Die Rückkehr der Wildnis

  • Erstmals seit 200 Jahren wieder Bärenspuren im Kanton Uri. Vergrößern
    Erstmals seit 200 Jahren wieder Bärenspuren im Kanton Uri.
    Fotoquelle: ZDF/SRF
  • Wildlebende Wisente, die grössten Säugetiere Europas. Vergrößern
    Wildlebende Wisente, die grössten Säugetiere Europas.
    Fotoquelle: ZDF/SRF
  • Ein junges Bartgeier-Weibchen, kurz vor der Auswilderung auf der Obwaldner Melchsee-Frutt. Vergrößern
    Ein junges Bartgeier-Weibchen, kurz vor der Auswilderung auf der Obwaldner Melchsee-Frutt.
    Fotoquelle: ZDF/SRF
Natur+Reisen, Natur und Umwelt
Die Rückkehr der Wildnis

Infos
Produktionsdatum
2018
3sat
Mo., 16.04.
20:15 - 21:45
Reno Sommerhalders Suche nach der intakten Natur


Die Schweiz ist ein übernutztes Land. Tausende von Tier - und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz: Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis. Tiere, die längst ausgerottet waren, kehren zurück: Bär, Wolf, Bartgeier - und vielleicht sogar bald der Wisent. Der Film stellt Menschen vor, die sich für eine intakte Natur einsetzen. Ein beglückender Moment für Reno Sommerhalder: In seiner kanadischen Wahlheimat Banff werden Bisons ausgewildert - 130 Jahre nachdem sie dort ausgemerzt worden waren. Vielleicht wird auch im Solothurner Jura der Europäische Bison, der Wisent, erneut heimisch. Es gibt Pläne, das archaische Tier zurück in den Jurawald zu bringen. Dazu Reno Sommerhalder in den Osten Polens, nach Bialowieza, wo 1952 die ersten Zoo-Wisente in die freie Wildbahn entlassen worden sind und mittlerweile wieder 1000 der mächtigen Tiere, meist gut versteckt, im größten Urwald Europas leben. Für den lokalen Naturtourismus sind sie inzwischen zu einer treibenden Kraft geworden. 2016 kehrte der Bär erstmal ins Innerste der Schweiz, in den Kanton Uri zurück - fast 200 Jahre, nachdem er dort ausgerottet worden war. Es wurde ein turbulentes Jahr für Wildhüter Fredy Arnold: Wie wird sich das Großraubtier verhalten? Beträchtlich war die Skepsis in der Bevölkerung, bis sich herausstellte, dass das junge Bärenmännchen sehr scheu ist, fast unsichtbar, keinen Kontakt wünscht zum Menschen. Der Wald wächst in der Schweiz jährlich um eine Fläche, die 8500 Fußballplätzen entspricht. Der Tessiner Forstingenieur Roberto Buffi hat schon vor Jahrzehnten für einen "wilden Wald" gekämpft, hat mehrere Waldreservate im Tessin mit gegründet, wo das Gehölz sich selbst überlassen bleibt, wo ein langsam heranwachsender Urwald entsteht. Der heutige Mensch, vor allem der urbane, sieht die Wildnis oft als Sehnsuchtsort - und doch weckt die wilde Natur im Menschen auch Unbehagen, ja Furcht. "Es ist die Angst vor dem Irrationalen, dem Unkontrollierbaren", sagt Buffi.


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