Vergrößern
    Die Massenmigration der Europäer nach Amerika erfolgt oft gewaltsam. Die überlebenden Ureinwohner werden in Reservate gezwängt.
    Fotoquelle: ZDF/Peter Farrer
  • In Tokio trifft Dirk Steffens den Historiker Prof. Ichikawa, den er über die Auswirkungen auf den 200 Jahre währenden Migrationsstop Japans befragt. Was waren und sind die Folgen, wenn über 200 Jahre keiner ein- noch ausreisen darf? Vergrößern
    In Tokio trifft Dirk Steffens den Historiker Prof. Ichikawa, den er über die Auswirkungen auf den 200 Jahre währenden Migrationsstop Japans befragt. Was waren und sind die Folgen, wenn über 200 Jahre keiner ein- noch ausreisen darf?
    Fotoquelle: ZDF/Martin Christ
Report, Dokumentation
Die Reise der Menschheit

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDFneo
Sa., 06.10.
14:35 - 15:20
Welt in Bewegung


Menschen wandern, seit es sie gibt. Weil sie auf ein friedlicheres oder leichteres Leben hoffen. Die Geschichte des Menschen ist eine Geschichte seiner Bewegung über die Erde. Ohne Migration gäbe es die Welt nicht, wie wir sie kennen. Sie macht unsere Kulturen zu dem, was sie heute sind. Denn mit den Menschen wandert alles: Know-how und Kapital, Sprache und Religion, Gene und Krankheiten, Pflanzen und Tiere. Die Industrielle Revolution katapultiert die Welt im 19. Jahrhundert in eine neue Phase. Das Zeitalter der Massenmigration ist angebrochen, erleichtert durch völlig neue Arten von Verkehrsmitteln und Kommunikation. Die Eisenbahn beschleunigt das Reisen auf den Kontinenten. Das Dampfschiff ermöglicht transkontinentale Reisen selbst für weniger Vermögende. Zwischen 1850 und 1950 wandern etwa 50 Millionen Europäer in die USA aus. Viele bewegt die Hoffnung auf mehr politische Freiheit und auf ein Leben ohne Not und Entbehrungen. Auch die Bewegungen auf den anderen Kontinenten nehmen nie da gewesene Ausmaße an. In der Folge entsteht die Frage: Wer darf rein, wer muss draußen bleiben? Gesetze, Grenzen und Behörden, die Ein- und Auswanderung regeln sollen, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der Nationalismus wird zur prägenden Ideologie des 19. Jahrhunderts. Grob umrissene Interessengebiete oder Vielvölkerreiche weichen Nationalstaaten, die sich über klare Grenzen definieren. Begriffe wie "Nation" und "Volk" entscheiden darüber, wer nun in ein Land gehört und wer nicht. Die Weltkriege und deren katastrophale Folgen setzen im 20. Jahrhundert unzählige Menschen in Bewegung. Die Vertreibung der Juden aus Europa durch die Nationalsozialisten, die Verschiebung von mehr als zwölf Millionen Deutschen aus den ehemaligen Ostgebieten nach Westdeutschland oder die Umsiedlung von 25 Millionen Muslimen infolge der Trennung von Indien und Pakistan sind riesige Massenmigrationen der Geschichte. Die zahllosen kleineren Migrationswellen treten dem gegenüber schon fast in den Hintergrund, und doch hat es sie immer gegeben. Für den Einzelnen sind sie in ihren Konsequenzen ebenso bedeutsam. Auch heute sind viele Menschen unterwegs. 255 Millionen Menschen leben nach aktuellen Angaben der UN nicht in dem Land, in dem sie geboren wurden. Nur ein Teil von ihnen ist aus ihrer Heimat geflohen. Die überwiegende Anzahl migriert aus anderen Gründen. Für Migrationsforscher ist die Zahl, gemessen an der Weltbevölkerung, nicht außergewöhnlich hoch. Denn es hat immer Migrationsbewegungen gegeben, die teilweise zu Fortschritt führten und teilweise in Katastrophen. Doch sie alle haben etwas Neues entstehen lassen, und so ist die Welt in ihrem heutigen Zustand das Resultat der immerwährenden "Reise der Menschheit". In drei Teilen zeichnet "Terra X"-Moderator Dirk Steffens die Reise der Menschheit nach, unterstützt von dokumentarischen Spielszenen und aufwendigen Computeranimationen. Er trifft auf Migrationsexperten, Historiker und experimentelle Archäologen, deren Forschungsgegenstand die immerwährende Reise ist.


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