Die Schöpfung von Joseph Haydn

  • Dirigentin Laurence Equilbey leitet Haydns Oratorium ""Die Schöpfung"" mit einem pompösen Auftakt im Pariser Aufführungssaal La Seine Musicale ein. Fast 100 Künstler wirken bei der Inszenierung mit. Vergrößern
    Dirigentin Laurence Equilbey leitet Haydns Oratorium ""Die Schöpfung"" mit einem pompösen Auftakt im Pariser Aufführungssaal La Seine Musicale ein. Fast 100 Künstler wirken bei der Inszenierung mit.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Erzengel Raphael (Daniel Schmutzhard) besingt Gottes Schöpfung der Erde und des Himmels. Raphaels Kostüm und das Bühnenbild erinnern passend an die Entstehung des Meeres und der Fische. Vergrößern
    Erzengel Raphael (Daniel Schmutzhard) besingt Gottes Schöpfung der Erde und des Himmels. Raphaels Kostüm und das Bühnenbild erinnern passend an die Entstehung des Meeres und der Fische.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Am siebten Tag erschuf Gott Adam (Daniel Schmutzhard) und Eva (Mari Eriksmoen), hier dargestellt durch das langsame Bewegen sowie Auf- und Abtauchen der Körper im kleinen Wasserbecken. Vergrößern
    Am siebten Tag erschuf Gott Adam (Daniel Schmutzhard) und Eva (Mari Eriksmoen), hier dargestellt durch das langsame Bewegen sowie Auf- und Abtauchen der Körper im kleinen Wasserbecken.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Engel Uriel (Martin Mitterrutzner) berichtet von der Entstehung des ersten Tages, da Gott das Licht gegenüber der Finsternis als gut befand. Vergrößern
    Engel Uriel (Martin Mitterrutzner) berichtet von der Entstehung des ersten Tages, da Gott das Licht gegenüber der Finsternis als gut befand.
    Fotoquelle: ARTE France
Musik, Geistliche Musik
Die Schöpfung von Joseph Haydn

Infos
Online verfügbar von 03/06 bis 10/06
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2017
arte
Mo., 04.06.
00:05 - 01:50


Auf der Pariser Seine-Insel Ile Seguin am Standort der ehemaligen Renault-Werke wurde im Juni 2017 ein neuer Konzertsaal eröffnet: La Seine Musicale. Für die Einweihung der neuen Kulturstätte hätte sich kein anderes Werk besser geeignet als Haydns "Schöpfung". Die grandiose Neuinterpretation von Haydns bildmächtigem Oratorium durch das katalanische Kollektiv La Fura dels Baus ging im Laufe des Jahres 2017 europaweit auf Tournee und wird 2018 in Nord - und Südamerika sowie in Asien gastieren. Mit Hilfe digitaler Technologien sowie der fantastischen lumineszierenden Kostüme lässt Regisseur Carlus Padrissa auf der Bühne eine Bilderwelt entstehen, die den religiösen Charakter der "Schöpfung" beiseitelässt. Stattdessen stützt sich diese spektakuläre Inszenierung auf die tatsächlichen Elemente der Lebensentstehung: die ständigen Bewegungen des Universums, des Wassers und der DNA. Dazu taucht ein 31.000 Lumen starker Laserprojektor die Bühne samt Sängern und 36 Heliumballons in helles Licht. Im Zentrum befindet sich ein neun Meter hoher Kran, der die Solisten wie ein "deus ex machina" in die Höhe zieht sowie ein tausend Liter fassendes Aquarium, das als riesiges Reagenzglas die Erschaffung des Lebens darstellt. Dennoch bleibt das von La Fura dels Baus dargestellte Ur-Chaos bei der Entstehung der Welt immer im Dienste der Partitur. "Die Schöpfung" - uraufgeführt 1798 in Wien - erzählt mit musikalischen Mitteln die sieben Tage der Genesis, wie sie in der Bibel beschrieben werden. Dieses großartige, allgemeingültige Werk - es wurde ursprünglich in mehreren Sprachen gesungen - passt wunderbar zu den bisherigen großformatigen Projekten der katalanischen Theatertruppe. Es war die erste Aufführung in der Seine Musicale - und doch stellen die Meisterleistungen der exzellenten Besetzung bereits jetzt einen Meilenstein dar.


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