Kaum eine andere Tätigkeit ist so anstrengend, gefährlich und unterbezahlt wie die von Mitarbeitern in industriellen Schlachthöfen. Und kaum eine andere wird von der Konsumgesellschaft so wenig anerkannt. Die Dokumentation zeigt den Alltag einer französischen Schlachtfabrik und konzentriert sich dabei auf ihr Herzstück, die Schlachthalle. Auf 500 Quadratmetern stehen vier Schlachtanlagen. Den 100 Angestellten, die hier arbeiten, ist der Stolz auf ihre Fertigkeiten ebenso anzusehen wie die Erschöpfung. Absicht der Dokumentation ist es nicht, in skandalträchtigen Bildern das Leid der Tiere einzufangen. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die Arbeiter. Diese wundern sich über so viel Aufmerksamkeit durch die Kameras - sie, die meistens sagen, dass sie in der Lebensmittelindustrie tätig sind und das Wort "Schlachthof" lieber verschweigen. Aus nächster Nähe werden die Belastungen durch Akkordarbeit und Maschinenlärm, die Gefahren beim Bedienen der Schneide- und Sägewerkzeuge und den Druck durch Vorgesetzte gezeigt. Ohne Umschweife und auf eindrucksvolle Weise berichten die Arbeiter über ihre schwierige und prekäre Tätigkeit. Ein Jahr lang haben sich die Schlächter filmen und befragen lassen und sich dabei allmählich an die Kamera am Fließband, im Pausenraum, in den Sitzungen und im Umkleideraum gewöhnt. Die Dokumentation versteht sich als Hommage an diese Arbeiter, die trotz aller gesellschaftlichen Geringschätzung ihre Würde bewahren.